Donnerstag, 25. August 2011

Linda Castillo - Die Zahlen der Toten

Eine neue Serie ist jetzt mit Band zwei erhältlichm Zeit, mich dem ersten Band zuzuwenden ;-)

"Die Zahlen der Toten" ist der erste Krimi einer Reihe, die im verschlafenen Ohio-Nest Painter's Mill spielt. Kate Burkholder ist die amtierende Polizeichefin, eine Frau Anfang 30, die sich in ihrem Job recht gut macht. Das liegt auch daran, dass sie selbst in Painter's Mill aufwuchs und eine Brücke schlägt zur dort lebenden Gemeinde von Amischen. Denn Kate selbst ist in einer amischen Familie geboren und aufgewachsen, hat sich aber dazu entschieden, sich nicht taufen zu lassen und in die Gemeinde einzutreten. Warum, das erfährt der Leser im ersten Band der Serie, denn dort wird Kate mit einem Serienmörder konfrontiert, der keine Grenze zwischen Amisch und Englisch kennt und vor fünfzehn Jahren bereits zugeschlagen hat.

Das ganze klingt sehr, sehr spannend und tatsächlich ist "Die Zahlen der Toten" ein sehr solider, handfester Thriller mit interessanten Wendungen. Allerdings, und das finde ich mehr als nur schade, ist die Geschichte zum Teil extrem vorhersehbar, denn die Figuren agieren immer wieder wie Holzschnitte. Und so war dann auch der Täter nach der Hälfte der Zeit einfach klar, abgesehen davon, dass da ein Täterprofil auftaucht, dass so abartig große blinkende Alarmpfeile auf den einzigen Verdächtigen gerichtet werden, dass ich kurzzeitig gebetet habe, mich zu irren. Leider nicht, und das hat dem Buch für mich dann doch einiges genommen, um es zu einem "seh guten" Buch zu machen, was schade ist.

Da mich aber die geschichte um Kate und der kleine amische Einblick sehr fasziniert haben, liegt der zweite Band schon hier: "Blutige Stille" wird demnächst direkt gelesen.

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