Montag, 29. August 2011

Herr von Bülow, sagen Sie jetzt nichts

Es ist ein paar Tage her und seitdem bin ich irgendwie ... nein, ich glaube tatsächlich, es ist an der Zeit, das reizend altmodische Adjektiv "betrübt" zu verwenden, um meinen Gemütszustand zu beschreiben.

Loriot ist tot.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Nachrufen auf ihn, gelungene und weniger gelungene, und nun reihe auch ich mich ein. In tiefer Dankbarkeit nehme ich Abschied von dem Mann, der mich seit meiner Kindheit begleitet hat. Dessen Filme und Sketche ich auswendig zitieren kann, dessen Humor und preußische Korrektheit keine Gegensätze waren, sondern einander bedingten. Und der es geschafft hat, einen tatsächlich typischen deutschen Humor zu erschaffen, der im Ausland oftmals irritiert betrachtet wird. Deshalb spare ich mir alle Worte und sage einfach nur: Herr von Bülow, wo auch immer Sie nun sind, ich bin sicher, Sie haben das spannmuffengefederte Biedermeiersofa inzwischen gefunden.

Kommentare:

  1. Ah herrlich! Das kenne ich auch noch aus meiner Kindheit!
    Aber schau mal: er hat doch ein stolzes Alter erreicht :)

    Alles Liebe Berry

    AntwortenLöschen
  2. Schöner Text - Er hat sein Leben gelebt, jetzt soll auch er in Frieden ruhen!

    LG

    AntwortenLöschen
  3. Wirklich wunderschön geschrieben. Mir sind auch die Tränen gekommen als ich die Nachricht hörte, er war ein ganz toller Mensch!

    AntwortenLöschen
  4. Das schiefe Bild kannte ich noch gar nicht. Loriot war so ein feinsinniger Humorist, seine einzigartigen Alltagsgeschichten werden weiter leben. Auch bei denen, die nicht mit ihm aufgewachsen sind. Er gehört mMn zu den deutschen Klassikern mittlerweile, seine Ente in der Badewanne und Herr Müller-Lüdenscheid, jodelnde Hausfrauen und die Nudel... alles unvergessen.
    lG, Eva

    AntwortenLöschen
  5. Schöner Text! Loriot war so toll! :)

    AntwortenLöschen