Freitag, 15. Februar 2013

Eric Corbeyran/Thierry Murat - Lauras Lied

Als Laura den Anruf erhält, weiß sie zunächst nicht, wie sie reagieren soll. Ihr Vater liegt nach einem Unfall im Koma. Die Familie versammelt sich im Krankenhaus und dort erfährt Laura von einer Krankenschwester, dass es möglich ist, dass ihr Vater zumindest Stimmen wahrnehmen kann im Koma. Fortan kommt sie also zweimal die Woche und erzählt ihrem Vater von damals. Von damals, als sie begann, Angst vor ihm zu haben, weil er nachts in ihr Zimmer kam, um sie zu missbrauchen ...
Es ist ziemlich starker Tobak, den sich die beiden Autoren da ausgesucht haben. Das Buch macht es nicht einfach, die Bilder sind mit harten Strichen gezeichnet, die Figuren haben kein Gesicht, vieles wird nur angedeutet. Der Text steht in vielen Panels im Vordergrund, die oftmals immer wieder denselben Inhalt zeigen. Die Geschichte ist genau auf den Punkt zugespitzt, Lauras gespaltene Gefühle gegenüber ihrem Vater (und auch ihrer restlichen Familie) werden sehr deutlich. Die gesamte Geschichte nimmt grade durch die graphische Umsetzung sehr mit. Wer also in den Bereich "graphic novel" schnuppern möchte und nach einer sehr dichten Geschichte sucht, ist hier nicht an der falschen Adresse.

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