Sonntag, 8. Juli 2012

Christa-Maria Zimmermann - Die letzte Fahrt der Hindenburg

Historische Romane für Kinder haben immer ein ganz großes Problem: entweder, sie vertiefen sich so sehr in die Geschichte, dass sie sehr schnell langweilig für den Leser werden, oder der historische Hintergrund wird lediglich als schmückende Beiwerk verwendet und die Geschichte könnte auch problemlos heute spielen. Bei "Die letzte Fahrt der Hindenburg" finde ich einen ziemlich gute Balance aus beidem: eine spannedne Geschicht eund genug historischer Hintergrund, um fundiert zu sein und dennoch exakt in die geschichtlichen Ereignisse zu passen.

Christa-Maria Zimmermann montiert ziemlich geschickt viele verschiedene Geschichten in einer zusammen, die ihren Ausgangspunkt in Berlin nehmen. Da sind die beiden Söhne eines Bankiers, die entführt werden; da ist Thea, die aus dem nationalsozailistischen Deutschland fliehen will, bevor ihre Herkunft als Halbjüdin in der Schule aufgedeckt wird; da sind Alt und Jung, die sich irgendwie mit ihrem Leben in Deutschland arrangiert haben oder eben auch nicht, und alle sind sie eingepfercht in einem Zeppelin, der langsam auf die USA zusteuert. Und da ist diese Drohung eines Unbekannten, die von der Mannschaft zurückgehlaten wird, denn Bombenanschläge auf Zeppeline werden alle paar Wochen wieder mal angedroht. Deshalb geht an Bord einfach alles so weiter wie bisher - bis zur Landung in Lakehurst. Ich fand die Geschichte sehr, sehr temporeich und mit viel Action erzählt, als Kind wäre ich einfach nur atemlos von einer auf die anderen Seite gelangt und hätte das Buch verschlungen. Das habe ich jetzt übringes auch getan, denn ich finde, es ist ein ziemlich gut gemachtes Buch für Zehnjährige.



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