Samstag, 7. September 2013

Eoin Colfer - Artemis Fowl. Das Zeitparadox

Artemis Fowl steht im sechsten Band von Eoin Colfers Reihe vor einem ganz gewaltigen Problem. Seine Mutter ist an einer tödlichen Umweltseuche erkrankt. Um das einzige Heilmittel zu produzieren, ist eine ganz bestimmte Lemurenart vonnöten, die jedoch vor einigen Jahren erfolgreich ausgelöscht wurde - von niemand anderem als Artemis selbst. Mit Hilfe seiner Freunde aus dem Erdreich reisen Artemis, Butler und natürlich Holly Short zurück in die Vergangenheit, um den zehnjährigen Artemis Fowl zu stoppen. Was sie nicht ahnen: ausgerechnet Erdlands größte Verbrecherin Opal Koboi, ist ebenfalls auf der Suche nach den Lemuren. Und damit beginnt eine völlig paradoxe Reise durch die Zeit, die das Leben aller Beteiligten verändert haben werden soll ...

Ich liebe die Artemis-Fowl-Bücher wegen ihres doch sehr absurden Humors und vor allem dieser völlig skurrilen Technik-Elfenwelt, die Colfer kreiert hat. Das gepaart mit Artemis, dem einerseits größten Meisterdieb der Welt und andererseits dem vermutlich von der Familie am meisten abgelenkteste Teenager überhaupt, ist einfach eine Kombination, die mir beim Lesen Spaß macht. In diesem Ban prallt jetzt meine Begeisterung auf so ziemlich das, was ich an Romane fast gar nicht abkann: Zeitreisen. Ich bin geistig einfach nicht in der Lage, Zeitreisen zu erfassen und hasse die goldene "verändere nichts"-Regel, denn schließlich veränderst du ja bereits durch dein bloßes Zurückreisen eigentlich das, was passieren würde, würdest du es nicht tun ... Ach, ich weiß auch nicht, ich mag Zeitreisen einfach nicht so. Hier im Buch ist es ganz nett gelöst, weil die anderen Bücher effektiv nur auf diesen gewartet haben, um überhaupt existieren zu können, auch wenn man sich das bisher nicht hat vorstellen können. Die Geschichte fügt sich nahtlos in die Vorgänger (die ja eigentlich sozusagen Nachfolger sind) ein. Mir kommen aber diesmal irgendwie die typischen Artemis-Momente ein bisschen zu kurz, ich hatte beim Lesen weniger oft mein Grinsen auf dem Gesicht, das ich bei den Vorgängern getragen habe. Von daher: klar, man sollte das Buch lesen, wenn man die Reihe logisch fortsetzen will, als Einstieg ist es aber nicht geeignet, weil einem dafür ein bisschen zu viele Zusammenhänge fehlen

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