Freitag, 8. Februar 2013

Volker Klüpfel/Michael Kobr - Laienspiel

Das Allgäu steht im vierten Fall um Kommissar Kluftigner wirklich Kopf. Terrorverdacht! Ist das Kommissariat tatsächlich einem terroristischen Anschlag auf die Spur gekommen? Das BKA glaubt fest daran und richtet eine Task Force ein unter der Leitung ausgerechnet eines türkischstämmigne Kommissars, der Kluftinger in sein Team holt. Wenn man nur wüsste, wo der Anschlag stattfinden soll. Und nicht nur, dass Klufi beruflich am Limit unterwegs ist, er hat auch noch eine Rolle in der Freilichtinszenierung von "Wilhelm Tell" - und dadurch viele Probeabende mit dem verhassten Doktor Langhammer an der Backe...
Ich mag die Kluftigner-Krimis eignetlich ganz gerne. Klufti ist ein betulicher mittelalter Mann, der älter wirkt als er ist und eigentlich gerne ein Leben in Ruhe und Frieden führen würde. Ein Allgäuer Grantler und Mannsbild, weit entfernt von Tatort-Kommissaren. Dadurch gewinnen die Krimis nicht nur mächtig an Lokalkolorit, sondern einfach an witzigen Aspekten und Ideen. Im vierten Fall ist das allerdings für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr auf die Spitze getrieben, über weite Strecken wirkt das Buch genau wie der Titel es verspricht: ein Laienspiel, bei dem niemand weiß, was er eigentlich zu tun hat oder worum es geht. Die gesamte Polizeiarbeit wirkt dilettantisch und ging mir beim Lesen leider ziemlich auf den Keks, weil die Polizisten dann doch gar zu hinterwäldlerisch dargestellt wurden, insbesondere Kollegen aus Österreich. Nein, diesmal hat mich das Buch wirklich nicht fangen können - treue Fans müssen es gelesen haben, aber man kann sich Zeit damit lassen.

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