Auch dieses Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und mich ein wenig um die Rezension gedrückt, weil ich so wenig wusste, was ich darüber schreiben will. Um ehrlich zu sein, ich weiß es immer noch nicht so genau ...
Ich hatte hier eigentlich eine reine Biografie erwartet, die ja auch auf dem Cover angekündigt wird. Allerdings will sich Barbara Ellermeier mit ihrem Buch eher an jugendliche Leser wenden, die sich mit Hans Scholl näher beschäftigen wollen, und ist dadurch von der biografischen Schreibweise ein wenig abgekommen und in einen sehr romanhaften Erzählton verfallen, der mir so gar nicht zugesagt hat. Ich war mehrfach kurz davor, das Buch wegzulegen, weil es für mich zu lückenhaft war und - was ich bei Biografien für ein absolutes Muss erachte - keine wirklichen Belege liefert. Ja, es wird aus Briefen zitiert, aber Fußnoten dazu habe ich schmerzhaft vermisst. So bin ich nie sicher, wie realistisch, wie glaubhaft dieses Bild von Hans Scholl ist, so fehlt mir einfach der historische Bezug. Es ist kein schlechtes Buch, das will ich damit nicht sagen, aber für mich war da immer ein leicht schaler Geschmack mit dabei, der es mir vermiest hat.
Samstag, 8. März 2014
[Hörbuch] Department 19. Die Mission (gelesen von Dietmar Bär)
Jamie Carpenter ist 14, als sich sein Leben schlagartig verändert. Er wird Zeuge, wie sein Vater angegriffen wird von übernatürlichen Wesen und schließlich von der Polizei erschossen wird. Angeblich war er Mitglied einer terroristischen Vereinigung und Jamie und seine Mutter ziehen um. Zwei Jahre später wird Jamies Mutter eines Abends entführt und Jamie findet sich kurze Zeit später wieder in den Armen eines Hünen mit Narben quer übers Gesicht, der sich Frankenstein nennt. Denn tatsächlich ist Jamie der letzte Nachfahre eines Mitgliedes einer streng geheimen Regierungsorganisation, die von niemand anderem gegründet wurde als dem legendären Van Helsing. Department 19, so ihr Name, hat sich seit hundert Jahren dem Kampf gegen Vampire verschrieben - und eben solche sind es, die hinter der Entführung von Jamies Mutter stecken. Gemeinsam mit dem Vampirmädchen Larissa, die ihr ganz eigenes Ding dreht, und Frankenstein macht sich Jamie auf den Weg, seine Mutter zu befreien ...
Dietmar Bär ist ein absolut angenehmer Sprecher, dem ich stundenlang zuhören kann. Für dieses Hörbuch passt er wie die Faust aufs Auge, es gelingt ihm, die sehr unterschiedlichen Charaktere zu formen und es machte Spaß, sie auf diese Reise zu begleiten. Selbst Jamies Mutation zum Superhelden war für mich kein großes Problem, hey, ich bin mit "Buffy" aufgewachsen, dass man echt was drauf haben muss, um gegen Vampire anzutreten, dürfte klar sind :-) Überhaupt war ich der Geschichte einfach dankbar, dass hier zum guten alten Holzpflock zurückgekehrt wurde, auch wenn der hochtechnisiert abgeschossen wird. Hier glitzern Vampire nicht, sondern werden durch Schwarzlicht in ihren Gefängniszellen gehalten, ausbruchssicherere Zellen hätte sich selbst Bram Stoker nicht einfallen lassen können. In diesem Buch wird mal wieder so richtig der Beißzahn gefletscht, es wird getötet und das Blut bzw. die Asche spritzt - genau das Richtige, wenn man gut unterhalten werden will. Ich überlege grade, mir den zweiten Band zu kaufen, aber soll ich nicht vielleicht doch zum Hörbuch greifen, statt es zu lesen? Der erste ist jedenfalls wirklich schön umgesetzt und passt gut zum Autofahren ;-)
Dietmar Bär ist ein absolut angenehmer Sprecher, dem ich stundenlang zuhören kann. Für dieses Hörbuch passt er wie die Faust aufs Auge, es gelingt ihm, die sehr unterschiedlichen Charaktere zu formen und es machte Spaß, sie auf diese Reise zu begleiten. Selbst Jamies Mutation zum Superhelden war für mich kein großes Problem, hey, ich bin mit "Buffy" aufgewachsen, dass man echt was drauf haben muss, um gegen Vampire anzutreten, dürfte klar sind :-) Überhaupt war ich der Geschichte einfach dankbar, dass hier zum guten alten Holzpflock zurückgekehrt wurde, auch wenn der hochtechnisiert abgeschossen wird. Hier glitzern Vampire nicht, sondern werden durch Schwarzlicht in ihren Gefängniszellen gehalten, ausbruchssicherere Zellen hätte sich selbst Bram Stoker nicht einfallen lassen können. In diesem Buch wird mal wieder so richtig der Beißzahn gefletscht, es wird getötet und das Blut bzw. die Asche spritzt - genau das Richtige, wenn man gut unterhalten werden will. Ich überlege grade, mir den zweiten Band zu kaufen, aber soll ich nicht vielleicht doch zum Hörbuch greifen, statt es zu lesen? Der erste ist jedenfalls wirklich schön umgesetzt und passt gut zum Autofahren ;-)
[Buchgedanken] Stephen King/Stewart O'Nan - Ein Gesicht in der Menge
Wenn Stephen Kind und Stewart O'Nan gemeinsam etwas schreiben, dann muss so etwas dabei herauskommen. Fünfzig Seiten, in denen mit einfacher, klarer und realistischer Sprache eine ebenso einfache wie irritierend andere Geschichte erzählt wird. Kein großer Horror, keine Schreckelemente, und dennoch am Rande des Unmöglichen. Es ist eine leise Geschichte vom Abschiednehmen und von der Akzeptanz der eigenen Sterblichkeit. Angenehm und leicht zu lesen, mehr habe ich gar nicht erwartet. Wofür ich allerdings etwas abziehen möchte: Entschuldigung, lieber Rowohlt-Verlag, aber wer hat euch ins Hirn gemacht? Acht Euro??? Für ein Buch mit fünfzig Seiten? Ja, ihr habt ihm ein schickes Cover gegönnt und es sogar fest gebunden - aber vom Umfang her habe ich hier Reclam-Büchlein stehen, die günstiger waren und mehr Seiten besitzen. Das e-book kostet übrigen 7,99 - hey, da spart man ja richtig was! Mit zwei erfolgreichen Autoren Werbung zu machen, ist ja das eine, aber das dann so teuer zu verkaufen, ist schon echte Chuzpe. Echte Fans geben das Geld mit Sicherheit aus (ich ja auch ;-) ), aber Neuleser gewinnt man damit sicher nicht.
[Buchgedanken] Mila Lippke - Der Puppensammler
Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts. Cecilie ist 19 Jahre alt und damit in ihren Kreisen bereits ein spätes Mädchen, hat sie doch noch keinen Verlobten. Ihr Vater gibt deshalb eine Anzeige auf, auf die sich ein aussichtsreicher Kandidat bewirbt. Der verarmte Adelige möchte von Cecilies Mitgift profitieren, während sie dafür einen schicken Titel erhalten würde. Doch Cecilie hat mit ihrem Leben ganz andere Pläne, sie möchte eigentlich Medizin studieren. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater läuft sie von zu Hause weg und landet schließlich im düsteren Leichenkeller der Berliner Morgue. Dort herrscht Hektor von Thorwald, ein wortkarger Arzt, der die junge Frau als Putzfrau und schließlich auch als inoffizielle Assistentin beschäftigt. Und die hat er bitter nötig, werden in Berlin doch in letzter Zeit immer wieder Frauenleichen an öffentlichen Plätzen deponiert, die wie Puppen zurechtgemacht wurden. Gemeinsam stoßen Cecilie und von Thorwald in die dunkle Gedankenwelt eines Mörders vor ...
Ich habe dank meiner Leseliste festgestellt, dass ich dieses Buch letztes Jahr zum dritten Mal gelesen habe! Erschreckend daran ist, dass ich ab dem zweiten Mal davon überzeugt war, es noch nie gelesen zu haben. Das Buch ist eine nette Kriminalgeschichte, die historischen Hintergründe sind recherchiert und liefern hübsche Hintergrundatmosphäre, mehr ist aber im Buch fast nicht zu finden. Die Krimihandlung an sich ist so altbekannt, dass man dem Mörder quasi von selbst auf die Schliche kommt - was auch am großen Manko des Buchs liegt, in dem Gut und Böse so klar verteilt sind. Die Figuren waren für mich wenig überraschend, ihre Handlungen sehr vorhersehbar und die emanzipatorische Botschaft so mit dem Holzhammer verbreitet, dass ich diese Stellen ein wenig überblättert habe. Unvergesslich die Szene, in der Cecilie auch noch Zeuge wird, wie der Vater das Dienstmädchen vögelt - noch subtiler hat Frau Lippke es vermutlich nicht hingekiegt, die Scheinheiligkeit des gehobenen Bürgertums zu demonstrieren ... Und in diesem Stil kommen immer wieder Szenen, die mir eher ein Augenrollen abringen können als mit zu ergreifen. Der Mörder und sein Motiv sind schnell durchschaubar, das Finale setzt dem nur ein Tüpfelchen auf, indem man komplett vom Mörder seine psychologische Motivation vorgekaut bekommt.
Nein, das Buch ist nicht schlecht - aber ich weiß jetzt wieder, warum ich es so schnell vergessen habe. An Knochen allein kann man sich einfach nicht sättigen, hier fehlt vor allem das Gewürz, das aus dem Fleisch ein eigenes Gericht macht ...
Ich habe dank meiner Leseliste festgestellt, dass ich dieses Buch letztes Jahr zum dritten Mal gelesen habe! Erschreckend daran ist, dass ich ab dem zweiten Mal davon überzeugt war, es noch nie gelesen zu haben. Das Buch ist eine nette Kriminalgeschichte, die historischen Hintergründe sind recherchiert und liefern hübsche Hintergrundatmosphäre, mehr ist aber im Buch fast nicht zu finden. Die Krimihandlung an sich ist so altbekannt, dass man dem Mörder quasi von selbst auf die Schliche kommt - was auch am großen Manko des Buchs liegt, in dem Gut und Böse so klar verteilt sind. Die Figuren waren für mich wenig überraschend, ihre Handlungen sehr vorhersehbar und die emanzipatorische Botschaft so mit dem Holzhammer verbreitet, dass ich diese Stellen ein wenig überblättert habe. Unvergesslich die Szene, in der Cecilie auch noch Zeuge wird, wie der Vater das Dienstmädchen vögelt - noch subtiler hat Frau Lippke es vermutlich nicht hingekiegt, die Scheinheiligkeit des gehobenen Bürgertums zu demonstrieren ... Und in diesem Stil kommen immer wieder Szenen, die mir eher ein Augenrollen abringen können als mit zu ergreifen. Der Mörder und sein Motiv sind schnell durchschaubar, das Finale setzt dem nur ein Tüpfelchen auf, indem man komplett vom Mörder seine psychologische Motivation vorgekaut bekommt.
Nein, das Buch ist nicht schlecht - aber ich weiß jetzt wieder, warum ich es so schnell vergessen habe. An Knochen allein kann man sich einfach nicht sättigen, hier fehlt vor allem das Gewürz, das aus dem Fleisch ein eigenes Gericht macht ...
Dienstag, 4. März 2014
[Projekt] 40 Tage mit und ohne
In diesem Jahr will ich die Fastenzeit endlich mal wieder nutzen. Als Kind war es für mich irgendwie selbstverständlich, 40 Tage ohne Süßigkeiten zu verbringen - das machte den Ostersonntag doch erst richtig schön. Dieses Jahr habe ich allerdings den Entschluss gefasst, diese 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostersonntag anders zu gestalten.
Ja, ich will auf Fleisch und Süßigkeiten verzichten. Aber ich will dafür mein Leben wieder an dem ausrichten, was mir eigentlich Spaß macht. Mein Fernseher soll nicht dauerhaft laufen, sondern ich möchte mich abends wieder auf meine Bücher konzentrieren. Ich will wieder mehr lesen und abtauchen, will nicht ständig lethargisch sein, sondern in meiner Muße produktiv sein. Ich will einen Monat lang kein Geld für Shoppen investieren, sondern meinem Konto eine lang notwendige Erholung bieten. Haushalt und Ernährung können angegangen werden, ich brauche in meinem Leben mehr beständige Rituale und Bezugspunkte. Der Umzug im letzten Jahr hat mich ein bisschen aus meinem Lebensumfeld gerissen und auch, wenn ich gerade daran bin, mich allmählich mit Leuten anzufreunden und meine Wochenenden zu füllen, vermisse ich diese Qualitätszeit für mich, in der ich gerne mit mir allein war, statt nur darauf zu warten, dass es wieder Wochenstart ist. Deshalb will ich meine nächsten vierzig Tage mit mir verbringen und ohne dem, was ich kenne und sonst immer tue.
Wie seht ihr das, wollt ihr die Fastenzeit nutzen? Und wenn ja, wofür?
Ja, ich will auf Fleisch und Süßigkeiten verzichten. Aber ich will dafür mein Leben wieder an dem ausrichten, was mir eigentlich Spaß macht. Mein Fernseher soll nicht dauerhaft laufen, sondern ich möchte mich abends wieder auf meine Bücher konzentrieren. Ich will wieder mehr lesen und abtauchen, will nicht ständig lethargisch sein, sondern in meiner Muße produktiv sein. Ich will einen Monat lang kein Geld für Shoppen investieren, sondern meinem Konto eine lang notwendige Erholung bieten. Haushalt und Ernährung können angegangen werden, ich brauche in meinem Leben mehr beständige Rituale und Bezugspunkte. Der Umzug im letzten Jahr hat mich ein bisschen aus meinem Lebensumfeld gerissen und auch, wenn ich gerade daran bin, mich allmählich mit Leuten anzufreunden und meine Wochenenden zu füllen, vermisse ich diese Qualitätszeit für mich, in der ich gerne mit mir allein war, statt nur darauf zu warten, dass es wieder Wochenstart ist. Deshalb will ich meine nächsten vierzig Tage mit mir verbringen und ohne dem, was ich kenne und sonst immer tue.
Wie seht ihr das, wollt ihr die Fastenzeit nutzen? Und wenn ja, wofür?
Sonntag, 2. März 2014
[Buchgedanken] Elizabeth George - Nur eine böse Tat
Der Vorgänger dieses Buchs hörte mit einem echten Cliffhanger auf, der dazu führte, dass ich es kaum erwarten konnte, dass die Fortsetzung erschien. Dann jedoch hatte ich sie vor mir liegen - und jedes Mal, wenn ich sie anpacken wollte und den Klappentext las, hat mich etwas zurückgehalten. War es eine Vorahnung? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich von diesem Buch so enttäuscht war wie selten zuvor. Dabei klingt der Plot doch wirklich spannend ...
Das Buch beginnt exakt am Ende des Vorgängers, nämlich mit der Entdeckung Barbara Havers, dass Angelina, die Ex ihres Nachbarn Taymullah Azhar, erneut verschwunden ist. Aber diesmal hat sie das gemeinsame Kind Hadiyyah mitgenommen und ist spurlos untergetaucht. Barbara engagiert einen Privatdetektiv, der aber auch nichts weiter herausfindet. Erst ein halbes Jahr später tut sich etwas, denn Angelina taucht - ihren neuen Lebensgefährten im Schlepptau - völlig verzweifelt in London auf. Das Mädchen ist in Italien, wo die beiden nun leben, spurlos verschwunden. Um die britische Polizei zum Handeln zu zwingen, geht Barbara einen Pakt mit dem Teufel - oder um genau zu sein mit einem Boulevardjournalisten - ein und Lynley wird in die Toskana geschickt, um die Ermittlungen in Lucca zu begleiten. Schon bald wird Hadiyyah gefunden, doch bald gerät Azhar selbst ins Visier der Polizei. Hat er seine Tochter entführen lassen? Barbara, die um jeden Preis seine Unschuld beweisen will, verstrickt sich immer tiefer in ein Netz aus unüberlegten Handlungsmomenten und panischen Aktionen und legt sich einmal mehr mit ihrer Chefin an, bis ihr Job an einem hauchdünnen Faden zu reißen droht ...
Was ich jetzt erzählt habe, ist effektiv die Zusammenfassung der ersten dreihundert Seiten und ganz ehrlich, die hätten es getan. Die restlichen fünfhundert Seiten sind meiner Meinung nach total in die Hose gegangen. Ein gelungener Plot hätte mit Hadiyyahs Wiederfinden geendet, dazwischen ein paar tolle "was hat Azhar getan"-Momente eingeplant, ein klitzekleines bisschen Lynleys wiedergewonnene Lebensfreude gefeiert und Barbaras Handlungslinie gezeichnet, ohne mir als Leser das Gefühl zu geben, das Drehbuch einer schlechten Telenovela zu lesen.
Ich fand die Idee eigentlich sehr schön, nach Lynleys völligem Zusammenbruch nun auch Barbara in den Mittelpunkt eines Plots zu stecken, in dem ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf gestellt und ihre bisherigen Annahmen völlig in Frage gestellt werden. Selbst die dauerhaft uneingestandene Liebe zu Azhar hätte man schön einbringen können, aber Elizabeth George hat sich leider dazu entschieden, aus Barbara eine Frau im Gefühlssturm zu machen. Und da Havers eher kein Grashalm sondern mehr das Modell Nordmanntanne ist, muss dieser Sturm dann mit so schwerem Geschütz auffahren, dass dabei alles daneben geht. Das beginnt damit, das Barbara dieses Mal von einem sinnfreien Akt in den nächsten getrieben wird. Keine einzige ihrer Handlungen sind nachvollziehbar für jemanden, der seit achtzehn Bänden diese Figur erlebt hat. Barbara denkt überhaupt nicht mehr nach, verliert völlig die Kontrolle über alles, was sie anpackt und wird auf diese Weise eher zu einer Art Norne im Hintergrund, die mit allem, was sie in London spinnt die Situation in Lucca verschlimmert - Chaostheorie hoch zehn. Auch der Versuch, Aszhar als vielschichtigen Charakter zu präsentieren, geht dadurch in die Hose, dass er bislang eben einfach so gar nicht vielschichtig war und auch sein Verhalten einfach extrem blass und unglaubwürdig bleibt. Überhaupt sind die Figuren dieses Mal extrem blass und zum Teil wahnsinnig langweilig, seien es das italienische Krimipersonal (die extrem klischeehaft wirken, ganz abgesehen von der nervigen Angewohnheit amerikanischer Autorinnen, unmotiviert hier und da italienische Ausdrücke einzuschmeißen, um Authentizität zu suggerieren) oder Lynleys leise Freiersfüßchen.
Was mich am Buch am wenigsten angesprochen hat, waren diese permanenten neuen Handlungsstränge, die mir das Gefühl vermittelt haben, Elizabeth George wollte einfach nur noch ein paar Seiten draufladen. Da beginnt plötzlich mittendrin ein neuer Fall, plötzlich ist Angelina tot, ohne dass es für mich als Leser wirklich relevant wäre - dem Buch hätte es gut getan, sich auf eine Idee zu konzentrieren, statt alle nebeneinander wahr werden lassen zu wollen, dann wäre auch nicht halb so viel Hektik drin gewesen und deutlich mehr Raum, um die Figuren wirklich lebendig werden zu lassen.
Verdammt, ich will das nächste Buch doch auch lesen, aber im Moment habe ich so wenig Lust drauf :-(
Das Buch beginnt exakt am Ende des Vorgängers, nämlich mit der Entdeckung Barbara Havers, dass Angelina, die Ex ihres Nachbarn Taymullah Azhar, erneut verschwunden ist. Aber diesmal hat sie das gemeinsame Kind Hadiyyah mitgenommen und ist spurlos untergetaucht. Barbara engagiert einen Privatdetektiv, der aber auch nichts weiter herausfindet. Erst ein halbes Jahr später tut sich etwas, denn Angelina taucht - ihren neuen Lebensgefährten im Schlepptau - völlig verzweifelt in London auf. Das Mädchen ist in Italien, wo die beiden nun leben, spurlos verschwunden. Um die britische Polizei zum Handeln zu zwingen, geht Barbara einen Pakt mit dem Teufel - oder um genau zu sein mit einem Boulevardjournalisten - ein und Lynley wird in die Toskana geschickt, um die Ermittlungen in Lucca zu begleiten. Schon bald wird Hadiyyah gefunden, doch bald gerät Azhar selbst ins Visier der Polizei. Hat er seine Tochter entführen lassen? Barbara, die um jeden Preis seine Unschuld beweisen will, verstrickt sich immer tiefer in ein Netz aus unüberlegten Handlungsmomenten und panischen Aktionen und legt sich einmal mehr mit ihrer Chefin an, bis ihr Job an einem hauchdünnen Faden zu reißen droht ...
Was ich jetzt erzählt habe, ist effektiv die Zusammenfassung der ersten dreihundert Seiten und ganz ehrlich, die hätten es getan. Die restlichen fünfhundert Seiten sind meiner Meinung nach total in die Hose gegangen. Ein gelungener Plot hätte mit Hadiyyahs Wiederfinden geendet, dazwischen ein paar tolle "was hat Azhar getan"-Momente eingeplant, ein klitzekleines bisschen Lynleys wiedergewonnene Lebensfreude gefeiert und Barbaras Handlungslinie gezeichnet, ohne mir als Leser das Gefühl zu geben, das Drehbuch einer schlechten Telenovela zu lesen.
Ich fand die Idee eigentlich sehr schön, nach Lynleys völligem Zusammenbruch nun auch Barbara in den Mittelpunkt eines Plots zu stecken, in dem ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf gestellt und ihre bisherigen Annahmen völlig in Frage gestellt werden. Selbst die dauerhaft uneingestandene Liebe zu Azhar hätte man schön einbringen können, aber Elizabeth George hat sich leider dazu entschieden, aus Barbara eine Frau im Gefühlssturm zu machen. Und da Havers eher kein Grashalm sondern mehr das Modell Nordmanntanne ist, muss dieser Sturm dann mit so schwerem Geschütz auffahren, dass dabei alles daneben geht. Das beginnt damit, das Barbara dieses Mal von einem sinnfreien Akt in den nächsten getrieben wird. Keine einzige ihrer Handlungen sind nachvollziehbar für jemanden, der seit achtzehn Bänden diese Figur erlebt hat. Barbara denkt überhaupt nicht mehr nach, verliert völlig die Kontrolle über alles, was sie anpackt und wird auf diese Weise eher zu einer Art Norne im Hintergrund, die mit allem, was sie in London spinnt die Situation in Lucca verschlimmert - Chaostheorie hoch zehn. Auch der Versuch, Aszhar als vielschichtigen Charakter zu präsentieren, geht dadurch in die Hose, dass er bislang eben einfach so gar nicht vielschichtig war und auch sein Verhalten einfach extrem blass und unglaubwürdig bleibt. Überhaupt sind die Figuren dieses Mal extrem blass und zum Teil wahnsinnig langweilig, seien es das italienische Krimipersonal (die extrem klischeehaft wirken, ganz abgesehen von der nervigen Angewohnheit amerikanischer Autorinnen, unmotiviert hier und da italienische Ausdrücke einzuschmeißen, um Authentizität zu suggerieren) oder Lynleys leise Freiersfüßchen.
Was mich am Buch am wenigsten angesprochen hat, waren diese permanenten neuen Handlungsstränge, die mir das Gefühl vermittelt haben, Elizabeth George wollte einfach nur noch ein paar Seiten draufladen. Da beginnt plötzlich mittendrin ein neuer Fall, plötzlich ist Angelina tot, ohne dass es für mich als Leser wirklich relevant wäre - dem Buch hätte es gut getan, sich auf eine Idee zu konzentrieren, statt alle nebeneinander wahr werden lassen zu wollen, dann wäre auch nicht halb so viel Hektik drin gewesen und deutlich mehr Raum, um die Figuren wirklich lebendig werden zu lassen.
Verdammt, ich will das nächste Buch doch auch lesen, aber im Moment habe ich so wenig Lust drauf :-(
[Hörbuch] Blut und Lüge (gelesen von Nina Petri)
Das Leben der Biologin Kate Raab könnte nicht perfekter sein. Ein verliebter Freund, zwei großartige Geschwister, liebevolle Eltern und ein solider finanzieller Hintergrund. Doch eines Tages erhält sie einen Anruf, der das alles zerstört. Ihr Vater Benjamin wurde wegen Geldwäsche und Unterstützung organisierter Kriminalität vom FBI verhaftet. Für Kate bricht eine Welt zusammen, noch mehr sogar, als sich herausstellt, dass ihr Vater tatsächlich nicht unschuldig ist. Er lässt sich auf einen Deal mit dem FBI ein, die Familie landet im Zeugenschutzprogramm - außer Kate, die sich weigert, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Als ihr Vater plötzlich verschwindet, die Kontaktagentin der Familie ermordet aufgefunden wird und auf Kate ein Anschlag verübt wird, versucht Kate verzweifelt herauszufinden, wer ihr Vater überhaupt ist, welche Vergangenheit er hat und was geschehen ist.
Ich hatte das Hörbuch wirklich ewig im Auto gelagert, es dann endlich angehört, und das Positive vorneweg: zumindest sind die Kapitel so kurz, dass man auch auf dem Weg zum Einkaufen in der Geschichte vorankommt. Allerdings habe ich das in erster Linie getan, weil mein Radio zur Zeit gesperrt ist und ich zumindest ein paar Hintergrundgeräusche benötige beim Fahren - zumindest diesen Anspruch erfüllt das Hörbuch, aber so wirklich begeistert bin ich nicht.
Ich hatte beim Hören das Gefühl, dass auch der Autor erst im Laufe der Geschichte überhaupt erst zu einer Erkenntnis gekommen ist, worauf er mit der Handlung hinauswill. Während er anfangs aus Bens Sicht erzählte und ich dachte, dass jetzt Ben von allen gejagt wird und ganz wie Dr. Kimble seine Unschuld beweisen muss, wechselte es abrupt zum Kates Sichtweise und schmiss mich als Zuhörer damit erst einmal aus der Kurve. Kate ist eine echte Papatochter und dieses ständige "mein Vater, der Held, der Unschuldige" wird auch nicht lange durchgehalten, um dann plötzlich Ben zu einem gesuchten Mörder mutieren zu lassen, während die diabetische Heldin mit ihrem Gatten Händchen in New York hält. Andere mögen diese ständigen Charakterwechsel vermutlich reizvoll finden, ich fand sie in erster Linie total unlogisch und hatte eher das Gefühl, dass sie immer dann kommen, wenn der Autor merkte, dass die Figur sich eigentlich totgelaufen hat und die Handlung stockt. Auch sonst war die Handlung stellenweise so durchscheinend wie Gazestoff und von Glaubwürdigkeit fange ich gar nicht erst an zu reden. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist ein gnadenloser Actionroman, in dem geschossen und verfolgt wird, bis das Radio ächzt. Nina Petri liest sehr angenehm vor und man kann der übersichtlichen Handlung gut folgen. Wer also einfach nur Unterhaltung sucht, ist gut dabei, aber ein wenig mehr Tiefe wäre schön gewesen ;-)
Ich hatte das Hörbuch wirklich ewig im Auto gelagert, es dann endlich angehört, und das Positive vorneweg: zumindest sind die Kapitel so kurz, dass man auch auf dem Weg zum Einkaufen in der Geschichte vorankommt. Allerdings habe ich das in erster Linie getan, weil mein Radio zur Zeit gesperrt ist und ich zumindest ein paar Hintergrundgeräusche benötige beim Fahren - zumindest diesen Anspruch erfüllt das Hörbuch, aber so wirklich begeistert bin ich nicht.
Ich hatte beim Hören das Gefühl, dass auch der Autor erst im Laufe der Geschichte überhaupt erst zu einer Erkenntnis gekommen ist, worauf er mit der Handlung hinauswill. Während er anfangs aus Bens Sicht erzählte und ich dachte, dass jetzt Ben von allen gejagt wird und ganz wie Dr. Kimble seine Unschuld beweisen muss, wechselte es abrupt zum Kates Sichtweise und schmiss mich als Zuhörer damit erst einmal aus der Kurve. Kate ist eine echte Papatochter und dieses ständige "mein Vater, der Held, der Unschuldige" wird auch nicht lange durchgehalten, um dann plötzlich Ben zu einem gesuchten Mörder mutieren zu lassen, während die diabetische Heldin mit ihrem Gatten Händchen in New York hält. Andere mögen diese ständigen Charakterwechsel vermutlich reizvoll finden, ich fand sie in erster Linie total unlogisch und hatte eher das Gefühl, dass sie immer dann kommen, wenn der Autor merkte, dass die Figur sich eigentlich totgelaufen hat und die Handlung stockt. Auch sonst war die Handlung stellenweise so durchscheinend wie Gazestoff und von Glaubwürdigkeit fange ich gar nicht erst an zu reden. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist ein gnadenloser Actionroman, in dem geschossen und verfolgt wird, bis das Radio ächzt. Nina Petri liest sehr angenehm vor und man kann der übersichtlichen Handlung gut folgen. Wer also einfach nur Unterhaltung sucht, ist gut dabei, aber ein wenig mehr Tiefe wäre schön gewesen ;-)
Samstag, 1. März 2014
[Bücherfriedhof] Abgelegt im Februar 2014
Zeit für eine neue Kategorie, wobei sie nicht allzu oft Verwendung finden wird. Der Bücherfriedhof steht all den Büchern offen, die ich irgendwann aufgebe und von denen ich weiß, dass ich es auch nicht noch einmal mit ihnen probieren werde. Trotzdem gibt es Bücher, die ich nicht einfach zur Seite packen möchte, ohne euch zumindest einen kleinen Eindruck zu geben, warum sie so rüde behandelt wurden und bei momox oder Amazon landen müssen.
Das erste Buch in dieser Kategorie ist "Der Thron der roten Königin" von Philippa Gregory. Das Buch ist ein historischer Roman über Margaret Beaufort, die Mutter Henry VII., der durch seine Hochzeit mit Elizabeth von York die Rosenkriege beendete.
Was mich zum Abbrechen veranlasst hat? In dem Buch findet effektiv keine Handlung statt. Wie begleiten Margaret bei endlosen Monologen über ihre Auserwähltheit und Herrlichkeit, und die Auserwähltheit und Herrlichkeit ihres Sohnes. Zwischendrin versichert sie uns, wie bescheiden und uneitel sie doch ist. Wichtige Schlachten der Rosenkriege, politische Entwicklungen, bei denen der Leser gerne zugegen wäre? Vergesst es, die kriegt ihr als Leser maximal in einer halben Seite brieflich mitgeteilt.
Ich habe dem Buch eine Chance gegeben bis Seite 304, jetzt mag ich nicht mehr ...
Was mich zum Abbrechen veranlasst hat? In dem Buch findet effektiv keine Handlung statt. Wie begleiten Margaret bei endlosen Monologen über ihre Auserwähltheit und Herrlichkeit, und die Auserwähltheit und Herrlichkeit ihres Sohnes. Zwischendrin versichert sie uns, wie bescheiden und uneitel sie doch ist. Wichtige Schlachten der Rosenkriege, politische Entwicklungen, bei denen der Leser gerne zugegen wäre? Vergesst es, die kriegt ihr als Leser maximal in einer halben Seite brieflich mitgeteilt.
Ich habe dem Buch eine Chance gegeben bis Seite 304, jetzt mag ich nicht mehr ...
Freitag, 28. Februar 2014
[Buchgeplauder] Ulrich Clausny / Gerd R. Ueberschär - "Es lebe die Freiheit!" Die Geschichte der Weißen Rose und ihrer Mitglieder
Diese Rezension steckt jetzt seit mehreren Monaten einfach fest bei mir, dabei wollte ich es euch direkt nach dem Lesen sofort uneingeschränkt empfehlen. Ich habe das Buch zum Abschied von meiner Betreuungslehrerin geschenkt bekommen und meine sehr kurzen Sommerferien dazu genutzt, mich darin zu vertiefen.
Das Buch ist eine Anschaffung wert für jeden, der sich mit der Weißen Rose beschäftigen möchte und vor allem Interesse an Originaldokumenten hat, denn diese nehmen fast die Mehrheit des Buches ein. Zunächst werden die Mitglieder der Weißen Rose in kurzen Biografien vorgestellt, dann die Entwicklung der Weißen Rose und die einzelnen Aktivitäten vorgestellt, es wird eingegangen auf den Prozess und die Folgen für die Familien. Ergänzend folgen danach sowohl Abdrucke der gesammelten Verhörprotokolle von Hans und Sophie Scholl, den vollständigen Flugblättern und den Urteilen gegen alle Mitglieder. Dabei muss man sich jedoch im Klaren sein, dass man es hier mit Akten zu tun hat, nicht mit Dialogen, d.h. die Verhörprotokolle sind samt und sonders am Stück geschrieben und man muss sich ein wenig selbst erschließen, was hier gefragt worden sein könnte oder welche Haltung hinter den Aussagen steht. Dadurch, dass man hier aber interpretieren üben kann, ist das Buch für Geschichtslehrer zumindest mal ein Nachdenken wert, im Unterricht lässt sich das mit Sicherheit mal gut einsetzen. Was mir ebenfalls gefallen hat (und ja, ich bin da seltsam), ist die Tatsache, dass das Buch auch die letzten bekannten Fotos der Weißen Rose veröffentlicht, nämlich die Fotos aus der polizeidienstlichen Behandlung, wie es so schön im Beamtendeutsch heißt. Diese Bilder hatte ich noch nie zuvor gesehen und es ist einerseits einfach spannend gewesen und andererseits ist das Buch damit einen entscheidenden Sprung weg von der Ikonisierung der Weißen Rose durch die bekannten zwei Fotos, die nur drei Mitglieder zeigen.
Mäkelige Leser werden das Buch vielleicht hier und da tendenziell unspannend finden, es ist einfach eine Dokumentensammlung, die sich zum Teil doch sperriger liest als ein reines Sachbuch, aber es ist zumindest als Quellensammlung sehr empfehlenswert.
Das Buch ist eine Anschaffung wert für jeden, der sich mit der Weißen Rose beschäftigen möchte und vor allem Interesse an Originaldokumenten hat, denn diese nehmen fast die Mehrheit des Buches ein. Zunächst werden die Mitglieder der Weißen Rose in kurzen Biografien vorgestellt, dann die Entwicklung der Weißen Rose und die einzelnen Aktivitäten vorgestellt, es wird eingegangen auf den Prozess und die Folgen für die Familien. Ergänzend folgen danach sowohl Abdrucke der gesammelten Verhörprotokolle von Hans und Sophie Scholl, den vollständigen Flugblättern und den Urteilen gegen alle Mitglieder. Dabei muss man sich jedoch im Klaren sein, dass man es hier mit Akten zu tun hat, nicht mit Dialogen, d.h. die Verhörprotokolle sind samt und sonders am Stück geschrieben und man muss sich ein wenig selbst erschließen, was hier gefragt worden sein könnte oder welche Haltung hinter den Aussagen steht. Dadurch, dass man hier aber interpretieren üben kann, ist das Buch für Geschichtslehrer zumindest mal ein Nachdenken wert, im Unterricht lässt sich das mit Sicherheit mal gut einsetzen. Was mir ebenfalls gefallen hat (und ja, ich bin da seltsam), ist die Tatsache, dass das Buch auch die letzten bekannten Fotos der Weißen Rose veröffentlicht, nämlich die Fotos aus der polizeidienstlichen Behandlung, wie es so schön im Beamtendeutsch heißt. Diese Bilder hatte ich noch nie zuvor gesehen und es ist einerseits einfach spannend gewesen und andererseits ist das Buch damit einen entscheidenden Sprung weg von der Ikonisierung der Weißen Rose durch die bekannten zwei Fotos, die nur drei Mitglieder zeigen.
Mäkelige Leser werden das Buch vielleicht hier und da tendenziell unspannend finden, es ist einfach eine Dokumentensammlung, die sich zum Teil doch sperriger liest als ein reines Sachbuch, aber es ist zumindest als Quellensammlung sehr empfehlenswert.
Sonntag, 23. Februar 2014
[Wochenrückblick] Monatsrückblick Februar
Die letzten Wochen bin ich den Rückblick schuldig geblieben, was sich ganz einfach erklären lässt. Pünktlich am 3.Februar, als ich morgens zur Arbeit gehen wollte, ist mir mein Handy runtergefallen. Zwei Jahre lang hat es mich begleitet, mein nettes Smartphone, zwei Jahre lang habe ich es monatlich abbezahlt und es gelegentlich fallen lassen - und exakt vier Tage nach der letzten Rate fällt es nicht einfach auf den Boden, sondern mir beim Telefonieren aus der Hand und fünf Stufen runter in den Keller. Das Display bestand aus Bröseln und meine Flüche schallten durch den Hausflur. Es half nichts, ich musste ein neues suchen und habe mich wieder für ein Windows Phone entschieden. Das Lumia1020 liefert jetzt neues Bildmaterial und ich habe es geschafft, die Bilder vom alten Handy zu retten ;-)
Ja, wie war der Februar? Erst einmal ziemlich cool, denn am 1. habe ich mich mit einer Freundin getroffen zu einem gemütlichen Cocktail- und Burgerabend in Nürnberg, den wir mit Hugo vor dem Dschungelcamp haben ausklingen lassen - was will man mehr :-) Besonders schön war allerdings meine Ankunft am Flughafen, denn dort war wegen er Spielzeugmesse der gesamte Gepäckbereich mit riesigen Legofiguren aus Legosteinen dekoriert.
Unmittelbar nach diesem gigantischen Wochenende fingen in der Schule Vorbereitungen für einen Projekttag an, so dass mein nächstes Wochenende darin bestand, mit einem Kollegen Arbeitsblätter zu kopieren, den Computer auf Hochtouren zu jagen und sich über Papierstau und andere nervige Dinge zu ärgern. Aber zumindest habe ich eine Wand im Büro, die mir in solchen Fällen hilft, denn dort hänge ich besonders schöne Schülerarbeiten aus. Und das "wir mögen sie so sehr"-Elfchen, das mir eine meiner Fünften zu Weihnachten geschenkt hat.
Am Donnerstag war ich dann mit meiner Neunten im Theater und habe mir "Tschick" angeschaut. Ich muss gestehen, ich habe das Buch bisher nicht gelesen, es mir aber direkt aus den Schulreserven ausgeliehen. Das Stück selbst war in Ordnung, auch wenn meine Schüler extrem viel zu kritisieren hatten ;-) Allerdings habe ich mich auf dem Ausflug erkältet und habe den Samstag im Bett verbracht, trotz Besuch meines Mannes :-(
Dass die Bilder diesen Monat so essenslastig sind, liegt daran, dass mir mein Mann ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk gemacht hat. Ich bekomme einen Monat lang die "Hello Fresh"-Box und habe ich kreativ ausgetobt. Lecker war es und ich überlege grade, das Abo weiterlaufen zu lassen - ich mag die Rezepte und muss nicht mehr einkaufen gehen ...
So, und ab nächster Woche habe ich eine kleine Neuerung hier. Ihr habt vielleicht schon die social-media-Buttons an der Seite bemerkt, ab heute Abend kommt noch einer dazu. Jawoll, ich bin dann doch bei Instagram gelandet und werde ein bisschen Fotoeinblicke bei mir geben. Wer nicht mitlesen will, kriegt aber sonntags zumindest die besten Bilder geliefert ;-)
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