Samstag, 22. Juni 2013

Pete Dexter - Paperboy

Moat County, Florida, im Jahr 1965. Jack Jones ist vom College geflogen, wo er als Schwimmer Erfolge feiern konnte. Der Zwanzigjährige steht im Schatten seines älteren Bruders Ward, der die Familientradition fortgesetzt hat und Journalist wurde. Ward bildet zusammen mit Yardley Acheman bildet er ein Traumteam, denen bei der richtigen Story der Pullitzer sicher sein wird. Diese Story kommt in Gestalt von Charlotte Wells, einer Mitvierzigerin mit Hang zu Todeszellenkandidaten. Ihr Verlobter, Hillary van Wetter sitzt seit vier Jahren in der Todeszelle, weil er den Sherriff ermordet haben soll, woran Charlotte ernsthafte Zweifel hat. Mit Jack als Laufburschen beginnen Yardley und Ward nachzuforschen und stoßen auf immer mehr Ungereimtheiten, die sie in einen Strudel aus Mord, Lügen und der Suche nach sich selbst reißt …

Auch wenn der Klappentext danach klingt, „Paperboy“ ist weniger Thriller als Gesellschaftsportrait und liest sich zwar angenehm, aber manchmal geht die Spannung etwas flöten. Sehr viele Entwicklungen sind von Anfang an vorhersehbar und im Mittelpunkt steht die Entwicklungen der Figuren. Wobei ich finde, dass genau darin ein bisschen die Probleme liegen, denn … ach ich weiß nicht. Auf mich wirken diese Figuren ungeheuer hölzern und bemüht gezeichnet, um ihnen auch nur ja ein psychologisches Profil zu geben. Viele Handlungen wirken auf mich aufgesetzt, ich verstehe nicht, warum die Personen irgendetwas tun oder unterlassen, grade Ward geht mir im Laufe des Romans immer mehr auf den Keks. Vielleicht war es zu warm, um das Buch jetzt zu lesen, ich weiß es nicht – aber ich fand es wirklich sehr langatmig, und das bei nur 318 Seiten.

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