Montag, 12. Februar 2018

[Rezensionsexemplar] Riad Sattouf - Der Araber von Morgen. Band 3

Ein Welterfolg wird fortgesetzt - der dritte Band des Bestsellers von Riad Sattouf kommt in die Buchläden! Die Mutter hält das Leben in Syrien nicht mehr aus und möchte nach Frankreich zurückkehren. Der kleine Riad erlebt, wie sein Vater hin- und hergerissen ist zwischen seiner Frau und starken arabischen Familientraditionen ...

Ich habe so lange auf diesen Band gewartet, weil mich bereits die ersten beiden sehr beeindruckt haben. Doch mit Band 3 legt Sattouf meiner Meinung nach den bislang besten Teil seiner Serie vor, da er hier nicht nur sein Alter Ego allmählich kritischer werden lässt und Dinge hinterfragen oder verstehen lässt, sondern auch Syrien und Frankreich für den kleinen Riad beide zu Orten werden, in denen er nicht ganz zugehörig wird. Dieses Zwischen-allen-Stühlen-Sitzen ist es, das Riads Leben zur Zeit beschreibt, und das in der Graphic Novel wirklich gut rüberkommt.

Auch die beiden Erwachsenen werden charakterlich weitereintwickelt und vertieft. Die Mutter, die bislang die Ideen ihres Mannes einfach mitgetragen hat, wird in Syrien zunehmend depressiver und geht, als sie erneut schwanger wird, für die Geburt nach Frankreich. Ihre Familie dort lässt zume ersten Mal Worte der Kritik an ihrem Mann und ihrer Lebenssituation hören, was von Riad nur ghört und nicht verarbeitet wird. In der syrischen Familie findet die Mutter in einer einzigen Verwandten eine Verbündete, die aber durch ihre Rolle wenig erreichen kann, aber zumindest ist sie da!
Der Vater wird immer deutlicher zerrieben zwischen seinen eigenen Ansprüchen an sich, seiner syrischen Familie und deren Erwartungen, aber auch der Realität um ihn herum, die sich nicht in Einklang bringen lässt mit seinen Erwartungen und Ideen vom moderen Arabien. Er ist immer mehr eine tragische Figur, die sein Scheitern nicht eingestehen kann und will. Anerkennung an der Universität erhält er nicht, sondern ist genauso ein kleines Rad im Betrieb der täglichen Bestechungsversuche, seine Bemühungen, ein muslimisches Leben zu führen, werden von der Außenwelt nicht als wahrhaftig empfunden und von seiner syrischen Familie verlacht, und selbst als er seine Söhne beschneiden lässt, hat er nicht den Mut, dabei zu sein, weil er sich selbst schämt für diese Handlung. Ich finde es faszinierend, wie es Sattouf gelingt, diese Widersprüchlichkeiten in einer einzigen Personen im Comic darzustellen, ohne ihn moralisch zu bewerten. Natürlich ist er ein riesier Idiot und, gemessen an westlichen Ansprüchen, ein Arschloch ohnegleichen, aber es gibt Gründe, warum er so ist.

Darin liegt die Stärke der gesamten Serie, vor allem aber dieses Bands. Es nimmt einen westlichen Leser mit in ein für ihn völlig fremd anmutendes Denksystem, indem er sich zurecht finden muss wie ein Kind. Und je länger er sich beschäftigt mit dem Vater, desto mehr bewertet er ihn nicht nur mit einem überheblichen Auge, sondern versucht zumindest, dessen Handlungen nachzuvollziehen und damit zu bewerten. Die sid immer noch nicht weise oder gelungen, aber sie sind erklärbar. Und mit diesem Ansatz tut Sattouf sehr viel dafür, den modernen vorderen Orient zu verstehen. Ich will unbedingt wissen, wie das Buch in Band 4 abgeschlossen wird!

[Buchgedanken] Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt

London im Jahr 1330: Der achtzehnjährige Jonah hat kein leichtes Leben als Lehrjunge im Haushalt seines Cousins. Einzig seine Großmutter schenkt ihrem verwaisten Enkel ein wenig Zuneigung. Doch eine Begegnung mit König Edward und Königin Philippa lenkt Jonahs Schicksal in neue Bahnen. Er findet Aufnahme in der elitären Londoner Tuchhändlergilde, und gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er die englische Tuchproduktion. Aber je größer sein Erfolg, desto heimtückischer werden die Intrigen seiner Neider ...

Schon einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber ich habe es immer noch in guter Erinnerung. Damit hat nämlich eindeutig meine Leseflaute geendet und ich hab wieder Lust am Lesen gefunden, vor allem am Lesen im Zug. Wie immer bei Rebecca Gablé erwartet den Leser hier ein wirklich vollgestopftes Buch, dessen Handlung sich über mehrere Jahrzehnte hinstreckt und bei der man Zeuge wird, wie sich allmählich das Bürgertum und die Kaufleute als Gegengewicht zum Adel in der englischen Gesellschaft etablieren können. Ich war sehr beeinderuckt von der sehr guten Darstellung des bürgerlichen Lebens, das in Gablés Romanen sonst ja eher nicht auftaucht, und die Organisation der englischen Tuchgilde, die Rolle, die sie beim Auffüllen der englischen Kriegskasse gespielt hat, war interessant erklärt.

Was mir am Buch allerdings weniger gut gefallen hat, war dieses ständige Gefühl, hier einer mittelalterlichen Seifenoper zuzusehen. Das lag meiner Meinung nach daran, dass die Autorin hier die Charaktre einfach nicht richtig zeichnet, sondern sich auf ein paar Kohlestriche verlässt, damit man die Typen erkennt, dabei aber gleichzeitig ihre Hauptfigur um jeden Preis positiv darstellen will. Jonah, wie er anfangs eingeführt wird, ist ein Gegenentwurf zu den üblichen strahlende Helden. Mürrisch, zynisch und mit einem gewissen Grad an Egozentrik ausgestatttet, den man benötigt, um in dieser Zeit in diesem Handel erfolgreich zu sein. Statt Jonah in diesem Charakter aufzubauen, wird er aber als Held benötigt und sein Gegenspieler, der diese Seite ausleben darf, ist William de la Pole, eine historische Figur, die wirklich Ecken und Kanten hat und leider viel zu selten im Buch auftaucht. Stattdessen werde ich dezent gelangweilt mit Williams - nicht historischer - Tochter, die Jonah heiratet und die natürlich ein Ausbund and Schönheit, Klugkeit und überhaupt allem ist. Erhlich gesagt, ging sie mir ganz schön auf die Nerven.Genauso übrigens, wie nahezu alle anderen Frauenfiguren im Buch entweder in ihrer eindimensionalen Klugkeit verharren oder aber viel zu früh abtreten müssen. Einzige Ausnahme bildet da Königin Philippa, die sich zwischen Machtwillen, Eitelkeit und innerer Verletzlichkeit bewegt und mehr als nur eine Emotion zeigen darf. Ein wenig schade finde ich, dass ihr Mann da in den Hintergrund tritt und so plötzlich als Ehebrecher und Vergewlatiger auftritt, dass man selbst nach dreimal Lesen noch nicht versteht, was da jetzt grade passiert ist. So schön es ist, diese Seite des königlichen Lebens zu zeigen, wäre es vielleicht gut, Edward dann nicht bis dahin und danach auch wieder als ziemlich schlichten und freundlichen Charakter darzustellen, der keinen Hinweis darauf gibt, hinter jedem Rock her zu sein.
 
Ein Pluspunkt ist aber auf jeden Fall Gablés ungestelzter, leicht dahin fließender Stil. Die Autorin vermeidet es konsequent, einen künstlichen pseudo-mittelalterlichen Ausdruck vorzuspielen und lässt die Charaktere vorwiegend wie Menschen von heute miteinander reden. Und genau dadurch werden diese Figuren trotz all ihrer Unzulänglichkeiten bei der Charaktererstellung lebensnah und es macht Spaß, ihnen durch diese Geschichte zu folgen. Und übrigens, es gibt ein kleines, klitzekleines Wiedersehen mit den Warringhams ;-)

Dienstag, 6. Februar 2018

[Rezensionsexemplar] Derek Meister - Blutebbe

Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten ...

Als ich mir dieses Rezensionsexemplar ausgesucht habe, hatte ich völlig vergessen, dass ich den ersten Band der Reihe schon gelesen hatte und nicht so richtig begeistert davon war. Deswegen habe ich mich erstmal ein wenig widerwillig ans Buch gemacht, bin dann aber zumindest damit überrascht worden, dass ein ganz großer Kritikpunkt von mir inzwischen viel weniger deutlich zu finden ist. Die Figuren sind immer noch ein wenig skurril und vor allem Knut mit seiner Sheriff-Attitüde ist echt eine Nummer für sich. Aber das steht nicht mehr so extrem im Vordergrund und die Leute sind alle etwas weniger übertrieben. In Sachen Figurenzeichnung also eine echte Weiterentwicklung, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich mochte auch, dass sich die Beziehungen zwischen den Figuren immer mal ändern, dass also hier zum Beispiel Knut und sein Vater eine Krise durchmachen und man die beiden norddeutschen Dickschädel am liebsten zusammen auf die stille Treppe setzen möchte, bis sie sich wieder einkriegen.

Auch der Fall an sich ist spannend und, im Gegensatz zum ersten Buch, stringent erzählt, keine Perspektivüberschneidung also, sondern nur gelgentliche Täterinnensichten, die durchaus Spannung erzeugen. Aber, und da sind wir wieder beim gefürchteten Wort, leider fehlen mir in dem Buch ungefähr fünfzig bis hundert Seiten. Diese Seiten hätte man dazu verwenden können, gewisse offene Fragen zu klären (zum Beispiel, wie der Täter eigentlich überhaupt darauf gekommen ist!), diese doch recht plötzliche Wendung rund um eine gewisse Dame etwas hübscher zu verpacken, statt ihren Namen von einer auf die andere Sekunde zu nennen, und vor allem, das Ende auszugestalten und mit mehr als nur Blutvergießen anzureichern. Mich würde das Denken dieses Täters nämlich wirklich interessieren, aber leider wird da irgendwo zwischen Wahnsinn und Überzeugung keine sinnige Unterschiedung getroffen. Das dann noch so offene Ende macht bei mir zumindest nicht grade Lust, den nächsten Band auch noch zu lesen.

[Rezensionsexemplar] Camilla Läckberg - Die Eishexe

Fjällbacka steht unter Schock. Die vierjährige Nea ist spurlos aus ihrem Elternhaus verschwunden, was schon schlimm genug wäre. Doch 1985 verschwand von genau demselben Hof eine andere Vierjährige und wurde kurze Zeti später tot aufgefunden. Die beiden Tätrinnen waren 13 Jahre alt und konnten trotz ihres Geständnisses nicht verurteilt werden - und jetzt sind sie zurück. aber hat wirklich die gefeierte Schauspielerin Marie ein neues Opfer gefunden? Oder haben die Asylbewerber aus der Flüchtlingsunterkunft etwas damit zu tun, wie es hiter vorgehaltener Hand heißt?  Patrick Hedström und seine Frau Erica Falck ermitteln wieder einmal gemeinsam und wer auch immer der Täter ist, am Ende dieses Falls wird sich Fjällbacka spürbar veerändert haben ...

Ein neuer Läckberg, das heißt für mich, ein neuer Wohlfühlkrimi aus Schweden. Ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Halbfamilienmitgliedern, jede Menge Zimschnecken und Kaffeekonsum, und natürlich ein ziemlich spannender Fall, der mir wirklich an die Nieren gegangen ist.Im Moment ist hier in England der Fall James Bulger wieder ziemlich präsent, weil seine Mutter ein Buch veröffentlich hat. Für diejenigen, die den Namen nicht einordnen können, das war ein Dreijähriger, der von zwei Zehnjährigen wirklich brutal ermordert wurde und seitdem immer mal wieder hochkocht. Sehr oft hat mich die Schilderung der beiden Täterinnen ein wenig daran erinnert. Auch andere Fälle werden im Lauf des Buchs mal kurz angesprochen und immer wieder stellt sich dabei die Frage: Warum können Kinder so grausam sein, wie können sie solcher Taten fähig werden?

Diese Frage stehr als Gesamtthema über dem ganzen Roman, denn, ohne zu spoilern, das Buch endet wirklich in einer Katastrophe und stellt mit Hilfe einer Figur extem spannende Fragen darüber, ob man auch mit einem Täter Mitleid haben kann oder darf, obman eine Tat tatsächlich betrachten kann ohne die dazugehörigen Hintergründe. Was ist der Auslöser, was ist das Motiv? Diesen Diskurs bring Camilla Läckberg mit rein, ohne das Buch dadurch zu philosophisch oder moralisch werden zu lassen. Und das ist eine echte Stärke in diesem Buch, da verziehe ich ihr die manchmal doch sehr sentimental-zeigefinderlastige Flüchtlingsdiskussion, die sie mit in die Handlung integriert. Immerhin, die sorgt dafür, dass Bertil Melberg zum wohl ersten Mal in seinem Leben seine eigenen Handlungen hinterfragt!

Was mir am Buch aber wenig gefallen hat, war der obligatorische Fall aus der Vergangenheit. Mit dem Mord 1985 hätte sich da einfach angeboten, diesen aus vielen Perspektiven zu beleuchten, noch mehr auf die Täterinnen einzugehen und deren Denken vielleicht zu ergründen. Stattdessen entscheidet sie sich, eine Hexenverfolgung aus dem Jahr 1672 darzustellen und das ist eine sehr unglückliche Kombination. Denn wenn die einzige Überschneidung darin besteht, dass in beiden Fällen eine Hexenjagd stattfindet, dann ist das ein bisschen wenig, für meinen Geschmack. Auch durch das letzte Kapitel, in dem die Täter als die vom Fuch der Hexe betroffenen Nachfahren aufgebaut werden, ist ziemlich brüchig - da hätte ich es schöner gefunden, diesen Fall, der wirklich spannend ist, in einem anderen Buch zu verarbeiten.

Insgesamt ist es nicht der beste Teil der Serie, auch wenn manche Figuren wirklich überraschen und die Geschichte aller Protagonisten weitergetrieben wird, aber ein solider Krimi, den man gerne liest und der, wie immer in Fjällbacka, das Gefühl vermittelt, dass in Schweden doch nicht alles nur zusammenbricht.



Samstag, 3. Februar 2018

[Rezensionseemplar] Emma Garnier - Grandhotel Angst

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben ...

Ich sage jetzt direkt von Anfang an, dass ich es fast schon bereue, dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen zu haben, weil das bedeutet, dass ich mich verpflichtet gefühlt habe, es zu Ende zu lesen. Diese Offenbarung könnte bereits einen Hinweis darauf geben, wie zufrieden ich mit meiner Wahl war, aber ich begründe es gerne ausführlicher.

Der Klappentext und das Titelbild klangen genau nach dem, was ich grade lesen wollte. Ein charmanter Schauerroman-Thriller, ein bisschen übersinnlich, ein bisschen okkult. Als ich dann auch noch mitbekam, dass dieses Hotel mit dem ungewöhnlichen Namen tatsächlich existiert hat und dessen Ruine bis heute steht, war die Vorfreude noch größer. Kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, blieb davon nicht mehr viel übrig.

Der Leser lernt Nell kennen, eine junge Frau, frisch verheiratet und dem Wesen der Zeit entsprechend sehr behütet und ein wenig naiv. Um ehrlich zu sein ganz schön sehr naiv und mit einem dermaßenen Hang zur Hysterie, dass sie mir nach und nach gewaltig auf den Keks ging (als sie von sich selbst mal sinngemäß sagt, sie wolle nicht eine von diesen hysterischen Frauen sein, die die Welt um sie herum nicht verstehen, war meine Reaktion ein lautes Auflachen und "Mädchen, das bist du!") Ihr Traummann Oliver, den sie permanent als den Schwiegersohn des Herzens schildert, darf dagegen deraßen chauvinistische Sprüche vom Stapel lassen, die zwar dem Frauenbild geschuldet sein wollen, aber gleichzeitig so unglaubwürdig aus dem Nichts kommen, dass man sich wie in einer schlechten Parodie fühlt. Verstärkt wird dies noch durch die Sprache des Romans, die mich hat glaube lassen, die literarischen Ergüsse einer mittel talentierten Oberstufensschülerin zu lesen. Nein, man muss nicht zwangläufig alles mit Adjektiven beschreiben! Manchmal ist es ganz schön, Dinge auch anders vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen. Über die Dialoge, die so hölzern daherkommen, dass man aus ihnen gleich ein neues Buch binden könnte, will ich mich nicht weiter auslassen, ich habe mich allerdings über diese pseudo-gestelzten Versuche amüsiert, mit denen die Atmosphäre der Jahrhundertwende eingefangen werden sollte.

Vor allem Nell ist als Charakter wirklich ungelungen, finde ich. Sie ist dermaßen sprunghaft in ihren Gedanken, dass sie ihre Richtung innerhlab von zwei Sätzen wechselt und dann doch zurück zum Ausgang hüpft, während ich daneben stehe und denke: "Mädel, komm doch einfach mal klar." Diese hysterische Naivität auf zwei Beinen sprintet durch eine Geschichte, deren Ausgangsidee großartig ist, und die im Verlauf der Handlung so extrem zerfranst und sich nicht entscheiden kann, was sie jetzt sein will: Thriller oder Gruselroman? Oder vielleicht doch ein bisschen Liebesdrama? Schlussendlic wurde mir eine so dermaßen an den Haaren herbeigezogene Auflösung geboten, dass ich immer noch nicht weiß, ob das Ernst gemeint war.

Alles in allem war das ein Buch, das ich nicht weiterempfehlen würde. Es hat keine Atmosphäre, sondern einen lächerlichen Pseudo-Touch, so wie ein Erlebnishotel das versucht, um jeden Preis das 19.Jahrhundert wiederauferstehen zu lassen, und die Handlung an sich ist so sprunghaft und unzusammenpassend, dass ich gerne aufgehört hätte zu lesen.

[Ich war noch niemals in New York] Auswertung für Januar

Der erste Monat ist geschafft und wow, das geht ja schon gut los hier!

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, ich habe unter dem Reiter oben ein Formular eingebunden, in dem ihr eure Bücher eintragen könnt. Ich checke zwar nochmal auch eure Seiten, aber die Auswertung wird mir mit dem Dokument wirklich erleichtert.

Und da wir das Wort gerade erwähnt haben, hier ist sie auch schon, unsere Monatspunkte bis zum heutigen Tag. Ich würde sagen, da hat sich jemand die Spitzenposition redlich erkämpft!

Selina - 65 Punkte
Chantal  41 Punkte
Christine - 41 PunkteNicole - 20 Punkte
Daggi - 18 Punkte
Ponine - 18 Punkte
Martina - 15 Punkte
Sally - 13 Punkte
Hibi - 5 Punkte
Kerstin - 0 Punkte
Eva - 0 Punkte

Stolz bin ich vor allem auf die USA-Karte, die wir gefüllt haben und die im Mittleren Westen nich ein bisschen Auffüllbedarf hat ;-)


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Herzlichen Dank für eure Leseegeisterung und weiterhin viel Spaß!

Donnerstag, 1. Februar 2018

[Top Ten Thursday] 10 Bücher-Spleens


Jede Woche wird durch eine Truppe Blogger eine neue Top Ten Liste zusammengestellt, dessen Thema sich inzwischen die Weltenwanderin einfallen lässt. Genauere Infos und die Themen dazu findet ihr *hier*, jede Beteiligung ist willkommen.
Die Aufgabe für diese Woche heißt:

Zeige deine 10 Spleens, die du dir beim Lesen und mit Büchern angewöhnt hast, 

Zur Abwechslung geht es heute also mal nicht ums Regal, sondern um uns als Leser. Ich bin gespannt, wie oft ich heute über Tee und Socken stolpere, die laut Instagram ja den Blogger an sich ausmachen. Nein, ich werde nicht zynisch, ich bin wirklich gespannt, was euch alles so eingefallen ist, und ich lege hier schon einmal einen Haufen Kieselsteinchen bereit, die ihr mit Sicherheit bei mindestens einer meiner Offenbarungen auspacken wollen werdet.
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 1. Spoiler.
Ja, ich gestehe: ich spoilere mich bewusst. Ich lese nach etwa zwanzig Seiten im Buch die letzten beiden Seiten. Normalerweise wird da bei Krimis nichts verraten vom Mörder, aber ich erfahre zumindest, dass alles gut ausgeht. Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn ich das Ende kenne und zum Beispiel den Mörder wissen würde. Die einzige Ausnahme mache ich, wenn ich im Vorfeld weiß dass ein Twist dabei ist, ich mag diesen Effekt des "Was zur Hölle ...?" :-D


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2) Es lebe das Eselchen.
Ich mag Bücher. Ich gebrauche sie gerne. Ja, ich benutze nicht immer Lesezeichen, sondern lege Bücher meistens aufgeschlagen hin oder knicke eine Ecke um. Ich trage meine Bücher in derselben Handtasche, in der ich Wasserflaschen transportiere oder auch mal ein Kinder Bueno reinlege. Das heißt nicht, dass mir meine Bpcher nicht lieb und teuer sind und ich mit ihnen nicht auch pfleglich umgehe. Aber diese hehre Ergebenheit gegenüber der reinen Buchseite, wie sie von manchen Bloggern gepflegt wird, das ist einach nicht meins - und durchdrehen, nur weil man meinen Büchern ansieht, dass sie vielleicht mal gelesen wurden, würde ich sicher nicht. Ich finde das sogar ehrlich gesagt ziemlich befremdlich, wie in Bloggerkreisen manchmal ein Kult ums Buch gemacht wird, als wäre es der Heilige Gral an sich.


Bildergebnis für jonglieren3) Bücherjonglage.
Ich habe ein Buch für die Badewanne (derzeit "Mort" von Terry Pratchett), ein Buch für den Zug ("Denial" von Deborah Lipstadt), eins für das Bett ("When the Music is over" von Peter Robinson), und eins für die Couch (ab heute Abend "Little Women" von Louisa May Alcott). Und ja, ich behalte den Überblick dabei, ich genieße es, endlich wieder ein bisschen mehr Zeit zum Lesen zu haben und brauche für jedes Buch die richtige Stimmung bzw. das richtige Umfeld.


Bildergebnis für abwechslung4) Abwechslung muss sein.
Ich will viel lesen und ich mag es nicht, mich auf ein Genre zu beschränken. Ich fühle mich damit manchmal in der Bloggersphäre etwas einsam, weil ich nicht nur Phantasy oder nur Young Adult oder nur hohe Literatur lese. Mein Blog ist dadurch auch ein ganz schöner Mischmasch, aber ich kann nicht anders. Um ehrlich zu sein, finde ich deshalb auch viele Blogs eher langweilig nach einiger Zeit, wenn ich von ihnen kaum anderen Input bekomme und die Blogger so festgefahren sind in ihrem Leseschema.


Bildergebnis für Smartphone5) Schlag das nach!
Wisst ihr, warum ich mir mein erstes Smartphone gekauft habe? Weil ich es Leid war, mir während meiner Lektüre merken zu müssen, was ich danach bei wikipedia nochmal genauer nachlesen will. So kann ich das schön parallel machen, sobald mir in einem Buch ein interessanter Fakt oder eine nebenbei erwähnte Sache untekommt, zu dem ich mehr wissen will. Das kann alles möglich sein, von der Aussprache eines Worts über die Funktion der Zirbeldrüse oder dem Lebenslauf des Autors.
Bildergebnis für echo
6) Echo - echo - echo.
Okay, das ist kein wirlicher Spleen, sondern passiert mir hin und wieder, wenn ich sehr lange am Stück lese. Dann schnattert das zuletzt gelesene Wort noch zwei oder dreimal nach, während die Auge schon weitergehuscht sind - und das ist echt doof, da muss ich dann mal abbrechen, aufstehen und kurz was anderes machen.




Bildergebnis für kettenglieder7) Skurrile Bücherketten
 Ich lese ja wie gesagt sehr viel Verschiedenes. Umso mehr freue ich mich dann aber, wenn ich in einem Buch einen Qerverweis zu einem anderen finde. Sei es, weil ein Romantitel direkt erwähnt wird oder aber, viel schöner, wenn es plötzlich Themenüberschneidungen gibt, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Ich habe zum Beispiel mal eine Biografie gelesen und die betreffende Person wurde in den darauf folgenden Romanen zweimal erwähnt, völlig zufällig, aber ich kam mir schon fast verfolgt vor.


Bildergebnis für eichhörnchen8)Eichhörnchen-Syndrom
Ein Spleen, den vermutlich jeder kennt: ich kann einfach nicht nicht Bücher kaufen. Ich muss für schlechte Zeiten, also Zeiten mit viel Zeit und ohne Bücher, vorsorgen. Und mit meinem Vorrat hier könnte ich zwar vermutlich lockere mehrere Jahre auf einer einsamen Inseln durchhalten, will es aber gar nicht versuchen müssen.




Die 10 mache ich leider nicht voll, muss ich gestehen. Ich bin gar nicht so spleenig, sondern haöte mich für einen ziemlich normalen Leser. Und jetzt geh ich mal bei euch rumschauen :-D

Montag, 29. Januar 2018

[Rezensionsexemplar] Anna Romer - Der Schattengarten

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen ...

Das letzte Buch von Anna Romer hatte mich ja nicht so wirklich für die Autorin erwärmen können, aber ich dachte, ich gebe ihr eine zweite Chance, denn der Inhalt des Buchs klang ja gar nicht so schlecht.


Fangen wir mit dem Positiven an. Das Buch istsehr locker geschrieben, es rollt gradezu von den Seiten und man möchte gerne weiterlesen. Die Geschichte schildert parallel zu Lucys Handlung im Jahr 1993 auch die Geschichte von Orah 1934. Als Orah mit ihrer Mutter nach Australien auswandert, um endlich wieder mit ihrem Vater zusammenzuleben, gerät das Schiff in einen schweren Sturm und Orah ist die einzige Überlebende. Sie wird in Bitterwood von den Besitzern aufgenommen und ist sschon bald Teil der Familie. Die beiden Handlungsstänge sind gut miteinander verknüpft, ich fand es schön, wie hier und da einfach Dinge oder Personen wieder auftauchen und man erst später erfährt, welche Rolle sie früher gespielt haben. Vor allem die Darstellung von Bitterwood in den Dreißigern fand ich gut gewählt, weil es mal eine andere Zeitebene ist und die Tatsache, dass es ein Feriendomozil ist macht das Setting auch mal ein wenig anders als die üblichen englischen Herrenhäuser. Ich mochte auch die Auszüge aus der letzten Geschichte von Lucys Vater serh gerne, wobei ich finde, dass die Idee "Ich verarbite hier Dinge, die ich mir nicht erklären kann" schon an die Grenzen der Glaubwürdigkeit gedehnt wird, mit den zufälligen Parallelen zur tatsächlichen Geschichte. Aber gut, es gab dem Roman einfach ein wenig

Lucy stolpert bei ihren Recherchen über eine Fotografie von Orah, beginnt nachzuforschen und deckt damit ein Geheimnis auf, das nicht nur ihren Blick auf ihren Großvater verändern wird, sondern auch den Tod ihrer Mutter vor vierzehn Jahren endültig aufklärt. Der mysteriöse Unfalltod ihrer Mutter und die damit zusammenhängenden Alpträume, die Lucy seit ihrer Pubertät verfolgen wären eigentlich schon genug, aber dann muss es jetzt noch aktuell eine gescheiterte Verlobung geben und eine alte Jugendliebe, die wieder auftaucht. Und damit fangen ein bisschen meine Probleme an. Ich finde einfach, dass in dem Buch mindest ein Problem zuviel auf die arme Lucy einprasselt.U genau zu sein, ich kann mic nicht entscheiden, welche der beiden Handlungen ich hier für überflüssiger halte - die gesamte Geschichte mit Mama bringt eigentlich nur noch eine dritte Zeitebene rein, die es gar nicht bräuchte, warum nicht einfach die Alpträume durch dasselbe Erlebnis im Urlaub erklären? Und der ach so wunderbare, großartige, heroische Held der Jungmädchenträume ist mir persönlich einfach echt unsympathisch (vor allem, asl er plötzlich nachts im Garten steht!), nicht jeder Roman braucht nach einem Beziehungsende automatsich direkt den nächsten Heiratskandidaten, der um die Ecke geschwenzelt kommt!

Die beiden Handlungsstränge haben mir das Buch leider wirklich ein wenig verleidet, dabei war der Rest so schön. Ich habe zum ersten Mal bei einem Buch dieses genres selbst versucht, herauszufinden, wie die Geschichten zusammenhängen, wie die Autorin Gegenwart und Vergangenheit verküpft, und hätte gerne noch mehr über Seidenfabrikation erfahren, statt Lucy zum hundersten Mal drüber grübeln zu lassen, warum sie damals nicht mit ihm zusammengekommen ist. Insgesamt war es ein netter Roman, angenehm spannend zu lesen und nur ein paar Abzüge in der B-Note.

Donnerstag, 25. Januar 2018

[Rezensionsexemplar] Ellen Sandberg - Die Vergessenen

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Durch seine Familiengeschichte bedingt ist er jemand, der das Recht für seine Auftraggeber auch einmal selbst in die Hand nimmt. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Zur selben Zeit erleidet die Tante von Journalistin Vera einen Schlaganfall, ausgelöst von ihrem Neffen Chris. Der steckt in Geldnöten und versucht anscheinend jemand zu erpressen mit einer Geschichte aus der Vergangenheit. Bei ihren Nachforschungen, was es damit auf sich hat, stößt Vera in ein Wespennest und deckt nicht nur ein Familiengeheimnis auf, das seinen Ausgangspunkt in den einer Pflegeanstalt des Jahres 1944 nahm ...

Mein Lieblingsgenre, dann noch, wie es scheint, gekoppelt an eine sehr spannende Storyline, das klang einfach nach meinem Buch, sodass ich beim bloggerportal sofort zugeschlagen habe, als es das Buch zu lesen gab. In der Tat habe ich nur drei Tage dafür gebraucht, es war mein Zug-Buch für den Weg zur Arbeit und nach Hause (und heute auch noch mein während-des-Laufens-Buch, weil ich es nicht zur Seite legen konnte). Ich muss aber auch sagen, dass ich nciht restlos begeistert bin, sondern ein paar Kritikpunkte habe.

Zuerst einmal braucht das Buch nahezu 200 Seiten bis es wirklich an Fahrt gewinnt und die beiden Storylines sich so überschneiden, dass man weiß, was sie gemeinsam haben. Davor fand ich es stellenweise ein wenig lahm zu lesen, insbesondere die so detaillierten Schilderunen von Trackingsystemen in Handy und Computer. Nach diesem langen Vorlauf kommt dann aber wirklich eine Knallerwendung, bei der die Figuren auch mehr Tiefe gewinnen, da ihre Motivation für bestimmte Handlungen plötzlih deutlich grauer wird als sich im bis dahin ein bisschen vorherrschenden Schwarz-Weiß-Denken zu erschöpfen. Insbesondere Kathrins Verhalten nach dem Krieg bringt einen wirklich zum Nachdenken und ist eine durchaus auch typische Haltung dieser Generation. Die beiden Figuren dieser Zeitebene sind meiner Meinung nach die am überzeugendsten gestalteten, und vor allem Kathrin ist jemand, die man - obwohl man ihr Verhalten nachvollziehen kann - trotzdem nicht sympathisch findet.

Wirklich gestört hat mich aber etwas anderes. Ich finde, in dem Buch ist einfach zuviel drin. Das Schlimme ist, ich verstehe genau, warum die Autorin dieses Zuviel einbringen musste. Vera benötigt ab einer bestimmten Stelle das Knowhow von jemandem wie Manolis, klar. Das heißt, er benötigt ein Motiv, um ihr zu helfen. Und dieses Motiv muss stark sein. Aber blöderweise entscheidet sich Ellen Sandberg dafür, Manolis mit einer so extrem starken Hintergrundstory auszustatten, dass das alleine bereits für einen Roman reicht. Weil sie es aber in "Die Vergessenen" mit hineinquetschen muss, wird das alles so schnell und vordergründig erzählt, dass Manolis und seine gesamte Familie im Klischee ersticken und für mich fast unerträglich plakativ wirken. Dass Manolis dann auch noch ein Veefechter der Selbstjustiz ist, macht ihn mir gleich dreimal unsympathisch und ehrlich, diese ganze "uh, ich bin der Verfechter des Guten und bediene micha ller illegalen Tricks"-Getue war mir einfach zu sehr ausgedacht. Um genau zu sein, ich finde, dass die gesamte Storyline um Manolis eigentlich gestrichen werden könnte, stattdessen Vera ein wenig ausgebaut werden kann und man auf die Weise einen wunderbaren, spannenden und großartigen Roman erhalten würde, der an eine der vergessenen Gräueltaten des Nationalsozialismus erinnert. Und dann als Folgeroman die komplette Storyline um manolis, auch hier detaillierter und vielleicht einfach nur als Entwicklungsroman von Manolis - das würde ich viel mehr lesen wollen als die strrekenweise sehr hastige Kombination aus beidem.

Insgesamt sage ich nicht, dass das Buch schlecht ist. Aber durch die Zusammenlegung von gleich zwei verschiedenen NS-Verbrechen, die aber nicht zusammengeführt werden, ist es eher eine unglückliche Kombination, die mich nicht ganz befriedigt zurückgelassen hat. 3,5 Sterne, wenn ich mich entscheiden müsste

[Top Ten Thursday] Bücher, die mit U anfangen

Jede Woche wird durch eine Truppe Blogger eine neue Top Ten Liste zusammengestellt, dessen Thema sich inzwischen die Weltenwanderin einfallen lässt. Genauere Infos und die Themen dazu findet ihr *hier*, jede Beteiligung ist willkommen.
Die Aufgabe für diese Woche heißt:

Zeige 10 Bücher, die mit U anfangen.

Ah, das Alphabet wird weitergeführt und es wird wieder einmal interessant. U - das klingt nach viel Mysteriösem, aber auch nach vielen Phantasy-Ländern, vor allem aber nach vielen Verneinungen. Ich bin also mal gespannt, was sich da in euren Regalen findet. Bei mir wieder einmal mit dem festen Vorsatz, mich nicht zu wiederholen und die ganze Bandbreite meiner Lektüre abzudecken, treten heute ins Rampenlicht:



Milan Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ist für alle Leser gedacht, die eine nicht so platte Liebesgeschichte in eelganter Sprache mögen.
"Unsere Liebe Frau vom Wald" von David Gutterson ist ein dicht gepackter Roman über Hoffnung, Verblendung und Spiritualität.
In "Underground Railroad" nimmt Colson Whitehead den Leser mit auf die Spuren der fliehenden Sklavin Cora.
Stephen Hawkings "Das Universum in der Nussschale" ist trotz aller Einfachheit ein Gehirnfutter, das ich liebe.
Jeannette Walls wirdt mit "Ein ungezähmtes Leben" einen Blick in die spannende, unglaubliche und tragikomische Lebensgeschichte ihrer Großmutter.
"Die unendliche Geschichte" ist Michael Endes Meisterwerk und so viel mehr als nurdieser nette Glücksdrache und ein im Moor versinkendes Pferd.
Wer mit Thomas Mann nicht so richtig warm wird, der sollte seinem Bruder Heinrich eine Chance geben, der in "Der Untertan" süffisant, schnell und stets objektiv das Leben eines klassischen Untertanen schildert.
Jojo Moyes neuestes Werk "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" begleitet einige junge Australierinnen nach England, wo sie ihre Ehemänner nach dem Krieg wiedersehen werden.
Immer wieder Kästner, bei mir. Aber "Über das Verbrennen von Büchern" sind nur vier kurze Texte, in denen Kästner schildert und sinniert, was es damit auf sich hat, dass man glaubt, das Verbrennen von Büchern würde deren Gedanken ungeschehen machen.
"Und Nietzsche weinte" von Irvin D. Yalom schließlich ist ein Buch, das wirklich beindruckt - Philosophie, Psychologie, eine interessante Geschichte und wunderschöne Erzählung in einem.


So, dann mal her mit euren Eindrücken. Welche Bücher kennt ihr, welche mögt ihr, welche habt ihr bei euch im Schrank? Ich freu mich schon auf Austausch!