Samstag, 26. Januar 2013

Peter Hiess/Christian Lunzer - Die zarte Hand des Todes

Das Titelbild spricht nahezu Bände. Frauen, so die Autoren, morden anders. Nicht weniger brutal als Männer, aber allein die Vorstellung von einer Frau als Mörderin wurde sehr lange abgetan. Giftmörderinnen wie Gesche Gottfried konnten gerade deshalb so lange tätig sein, weil die Vorstellung einer Frau, die Kinder, Eltern und Mann quasi nebenbei erledigt, so gar nicht zum Frauenbild ihrer Zeit passte. Genauso wenig bei bei Elfriede Blauensteiner, die ihre Ehemänner reihenweise ins Grab brachte, aber doch so nett und wienerisch-jovial wirkte...
Das Buch ist eine nette Sammlung von Fällen quer durch einige Jahrhunderte. Wobei nicht nur Gibftmörderinnen auftauchen, sondern auch der ein oder andere Fall, der heute etwas in Vergessenheit geraten ist. Adrienne Eckhardt etwa, oder der Fall Martha Marek. Die Blutgräfin Erzebeth Bartory darf natürlich nicht fehlen. Der Schreibstil der Autoren ist ein bisschen salopp und gelegentlich zu oberflächlich. Das ist der größte Kritikpunkt, den ich habe, das Buch ist einfach nichts Neues im Bereich True Crime, die meisten Fälle kennt man schon und man erhält keine wesentlichen Informationen über Allgemeinheiten hinaus.Von daher würde ich das Buch vielleicht mal ausleihen, wenn es interessiert, aber nicht zum Kauf raten ;-)

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