Samstag, 4. Januar 2014

[Rezension] Moritz Stetter - Bonhoeffer

Seinen Namen hat jeder schon einmal gehört, aber dennoch ist die Lebensgeschichte des Widerstandskämpfers und Theologen Dietrich Bonhoeffer ein wenig in Vergessenheit geraten.Ich muss gestehen, auch ich weiß relativ wenig über diesen Mann und deshalb war es auch ein guter literarischer Snack für mich, mich an einer Biographie von ihm zu versuchen. Diese kommt aber ganz anders daher als gewohnt, denn es ist eine Graphic Novel für Jugendliche, mit der Bonhoeffers Leben aufgeschlüsselt werden soll ...

Lag es an der Darreichungsform? Lag es an mir? Ich weiß es nicht, fest steht nur, dass ich das ein oder andere Problem mit diesem Buch hatte. In erster Linie geht meine Kritik dahin, dass es einfach zu kurz und zu reduziert daher kommt. Bonhoeffers Leben wird an kurzen Stationen abgerissen und das war für mich nicht sonderlich geeignet. Ich fand es sehr schwer, mich immer wieder neu einstellen zu müssen auf die Frage "wo und wann bin ich denn jetzt grade".
Dementsprechen plakativ ausgewählt wirken dann für mich auch viele der szenen und Bilder, die hier dargestellt werden. Das Buch ist extrem schwarz-weiß (nicht nur in den zeichnungen), sondern in den Darstellungen und das gibt bei mir einfach Abzüge in der B-Note. Das plakative, große setzt sich in den Zeichnungen fort, die eher schmucklos erscheinen, sehr flächig und grade bei den Figuren eher auf Wiedererkennung durch bestimmte schnell zu erkennende Merkmale setzt (grade die Nazis wirken da öfter mal wie eine einzige gesichtsgleiche Menge).

Was mir dagegen gut gefalln hat, war die Erzählung selbst, war die Konzentration auf Bonhoeffer. Für Jugendliche kann es durchaus ein Anreiz sein, sich weiter mit der Geschichte zu beschäftigen, als einzige Infoquelle wäre es mir aber doch zu wenig.

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