Samstag, 20. Oktober 2012

Hans Bankl - Kolumbus brachte nicht nur die Tomate

Ich bin, das muss ich zugeben, ein Fan von relativ unnötigem Wissen, das sich in Unterhaltungen gelegentlich einfließen lässt und beim Gegenüber Bewunderung, Respekt und Verblüffung gleichzeitig hervorruft. Deshalb liebe ich die Bücher von Bill Bryson so, sie versorgen mich mit genau diesen Informationen. Eine sehr nette Freundin hat mir zum Geburtstag ein Buch verehrt, das ebenfalls in dieser Horn stößt, allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen. Hans Bankl ist ein Verfechter des Generalwissens, das heißt, für ihn gehören bestimmte Wissensbereiche zu einem allgemeinen Gut, das jeder besitzen sollte, und dazu gehört auch, bestimmte Fehlinformationen aus der Geschichte geraderücken zu können und einen gewissen Anekdotenschatz bereithalten zu können, der einen jede Cocktailrunde überleben lässt.
Genau das möchte „Kolumbus mochte nicht nur die Tomate“ erreichen, wobei ich sagen muss, dass das Buch gelegentlich schon seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr klugscheißerisch wirkt. Das liegt vor allem daran, dass das Buch an einer Reihe von Fragen aufgezogen wird, die am Anfang des Kapitels gestellt werden, oder mit Hilfe eines biographischen Rätsels, das dann erst im nächsten Unterkapitel gelöst wird. Mich hat das beim Lesen sehr angestrengt, weil es mich immer wieder aus dem Lesefluss geworfen hat, die Idee klingt also in der Theorie besser als in der Umsetzung. Dazu kommt, dass das Buch zumindest für mich nicht allzu viel neuen Input geboten hat, ich Wissensschwamm sauge sowieso ziemlich viele absurde Geschichtsdetails auf und bin deshalb eher selten überrascht worden. Von daher ist das Buch für mich kein Muss, aber nett für zwischendurch mal Reinschauen ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen