Freitag, 15. März 2013

Will Lavender - Der Menschenspieler

1994 wird eine neunköpfige Studentengruppe am Jasper College ausgewählt für ein besonderes literaturwissenschaftliches Seminar. Der Literaturprofessor Richard Aldiss diskutiert mit den Studenten über eines der größten Geheimnisse der Literaturwissenschaft: die Identität des Autors Paul Fallows. Die Diskussion erfolgt per Videoübertragung, denn Aldiss sitzt wegen Mordes an zwei Studentinnen seit zwölf Jahren im Gefängnis. Alex, eine der Studentinnenm glaubt an Aldiss Unschlud und es gelingt ihr auch, sie zu beweisen. Aldiss wird erneut am Jasper College angestellt, die Zeit vergeht. 2009 kehren die Studenten zurück ans College, zur Beerdigung eines ihrer Kollege. Auch er wurde ermordet - und der Verdächtige ist niemand anders als Richard Aldiss ...
Ich habe an dem Buch mehrere Tage gelesen, weil ich es immer wieder zur Seite legen musste. Ich schwankte beim Lesen immer wieder zwischen "Hammer!" und "Häh?" Die Struktur des Buchs ist gelegentlich sehr nervig, weil sowohl die Ereignisse von 1994 als auch die von 2009 parallel erzählt werden und man eigentlich gerne mal eine Lösung hätte. Diese Lösung ist es auch, die mich so irrsinnig zwiespältig zrücklässt. Nicht nur, dass ich bei er 1994-Lösung immer noch frage, was genau mir damit mitgeteilt werden sollte, hat das Buch selbst ein offenes Ende nach der Lösung, das ich, egal wie oft ich darüber nachdenke, einfach nicht verstehe. Ich habe Literaturwissenschaften studiert, aber wissenschaftliche Inerpretation ist mir in manchen Fällen ein Buch mit sieben Siegeln - und das ist aber genau das, was man bei "Der Mesnchenspieler" tun müsste. Dann kann man sicher viel aus dem Buch und seiner Geschichte gewinnen, so ist es aber für mich absolut unbefriedigend geblieben und war zwar spannend, aber wie hinter einer Milchglasscheibe.

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