Sonntag, 8. Juli 2012

Margaret Foster - Isa & May


Isamay ist eine junge Mitzwanzigerin, die in ihrem Leben vor allem Sicherheit und Geborgenheit erfahren hat. Dies lag nicht letzt an den beiden Frauen, denen sie ihren Namen verdankt, nämlich Isa und May, ihren beiden Großmüttern. Großmütter, so glaub Isamay, haben eine besondere Rolle im Leben der Enkel, und diese These will sie in ihrer Masterarbeit belegen. Und so recherchiert sie über berühmte Großmütter der geschichte, während ihre eigenen Großmütter und ihr gesamtes Leben sich im Laufe der Zeit immer mehr verändern.

Ganz ehrlich, das Buch klang einfach nett im Klappentext. Aber beim Lesen habe ich mich immer mehr gefragt, was mir Margaret Foster eigentlich sagen will. Isa ist eine ziemlich unsympathsiche Person, May eine sehr nervige - okay, so können Großmütter nunmal sein. Aber dann ist da auch noch Isamay, die ich für die wohl langweiligste und, entschudligt, wenn ich es so knallhart sage, dümmste Romanfigur meienr LEsekarriere halte. Sie ist einfach nur grundnaiv und ich frage mich, wie sie ihren Bachelor erreicht hat, denn wissenschaftlich arbeiten scheint sie nicht zu können, eine These aufstellen liegt ihr ebenfalls nicht und mir darlegen, warum Großmütter jettz so wichtig sind, schafft sie ebenfalls nicht. Das Ganze wirkt so aufgesetzt und belanglos, die Gespräche mit ihrer Tutorin sinnbefreit (die Tutorin stellt Fragen, aber wie sie darauf kommt und was daran weiterführend sein soll, frage ich mich als Leser immer und immer wieder) - ich habe mich manchmal ziemlich über das Buch geärgert. Auch die Geschichte drumherum wirkte auf mich an vielen Stellen völlig überkonstruiert, um eine These zu stützen, die mich einfach nicht überzeugt. In einem Schüleraufsatz hätte ich irgendwann an den Rand geschrieben "Schöner Versuch, aber deine Argumente überzeugen nicht".

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