Samstag, 16. März 2013

Jorgen Brekke - Das Buch des Todes

Im Edgar-Allen-Poe-Museum in Richmond wird die Leiche des Konservators Efraim Bond gefunden: enthauptet und gehäutet. Zur selben Zeit stolpert der Sicherheitsbeauftragte der Universitätsbibliothek Trondheim im Sicherheitsbereich für seltene Bücher über die Leiche einer Konservatorin, die gekündigt hatte. Auch sie enthauptet und gehäutet. Auf beiden Seiten des Atlantiks beginnen Ermittlungen, die schon bald die Suche nach einem Buch einschließen, das angeblich auf der Haut von Menschen geschrieben wurde ...


Ich hatte mir das Buch vor zwei Wochen gekauft, weil ich auf der Suche nach spannendem Thriller-Stoff war und der Klappentext verdammt gut klang. Jetzt habe ich zwei Wochen lang an dem Buch gelesen und bin auf der letzten Seite ein wenig ... enttäuscht ist das falsche Wort. Desillusioniert, das trifft es vielleicht ganz gut. Es ist ja nicht so, dass das Buch nicht spannend ist und die Lösung nicht logisch wäre (ich halte sie sogar für ziemlich konsequent durchgezogen, dem Mörder kein Motiv zu geben, sondern nur Spekulationen zu hinterlassen). Es liegt nicht daran, dass die Figuren unsympathisch wären oder der Stil des Buchs langweilig. Es ist nur einfach bei dieser Mischung aus an und für sich guten Zutaten einfach kein Buch rausgekommen, das mich umgehauen hat, sondern eins, bei dem ich gelegentlich den Faden verloren habe, weil so viele verschiedene Sachen drin vorkommen, und bei dem ich mitunter extrem Passagen nur quergelesen habe, weil ich mir nicht erwartet hatte, da jetzt noch wichtige Informationen zu erhalten. Mir fehlte an dem Buch irgendeine Geheimzutat, die andere Autoren spielend zufügen können. Das Buch ist, glaube ich, eine ideale Verfilmungsmöglichkeit, weil es schöne und schockierende Bilder bietet, aber als Roman hat es mich einfach nicht gefangen.

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