Donnerstag, 23. Mai 2013

Ponines Bücher-ABC - B wie Badewannen, Betten und Bahnabteile

Natürlich läge es nahe, bei B einfach nur Bücher zu wählen. Aber mal ehrlich, wozu wäre dann dieser Blog nütze? Zu nichts, befürchte ich, und deshalb habe ich ein seltsames, jedoch beruhigendes Buch-Thema erwählte - meine bevorzugten Leseorte (und oh Wunder, selbst hier taucht ein "b" auf :-p )

Als Kind habe ich beim Baden immer Kassette gehört. Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen dunkelpinken Kassetten- und Radiorekorder mit den Ducktales drauf, auf dem man auch so herrliche Hörspiele aufnehmen konnte. Obwohl ich Angst hatte, beim Ausschalten einen Stromschlag zu bekommen, habe ich den Rekorder in größtmöglichem Abstand zur Badewanne geparkt (einmal quer durchs Badezimmer dürfte reichen) und tauchte für eine Folge Bibi Blocksberg oder sonstiges ab. Als ich etwa zehn wurde, hat sich das aber radikal geändert, seitdem bin ich überzeugter Badewannenleser. Es hat extrem viele Vorteile, sich mit einem Buch in die Wanne zurückzuziehen - vor allem aber: dort bin ich ungestört und mit nichts anderem beschäftigt als purem Lesen. Allerdings lese ich in der Badewanne eher seichte Lektüre, da ich dazu neige, beim Lesen im warmen Wasser ein wenig einzunicken. Als Sicherheit für arme Bücher habe ich inzwischen ein Badewannentablett angeschafft, welches sich nicht nur in regem Gebrauch befindet, sondern mir erlaubt, meiner Lust auf Schokolade beim Baden nachzugehen :-)
Da ich allerding szur Gattung der gemeinen Leseratte gehöre, genügt eine Badewanne allein nicht. Ich bin vor allem Bettleser, nicht zuletzt, weil mein Mann gerne die Couch beschlagnahmt und ich nicht gerne im Sitzen lese. Also gehe ich einfach ein Zimmer weiter und lege mich aufs Bett, schnappe mir ein Buch und bin quasi weg. Da unser Wohnzimmer Durchgangszimmer zum Schlafzimmer ist, bin ich trotzdem in der Lage, am Alltagsleben teilzunehmen und parallel den Fernseher zu hören, aber das ist eigentlich nur ein netter Nebeneffekt. Ich kann nämlich hervorragend störende Geräusche ausblenden, sobald ich ein Buch vor der Nase habe. Das liegt an meinen prägenden Lesesituationen seit meinem elften Lebensjahr - seitdem mussteich jeden Tag 30 Minutne mit dem Bus zur Schule fahren und wieder zurück. Da ich nach dem Abi auch noch in einer anderen Stadt studiert habe und jedes Wochenende nach Hause gependelt bin, habe ich keinerlei Probleme damit, in sich bewegenden Objekten zu lesen - mit Ausnahme von Flugzeugen, wobei ich glaube, dass da die Höhe eine Rolle spielt. Auf Bahnfahrten habe ich prinzipiell ein Buch in der Tasche und ein zweites als Reserve dabei (und wenn nicht, hoffe ich auf eine einigermaßen ausgestattete Bahnhofsbuchhandlung), nur um Sicherzugehen. So lange kein Kind mit Abfalleimern im zug spielt, kann ich damit selbst im überfüllten ICE alles um mich herum vergessen ;-)

1 Kommentar:

  1. Alles Orte an denen ich auch lese. Vor allem in der Wanne, denn wie du schon sagst, da hat man seine Ruhe und kann sich ganz einem gutem Buch widmen. :)

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