Sonntag, 10. Februar 2013

Volker Klüpfel/Michael Kobr - Rauhnacht


Es hätte nicht schlimmer kommen können. Dieser festen Überzeugung ist Kluftinger, als er sich mit seiner Erika auf den Weg zum Kurzurlaub macht. Nicht nur, dass ihn der in ein Vier-Sterne-Hotel zum Krimi-Wochenende führt, nein, auch noch Langhammers sind mit von der Partie. Aber als dann auch noch einer der Teilnehmer tot im von innen verschlossenen Hotelzimmer liegt und das Hotel durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten wird, läuft der Allgäuer Kommissar zur Höchstform auf. Poirrot kann einpacken ...
Nach dem kleinen Reinfall mit "Laienspiel" fand ich den fünften Kluftinger-Fall hervorragend. Wie viele andere klassische Krimiautoren geht es um das Rätsel des verschlossenen Zimmers, einen Mord mit zu vielen Verdächtigen und natürlich gibt es die große Auflösung durch den Ermittler am Ende des Romans. Das ganze ohne viel Schnickschnack aber mit wirklich lustigen Szenen zwischen Kluftinger und Langhammer, die sich gegenseitig die Butter vom Ermittler-Brot klauen wollen. Um ehrlich zu sein, für mich ist das der Beste der ganzen Reihe, denn hier ist es wirklich gelungen, einen ganz klassischen Whodunit zu schreiben, der gleichzeitig die Besonderheiten des Allgäus und die Kauzigkeiten seiner Figuren einbezieht, ohne sie großartig der Lächerlichkeit preiszugeben. Gut, abgesehen von einer einzigen Szene, die mir dann doch zu überdreht war, aber ansonsten: schön geschrieben und schnell lesbar, witzige Situationen, die aber nicht den eignetlichen Fall in den Hintergrund drängen.

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