Mittwoch, 30. Januar 2013

Terry Pratchett - Die Farben der Magie

Meine Bücher lese ich aus den unterschiedlichsten Gründen. Wiel sie mir jemand empfiehlt. Weil ich im Geschäft drüber stolpere. Weil sie seit Jahren ungelsen im Schrank stehen. Weil mir der Titel gefällt. Weil mir das Cover gefällt. Oder wie im Fall Terry Pratchett: weil wikipedia sagt, ich muss sie lesen.
Ich surfe hin und wieder von wikipedia-Eintrag zu wikipedia-Eintrag. Irgendwie bin ich auf die Weise bei Terry Pratchett gelandet. Natürlich kannte ich den Namen zuvor, aber so richtig interessiert haben mich die Scheibenwelt-Romane nie. Bis ich dann auf einer Zusammenfassungs-Seite aller Ideen Pratchetts gelandet bin und mich zwei Stunden lang festgelesen habe. Wie absurd und vollgepackt ist das denn bitte? Also habe ich irgendwann beschlossen, dem Pratchett, der seit einem Jahr bei mir im Regal stand, eine faire Chance zu geben. Ich bin damals nicht über die vierte Seite rausgekommen. Irgendwie war es mir zu abgedreht, zu strange und vor allem zu wenig Sommer-Lektüre. Aber wirklich losgelassen hat es mich auch nicht. Deshalb habe ich eine Zeit später dann doch nochmal danach gegriffen und das Buch dann tatsächlich auf dem Weg zur Arbeit und wieder zurück verschlungen - und direkt zwei Exemplare bei tauschticket zum Verschenken besorgt.
Irgendwie ist es wie Douglas Adams und doch wieder nicht. Es ist englisch wie Adams. Und absurd wie Adams. Und trotzdem eine ganz andere Richtung. Während Adams versucht, uns Menschen endlich mal an die Richtige Stelle im Universum zu rücken - irgendwo in einem Spiralnebel im westlichen Ausläufer der Galaxis - menschelt es in "Die Farben der Magie" selbst in einem Paralleluniversum. Zweiblum, der erste und vermutlich einzige Tourist der Scheibenwelt, kam mir ein bisschen vor wie die englischen Entdecker des 18.Jahrhunderts, die in anderen Sphären schwebend irgendwo auftauchen, von nichts eine Ahnung haben und alles so idyllisch finden, dass sie gar nicht mehr weg wollen. Es ist bizarr im besten Sinne des Wortes, wie er und Rincewind durch die Scheibenwelt stolpern und von einer brenzligen Situation in die nächste geraten, dabei den Tod hinter sich lassen (der eine großartige Figur ist!!!) und eine neue Zahlmöglichkeit für Helden erfinden. Ich empfehle das Buch jedem, der nach dem Anhalter eine neue Welt kennelernen will ;-)

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