Dienstag, 16. April 2013

Hörbuch: Hüttengaudi (Michaela May)

Eine Schrothkur in Oberstaufen - Kommissarin Irmi Mangold weiß immer noch nicht genau, wie es ihre Nachbarin geschafft hat, sie dazu zu überreden. Aber das ist bald gegessen, denn Irmi stolpert über eine Leiche, die im ach so gesunden Ganzkörperwickel liegt. Es handelt sich ausgerechnet um ihren Ex-Mann, mit dem sie fünf Jahre lang verheiratet war, seit fast zwnazig Jahren aber keinen Kontakt mehr pflegt. Zur selben Zeit findet ihre Kollegin Kathi Reindl im heimatlichen Garmisch ebenfalls eine Leiche. Xaver Fischer heißt der Tote, Liftmann, Kleinbauer und durch seine Streitlust mit einer Vielzahl an Feinden versorgt. Als sich herausstellt, dass beide Tote durch Insulin ermordet wurden, stellt sich die Frage, was die beiden Männer verbinden könnte ...
Erstmal meine Meinung zum Krimi an sich, bevor ich auf das Hörbuch eingehe. Es ist nettes Alpenkolorit, das geboten wird. Ein bisschen Geschimpfe über Politker und "die da oben", viel Landschaftsbeschreibung, noch mehr Lokalauthentizität - rgendwie ist diese Mischung ja charmant, aber halt auch nicht so richtig spannend. Da hilft es auch nicht, dass die Krimiermittlung ziemlichv or sich hinplätschert und am Ende dann eine Richtung eingeschlagen wird, die ein wenig ... wie sage ich es nur ... arg aufgesetzt wirkt, um eine Botschaft unterzubringen. Der Krimi an sich ist also okay, wie steht es mit der Umsetzung als Hörbuch? Michaela May liest angenehm und nett, der latent bayerische Dialekt stört nicht großartig und man hat angenehme Stimmodulation, die sich zwar im Hintergrund hält, aber die Geschichte nicht irgendwann in ein dahinrauschendes Plätschern verwandelt. Ich höre ja beim Autofahren, konzentriere mich also eher auf andere Dinge und konnte dennoch gut folgen. Von daher: ein nettes Hörbuch, wenn man es mal findet, aber man muss es jetzt nicht um jeden Preis besitzen.

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