Montag, 26. März 2012

Tess Gerritsen - "Die Chirurgin" und "Der Meister"

Ich habe dank einer lieben Freundin die erste Folge von "Rizzoli und Isles" auf VOX angeschaut und fand die Serie ziemlich lustig und gut. Dieselbe Freundin hat mir von Anfang an gesagt, dass es mit den Büchern nicht viel gemeinsam hat, aber trotzdem gut unterhält, und mir dann spontan die ersten beiden Bücher in die Hand gedrückt, damit ich auch das Vorbild lesen kann. Während meiner Fortbildung im tiefsten Oberpfälzer Funkloch habe ich es geschafft, beide Bände zu lesen ;-)

"Die Chirurgin", das ist Catherine Cordell. Vor zwei Jahren wurde sie brutal vergewaltigt und konnte den Täter, der seine bisherigen Opfer alle ermordet hatte, erschießen. Doch plötzlich wendet sich die Polizei von Boston an sie, denn ein neuer Mörder treibt sein Unwesen. Und alles scheint darauf hinzudeuten, dass sein nächstes Opfer Catherine sein soll. Jane Rizzoli, die einzige Frau der Bostoner Mordkommission, setzt alles daran, den Fall zu lösen ... "Der Meister" ist die Fortsetzung, denn der inzwischen gefundene Serienmörder aus Boston scheint einen Verehrer gefunden zu haben. Wieder werden Leichen gefunden, diesmal Ehepaare: der Mann wurde gezwungen, die Vergewaltigung seiner Frau anzusehen, bevor ihm die Kehle durchtrennt wird, und die Leiche der Ehefrau taucht erst Tage später auf. Jane Rizzoli und die neue Pathologin Maura Isles versuchen, ihn zu stoppen ...


Tess Gerritsen war früher selbst Ärztin und diese naturwissenschaftliche Grundausbildung merkt man ihr auch an. Dabei ist der Fall trotz allem spannend, interessant und fesselt ziemlich. Wobei ein wenig weniger detaillierte Beschreibungen der Tatorte deme in oder anderen Leser sicher besser gefallen würden, aber hey, ich mag das einfach im Moment.

Was mir gut gefallen hat, war die Figurnzeichnung. Jane ist eine sehr interessante Persönlichkeit, die im Privatleben mit einer italienischestämmigen Überfamilie gesegnet ist, die für die Berufswahl der Tochter nur ein müdes Lächeln übrig haben, während sie sich im Beruf gegen die Machoallüren ihrer Kollegen durchsetzen muss. Ihr Partner Thomas Moore knabbert am Krebstod seiner Frau und wird immer mehr zu einem weiteren Nervfaktor ihres Lebens. Beide werden durchaus differenziert dargestellt, was auch für die anderen Figuren gilt, mit Ausnahme vielleicht von Maura Isles. Zu ihr finde ich einfach keinen Zugang im Buch, ich erfahre nichts über sie, außer, dass sie total toll ist, was verdammt langweilig beim Lesen wird. Da hat die Figur in der Serie deutlich mehr Pfeffer und vor allem lsutige Szenen, selbst wenn das nicht mit dem Buch übereinstimmt ;-)

Alles in allem: natürlich lohnen sich die Bücher. Und wenn man sie beim Fernsehen ignoriert, dann hat man auch an der Serie jede Menge Spaß ;-)

Kommentare:

  1. "Die Chirurgin" ist eines meiner Lieblingsbücher - vor kurzem hab ich mal eine Folge "Rizzoli & Isles" gesehen - Verbindung herstellen, obwohl mir der Name bekannt vorkommt? Niemals. (Ging mir auch mit "Bones" und den "Temperance Brennan"-Bücher von Kathy Reichs so) ... aber gut zu wissen, und ich muss mir wohl mal "Der Meister" holen (:

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  2. Tess Gerritsen ist meine absolute Lieblingsschriftstellerin, ich habe alle ihre Bücher verschlungen!
    Aber aus dem Grund kann ich mir auch die Serie nicht ansehen, weil sie für mich rein gar nichts mit den Büchern zu tun hat. Die Charaktere sind komplett anders dargestellt, noch nicht mal von der äußeren Beschreibung sehen sie sich ähnlich :-(

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