Montag, 2. September 2013

Elisabeth Herrmann - Zeugin der Toten

Judith Keppler ist Tatortreinigerin. Ihre Aufgabe besteht darin, die Schauplätze von Verbrechen wieder zu säubern und die Spuren der Toten zu beseitigen. Eines Tages stößt sie bei einem Arbeitseinsatz auf einen seltsamen Fund. Es ist ihre eigene Akte aus dem Kinderheim, in dem sie gelebt hat, und die angeblich nicht mehr auffindbar ist. Wie kommt der unbekannte Tote an das Schriftstück? Judith beginnt mit Nachforschungen und stolpert schon bald in eine Geheimdienstaffaire, die ihren Ausgangspunkt 1985 auf Rügen genommen hat ...

Ich bin mit diesem Buch einfach nicht warm geworden. Das lag einerseits daran, dass mir Judith als Figur relativ egal bis unsympathisch war und ich keine Beziehung zu ihr aufbauen konnte. Viel schlimmer war jedoch, dass mich der Klappentext des Buchs völlig im Unklaren darüber gelassen hat, dass ich hier einen Spionageroman lese. Ich war eingestellt auf einen Krimi mit Ausflügen in die DDR-Geschichte, letztlich war es aber ein ziemlich verwirrender Agentenroman, in dem ich mich dann wirklich verloren gefühlt habe. Die Auflösung erschien mir unlogisch und wenig nachvollziehbar, was auch einfach nur daran liegen kann, dass ich wirklich vor lauter Springen in den Zeitebenen und verschiedenen Agenten durcheinander gekommen bin. Für mich als Buchfan alles Dinge, die nicht unbedingt dazu führen, dass ich ein Buch gerne lese oder nochmal lesen will, denn hier verpufft die Spannung einfach zwischen kompliziertem Aufbau. Ich mache mir auch grade Sorgen, ob andere Bücher von ihr auch so sind, denn zwei weitere habe ich hier noch stehen ...

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