Freitag, 8. Februar 2013

Minette Walters - Fuchsjagd

In dem beschaulichen Drof Shenstead ist die Hölle losgebrochen, seitdem Colonel Lockyer-Fox seine geliebte Frau Ailsa eines Morgens erfroren auf der Terrasse des Herrenhauses vorfand. Auch wenn ihn das Gericht freigesprochen hat, ist ein guter Teil des Dorfes der Meinung: er hat sie ermordet. Lockyer-Fox verschanzt sich in seinem Haus und wird von anonymen Anrufen belästigt, sein Anwalt bemüht sich, den Mann aus seiner Depression zu reißen und Kontakt zu seiner veradoptierten Enkelin herzustellen, und dann taucht auch noch zu allem Überfluss eine Gruppe von fahrendem Volk unter Führung des geheimnisvollen Fox auf und erhebt Anspruch auf ein herrenloses Grundstück in der Nähe des Herrenhauses ...
Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, das Buch schon zu kennen, gleichzeitig hätte ich nicht sagen können, was passiert. Ein Blick in die Leseliste hat mich bestätigt: ich habe es vor vier Jahren schon einmal gelesen - aber ehrlich, es war, als wäre es ein neues Buch. Was vielleicht am besten beschreibt, wie unspektakulär und langatmig der Roman ist - ihr kennt mich inzwischen, ich habe ein Elefantengedächtnis für Bücher. Was hat mir an diesem Buch nicht gefallen? Wo soll ich anfangen? Das erste ist, dass ich entschieden zu viel Stoff in diesem Krimi vorfinde, ich kann mich absolut nicht konzentrieren auf fünf verschiedene Handlungsstränge und zahllose weitere Ansätze zu Ideen - mir hat noch nie so sehr der Überblick gefehlt in einem Krimi wie hier. Ich glaube, das ging auch Minette Walters so, jedenfalls finde ich einen Großteil dieser Dinge erfrischend unkreativ abgehandelt, da ist nichts Neues, nicht Innovatives, nicht Unterhaltendes. Am enttäuschendsten war für mich das Ende. Irgendwie wird so gar nichts aufgelöst, alles bleibt im Dunkeln und dann wird ein Täter präsentiert, bei dem ich mich frage, wo er denn plötzlich herkommt und was nocmal genau sein Motiv gewesen sein soll? Ganz abgesehen davon, dass es mir im Buch entschieden zu viel von mysteriösen Füchsen wimmelt, das hat sowas von genervt!
Nein, diesmal keine Empfehlung, sondern ein ganz klares: Finger weg, Minette Walters kann es viel besser.

1 Kommentar:

  1. Durch das Buch habe ich mich auch durchgequält. Mich hat es überhaupt nicht gepackt. Minette Walters kann es normalerweise wirklich viel besser.

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