Sonntag, 27. Oktober 2013

[Lieblingsbücher-Challenge] Hans Pfeiffer - Der Zwang zur Serie

Dass ich True-Crime-Bücher liebe, dürfte dem ein oder anderen meiner Leser inzwischen klar geworden sein. Beginnen hat es alles mit diesem Buch, das seitdem mit mir vier Umzüge gemeistert und mein Regal bereichert hat. Ich habe es mit ungefähr 15 zum ersten Mal gelesen und es gehörte damals zu meinen absoluten Lieblingen und wurde mehrfach nachgelesen. Im Zuge der "Lieblingsbücher-Challenge" habe ich gedacht, es wäre gar nicht schlecht, damit anzufangen - auch als Abschluss der Krimi-Cover-Challenge, es geht also alles nahtlos über ;-)

"Der Zwang zur Serie" stellt eine Mischung sehr bekannter Fälle von Serienmördern zusammen, von denen man irgendwann schon mal gehört hat. Burke und Hare, Tschikatilo, Marybeth Tinning, Jürgen Bartsch - das sind nur ein paar Namen, die einem hier über den Weg laufen. In kurzen Kapiteln stellt Pfeiffer die Mörder und ihre Taten vor und schreibt dabei extrem spannend und anschaulich. Das ist es wohl, was mir damals so daran gefallen hat, es ist ein sehr romanartiger Stil, der den Einstieg in diese Literaturart erleichtert. jetzt, fast 15 Jahre nach dem ersten Lesen, muss ich aber sagen, dass ich dieses Buch nicht mehr zu den absoluten Lieblingen zählen würde. Dazu ist mir zu wenig theoretischer Hintergrund dabei, legt mir der Autor zu viel Wert auf die detaillierte Schilderung eines Mordes und zu wenig Wert auf die psychologischen Hintergründe. Sehr oft weicht Pfeiffer in saloppe Schlussfolgerungen aus, statt ein wenig mehr Forschung zu betreiben. Dennoch, das Buch lässt mich nicht los und wird weiterhin im Regal stehen. Und sei es einfach nur, weil ich es schön fand, wieder einzutauchen in dieses frühere Leser-Ich, das damals beim zweiten oder dritten Lesen pseudo-kluge Kommentare an den Rand gekritzelt hat und sich dabei so unendlich psychologisch vorkam :-) Die habe ich nämlich auch beim Lesen wieder entdeckt, so wie auch die selbst beigefügten Bilder (das Buch enthält keine), die ich im Internet mühsam zusammengesucht habe. Ich hatte wirklich vergessen, wie faszinierend ich dieses Buch damals beim ersten Mal fand und finde allein deshalb bereits, dass sich diese Challenge gelohnt hat ;-)

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