Dienstag, 12. April 2011

Jeffrey Deaver - Opferlämmer


Ich hatte mir ja gestern Mittag meine Serienbegeisterung anmerken lassen ;-) Ich habe eine Nachtschicht eingelegt und vor etwas zwei Stunden auch den neuen Lincoln Rhyme beendet. "Opferlämmer" ist ziemlich frisch erschienen und hat wieder mal mit einen extrem spannenden Fall aufzuwarten: ein Mörder, der mit Elektrizität tötet. Nicht mit der üblichen "Fön in die die Badewanne schmeißen"-Nummer, sondern eher mit der "wir setzen mal eben einen Aufzug unter 138.000 Volt"-Methode. Wie schon beim Vorgängerband ist diese Mordmethode das, was mich beim Lesen am meisten geängstigt hat - die Möglichkeit, es genau so zu machen, besteht, sie ist nicht so an den Haaren herbeigezogen, wie man vielleicht denkt, das ist das Faszinierende aber auch Beunruhigende.
Neben dem Fall punktet das Buch mit einer permanenten Weiterentwicklung der Figuren, ohne hier jetzt zuviel zu verraten. Diesmal stehen dabei vor allem Ron Pulaski und Fred Dellray im Vordergrund. Während Fred, der alte Undercover-Ermittler, sich allmählich von der modernen Technik abgelöst sieht, gerät Pulaski mehr und mehr in eine Sinnkrise - ist er wirklich der Spurensicherung gewachsen oder nicht? Zusätzlich hat Thom ein paar starke Auftritte und auf den regelmäßigen Serienleser wird am Ende eine echt,eine wirkliche Überraschung warten (die auch noch dazu wunervoll beschrieben ist).
Der einzige echte Negativpunkt: es ist schon wieder der blöde Uhrmacher dabei. Der "Uhrmacher" ist Lincolns Professor Moriaty, ein brillanter Auftragskiller, dem er zweimal die Suppe gründlich versalzen, ihn aber dennoch nie erwischt hat. Und ich kann den Kerl einfach nicht leiden, ich werd mti der Figur nicht warm (anders als mit Moriaty :-D). Das macht den band, trotz cleverer Idee, hübschen Wendungen und vor allem jeder Menge Action udn Spurensicherung einfach nicht zu einem guten, sondern zu einem etwas mehr als durchschnittlichen Band. Schade.

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