Montag, 10. Juni 2013

Rick Riordan - Percy Jackson. Diebe im Olymp

So ein richtig durchschnittliches Leben eines Zwölfjährigen führen - für Percy Jackson ist das ein unerfüllter Traum. Stattdessen hat er inzwischen zum sechsten Mal die Schule gewechselt, weil es immer wieder Stress gibt. Als sich bei einem Schulausflug auch noch seine Mathelehrerin in eine Furie mit Fledermausflügeln verwandelt, die ihn zerfleischen will, ist endgültig klar: irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Auf der Flucht gelangt er in ein sehr spezielles Feriencamp. In Camp Halbblut leben Kinder, deren Eltern im wahrsten Sinne des Wortes Götter sind - und genau das ist Percys Geheimnis. Sein Vater ist ausgerechnet der Meeresgott Poseidon, der seinen Sprößling bisher gekonnt ignoriert hat. Zu allem Überfluss gibt es im Olymp gerade richtig Stress, weil ein Dieb einen geheimnisvollen Gegenstand entwendet hat - und plötzlich befindet sich Percy gemeinsam mit dem Satyr Clover und der Athene-Tochter Annabeth mitten in einer durchgedrehten und gefährlichen Suche ...

Eins muss man Rick Riordan lassen: mit griechischer Mythologie kennt er sich aus und es gelingt ihm hervorragend, die antiken Mythen in die Moderne zu transportieren. Er hat lustige Ideen, die selbst dann wirken, wenn man die Originalsage nicht oder nur teilweise kennt, und legt einen sehr flotten Schreibstil an den Tag, der unterhält. Meine Sechstklässler haben von mir Auszüge serviert bekommen und waren wirklich begeistert (zum Teil kennen sie schon die Verfilmung). Das Buch ist eine rasante Action-Fahrt durch alte Sagen, die Gustav Schwabs Übersetzungen wieder ins Bewusstsein rücken. Ich habe selbst selten ein Jugendbuch gelesen, das einfach so großen Spaß beim Lesen macht und trotz einer im wahrsten Sinne des Wortes phantastischen Story so realistisch und glaubwürdig wirkt. Auf jeden Fall empfehlenswert!

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