Donnerstag, 8. November 2012

Ellen Hopkins - Crank


Das Leben war gut,
bevor ich es
traf,
das Monster.
Das Leben
danach
war großartig.

Auf jeden
Fall
für kurze Zeit.

"Crank" ist definitiv ein Anwärter für den Titel "außergewöhnlichstes Buch meiner Lesekarriere". Das liegt daran, dass es weder ein klassischer Roman ist noch ein klassisches Jugendbuch, sondern eine vollständig in freien Rhythmen und Versen erzählte Geschichte einer Drogensucht. Alles beginnt, als Kristina in den Ferien zu ihrem Vater fährt. Die Eltern sind geschieden, der Vater nicht unbedingt der ideale American Dad - und Kristina kommt zum ersten Mal in Kontakt zu Kokain. Kokain, oder auch Crank, wird fortan zum bestimmenden Faktor in ihrem Leben, dem sie mehr und mehr alles unterordnet. Ihre Mutter kann dem langsamen und dennoch stetigen Verfall ihrer Tochter nur ohnmächtig mitansehen, obwohl sie alles daransetzt zu helfen ...

Das Buch ist in seinen Sc hilderungen sehr schonungslos, obwohl es durch die Gedichtform eine gewisse Distanz zum Leser bewahrt. Aber gerade dadurch, dass Gedichte sehr persönlich wirken, entwickeln sie für den Leser einen starken Sog und eine große Identifizierung. Das Buch hat mich mitgenommen und irritiert, verwirrt und aggressiv gemacht, bewegt und ich sage: Titel absolut verdient.

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