Sonntag, 23. Dezember 2012

Simon X. Rost - Der Mann, der niemals schlief

Tom Sawyer ist zurück. Fünfzehn Jahre nach seinen aufregenden Erlebnissen rund um Muff Potter, Indianer-Joe und Becky Thatcher kehrt er nach Saint Petersburg zurück. Ein gebrochener Mann, der als Agent für Pinkteron arbeitete und trotzdem nicht das Attentat auf Lincoln verhindern konnte. Gezeichnet von Selbstvorwürfen und Schlafmangel will er die Hochzeit von Sid besuchen und findet keine Hochzeit, sondern eine Beerdigung vor: Tante Polly, seine Tante Polly, wurde ermordet. Und als Hauptverdächtiger gilt ausgerechnet sein alter Kumpel Huck Finn, der als obdachloser Trunkenbild ganz in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist. Kann Tom seine Unschuld beweisen?

Ui, da hat er sich aber viel vorgenommen, der Herr Rost. Ausgerechnet Tom Sawyer will er weiterschreiben, Mark Twains großen Roman über Freundschaft und Abenteuer. Geht es nicht eine Nummer kleiner?
Zum Glück nicht.
Ich finde es großartig, dass er sich getraut hat, einfach zu schauen, was aus Tom, Becky und Huck geworden ist. Alles wirkt erfrischend realistisch und immer ganz im Stil Mark Twains, keine der Figuren ist wirklich wesensfremd zu dem, was im Original angelegt ist. Dazu kommt ein extrem spannender Thrillerplot, der noch einige Überraschungen beinhaltet, und das ganze mit einer guten Dosis Humor verrührt. Es war schön, sie wiederzusehen :-)

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