Dienstag, 16. Juni 2015

[Buchgedanken] Walter Moers - Wilde Reise durch die Nacht

Gustave Doré ist zwölf Jahre alt, als er die aufregendste Nacht seines Lebens verbringt. Alles beginnt damit, dass die Aventure, sein Schiff, den gefährlichen Zwillingstornados ausweichen muss und Gustave schon bald als einziger an Deck steht. Nicht ganz, denn ihm Gesellschaft leisten der Tod und seine Schwester Dementia, die ... nun ja, ein wenig durchgeknallt ist. Gustave möchte alles andere als sterben und geht deshalb mit dem Tod eine Wette ein. Innerhalb einer Nacht über die Erde und durch das Universum zu reisen, um gefährliche Aufgaben zu erfüllen. Jungfrauen vor Drachen zu retten, das allerschrecklichste Ungeheuer sehen, die Namen von sechs Riesen erraten, sich selbst begegnen ... der Tod ist nicht unbedingt neumodisch bei seinen Aufträgen, aber dafür um so hinterhältiger. Und so gerät Gustave von einem Abenteuer ins nächste und stolpert in seiner schimmernden Ritterrüstung über große Geheimnisse des Universums und kleine Absurditäten ...

Ich habe das Buch jetzt einfach mal eingeschoben, weil ich Lust auf eine kurze, schnelle und gut lesbare Lektüre hatte. Und was soll ich sagen? Ich bin absolut nicht enttäuscht worden. Die Geschichte ist extrem kurzweilig und, was ich besonders gelungen finde, hat einen hervorragenden Aufhänger. Gustave Doré ist nämlich eigentlich ein französischer Grafiker, der im 19. Jahrhundert sehr viele seiner Zeitgenossen illustriert hat. Genau diese Illustrationen verwendet Moers, um aus ihnen eine Geschichte zu basteln - und dabei mixt er wild zwischen den ursprünglichen Genres und schmeißt den Leser von einer unglaublichen Szenerie in die andere. Dieses Buch macht Spaß und hat blendend unterhalten. Und knapp über 200 Seiten kann man immer zwischenschieben ;-)

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