Mittwoch, 3. April 2013

Hörbuch: "Kim Novak badete nie im See Genezareth" - Dietmar Bär

Schweden in den Sechziger Jahren. Es ist nicht das Jahr für den vierzehnjährigen Erik. Seine Mutter hat Krebs und liegt im Krankenhaus und wie alle Jungen in seiner Schule ist er rettungslos verliebt in die Aushilfslehrerin Ewa, die aussieht wie Kim Novak. Da trifft es sich gut, dass er mit seinem Freund Edmund und seinem Bruder Urlaub im Ferienhaus am See machen darf. Einfach rauskommen und die Sommerferien genießen, mehr will er nicht. Aber dann taucht Ewa auf, zusammen mit ihrem Verlobten, dem hitzköpfigen Handball-Helden Berra, und Eriks Bruder fängt ausgerechnet mit ihr ein Verhältnis an. Und dann, eines Tages, liegt Berra tot in seinem Auto auf dem Parkplatz des Ferienhauses und für Erik beginnt eine jahrzehntelange Frage nach dem Täter ...

Ich wollte das Buch schon immer lesen und da ich für diese Liste kaum Zeit habe, habe ich mir das Hörbuch ausgeliehen. Dietmar Bär, das vorneweg, liefert eine sehr gute Leistung ab, er klingt naiv-begeistert wie ein Vierzehnjähriger, er spricht verständlich und ich hätte ihm gerne länger zugehört. Um ehrlich zu sein, das hätte ich auch brauchen können, denn als die letzte CD zu Ende ging, griff ich automatisch nach der Hülle, um die nächste einzulegen - mir war nämlich absolut nicht klar, dass das so dermaßen offen in der Luft hängend endet. Die Geschichte selbst ist wahnsinnig gut, aber nicht unbedingt in dieser vorliegenden Hörfassung. Und ich finde das Ende auch nicht direkt logisch und nachvollziehbar, was meiner Meinung nach daran liegt, dass für das Hörbuch einiges gekürzt wurde und auf die Weise einige der wenigen Hinweise, die Nesser selbst gibt, auch noch unter den Tisch gefallen sind. Dementsprechend fand ich das Hörbuch sehr unbefriedigend und hätte ohne ausführliche amazon-Rezensionen nicht alles entschlüsseln können.

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