Donnerstag, 13. Juni 2013

Oliver Pötzsch - Die Ludwig-Verschwörung

Steven Lukas betreibt ein kleines Antiquariat in München. Der Laden läuft schlecht und er steckt in einer akuten Sinnkrise. Da steht plötzlich ein seltsamer Mann im Laden und verschwindet schneller als er gekommen ist. Am nächsten Tag ist der Mann tot und Steven findet unter seinen Bücherstapeln ein noch nie gesehenes Buch: ein Tagebuch des Assistenten von Max Schleiß von Loewenfeld. Und dieser war niemand anders als der Leibarzt Ludwig II. - gibt es im Tagebuch Hinweise auf die ungelösten Fragen rund um den Tod des bayerischen Märchenkönigs? Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld begibt sich Steven auf die Suche - und wird schon bald verfolgt von finsteren Gestalten, die alle ihre eigenen Gründe haben, das Tagebuch unter Verschluss halten zu wollen ...
Donnerwetter, da legt er aber ganz schön los, der Herr Pötzsch. Der Roman beginnt, ganz wie ein Thriller es sollte, mit einem fiesen Mord, der vom "König" begangen wird, einem fanatischen Ludwig-Verehrer. Diesem kommt Steven Lukas bei seinen Ermittlungen zu nahe und eine Suche quer durch Ludwigs Schlösser beginnt. Die ist temporeich und actionlastig, da wird geballert und wertvolle Kunstschätze gehen zu Bruch, ganz nebenbei erfährt man Interessantes über Ludwig II. und seine Schlösser. Insgesamt hatte ich das Gefühl ein sehr amerikanisches Buch zu lesen, das trifft es wohl am Besten. Die Figurenzeichnung ist nicht grade subtil und bei den angeblich so schwierigen Verschlüsselungen, die nur ein wirklicher Freund Ludwigs hätte entschlüsseln können sollen, kommt Steven dann doch ziemlich rasch voran. Die Auflösung - sowohl der Gegenwart als auch der Vergangenheit - ist auch nicht grade überraschend, mehr als nur ein Hauch der Andeutung liegt sehr schnell in der Luft. Und trotzdem musste ich einfach weiterlesen, weil es einfach sehr gut unterhält und nett erzählt ist. Wer also was für die nächste angekündigte Hitzewelle sucht, kann hier zugreifen ;-)

1 Kommentar:

  1. Hi, ich hab dich getaggt und einen Award verliehen. http://lesezeitrezensionen.blogspot.de/2013/06/ein-tag-award.html

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