Dienstag, 12. April 2011

Ist Bücher-Bulemie eine anerkannte Krankheit?

Wieso ich frage? Weil ich gerade aus der Stadtbibliothek nach Hause komme. Das Resultat seht ihr hier:



Ja, kann sein, dass ich ein bisschen übertrieben habe, angesichts der Tatsache, dass ich in den nächsten zwei Tagen noch drei Bücher via Bookcrossing bekommen werde. Aber nur ein kleines bisschen. Ich hab das nämlich voll unter Kontrolle, diese Bibliotheksbesuche. Wenn ich will, dann kann ich damit jederzeit aufhören. Aber die Stadtbibliothek ist vor zwei Monaten umgezogen in ein neues Gebäude.
Nicht nur, dass sie jetzt Kinder- und Erwachsenenbibliothek in einem Gebäude untergebracht haben und im Obergeschoss ein wundervolles Café betrieben wird.
Nicht nur, dass die Öffnungszeiten deutlich besser geregelt sind und man seine Bücher auch außerhalb der Öffnungszeiten zurückgeben kann.
Nicht nur, dass die Bibliothek einfach unglaublich heimelig wirkt, obwohl sie sich über drei Etagen erstreckt.
Nein.
Man leiht sich die Bücher auch komplett ohne Hilfe aus.
Damit entfällt das, was mich bisher davon abgehalten hat, mehr als zehn Bücher auszuleihen: soziale Kontrolle. Vorbei die hektische suche nach glaubwürdigen Ausreden dafür, warum du einen ein Meter hohen Stapel Bücher zur Ausleihe trägst. Vorbei die seltsamen Gefühle, wenn der Bibliothekar deine Bücher einscannt und diese Mischung aus Donna Leon, Max Frisch und Rätsellexika irritiert mustert. nein, du bist alleine verantwortlich, was du einsteckst - und da man jetzt auch Taschen mitnehmen darf, packt man sie natürlich voll.

Und wisst ihr, was am Schlimmsten ist?

Der neue Fahrradkorb, den ich letzte Woche gekauft habe, fasst zwei Bücher weniger als der alte.

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