Die vierzigjährige Krankenschwester Terry führt ein unspektakuläres und durchaus einsames Leben in einer Kleinstadt in Florida. Die heimliche Liebe zum Sohn einer Patientin ist die einzige Aufregung in ihrem Alltag, bis sie sich dazu entschließt, das Gartenhaus hinter ihrem Haus zu vermieten. Sie hatte bereits eine Mieterin, aber diese Geschichte endete mit einem spurlosen Verschwinden der Mieterin, die sie auf zwei Monatsmieten sitzenließ - deshalb ist Terry extrem vorsichtig bei der Neuen. Die heißt Allison, ist Mitte zwanzig und sprudelt nur so vor Energie. Langsam freunden sich die beiden so unterschiedlichen Frauen an, Allison beginnt immer mehr Einfluss auf Terrys Leben zu gewinnen - aber was will sie tatsächlich? Terry fühlt sich immer unwohler und wittert eine Gefahr ...
Mein erster Joy Fielding, mein erstes Hörbuch von Hansi Jochmann. Wie ich finde, ist das eine sehr gute Kombination geworden. Die Geschichte selbst beginnt langsam, nimmt viel Fahrt auf und gipfelt in einem Finale furioso, das doch etwas überraschend um die Ecke kommt. Hansi Jochmann selbst passt von ihrer Stimme her sehr gut zu dieser völlig überrumpelten Mitvierzigerin, deren Leben durcheinander gerät und die immer mehr eine dunkle Ahnung von Gefahr hat. Sie hat eine sehr angenehme Stimmlage, die nicht langweilt und genug Abwechslung für einzelne Figuren bietet, um mich beim Autofahren immer bei er Stange zu halten und nicht gedanklich abschweifen zu lassen. Ich finde es spannedn für lange Fahrten, kann in jede Playlist aufgenommen werden ;-)
Samstag, 16. März 2013
Jorgen Brekke - Das Buch des Todes
Im Edgar-Allen-Poe-Museum in Richmond wird die Leiche des Konservators Efraim Bond gefunden: enthauptet und gehäutet. Zur selben Zeit stolpert der Sicherheitsbeauftragte der Universitätsbibliothek Trondheim im Sicherheitsbereich für seltene Bücher über die Leiche einer Konservatorin, die gekündigt hatte. Auch sie enthauptet und gehäutet. Auf beiden Seiten des Atlantiks beginnen Ermittlungen, die schon bald die Suche nach einem Buch einschließen, das angeblich auf der Haut von Menschen geschrieben wurde ...
Ich hatte mir das Buch vor zwei Wochen gekauft, weil ich auf der Suche nach spannendem Thriller-Stoff war und der Klappentext verdammt gut klang. Jetzt habe ich zwei Wochen lang an dem Buch gelesen und bin auf der letzten Seite ein wenig ... enttäuscht ist das falsche Wort. Desillusioniert, das trifft es vielleicht ganz gut. Es ist ja nicht so, dass das Buch nicht spannend ist und die Lösung nicht logisch wäre (ich halte sie sogar für ziemlich konsequent durchgezogen, dem Mörder kein Motiv zu geben, sondern nur Spekulationen zu hinterlassen). Es liegt nicht daran, dass die Figuren unsympathisch wären oder der Stil des Buchs langweilig. Es ist nur einfach bei dieser Mischung aus an und für sich guten Zutaten einfach kein Buch rausgekommen, das mich umgehauen hat, sondern eins, bei dem ich gelegentlich den Faden verloren habe, weil so viele verschiedene Sachen drin vorkommen, und bei dem ich mitunter extrem Passagen nur quergelesen habe, weil ich mir nicht erwartet hatte, da jetzt noch wichtige Informationen zu erhalten. Mir fehlte an dem Buch irgendeine Geheimzutat, die andere Autoren spielend zufügen können. Das Buch ist, glaube ich, eine ideale Verfilmungsmöglichkeit, weil es schöne und schockierende Bilder bietet, aber als Roman hat es mich einfach nicht gefangen.
Ich hatte mir das Buch vor zwei Wochen gekauft, weil ich auf der Suche nach spannendem Thriller-Stoff war und der Klappentext verdammt gut klang. Jetzt habe ich zwei Wochen lang an dem Buch gelesen und bin auf der letzten Seite ein wenig ... enttäuscht ist das falsche Wort. Desillusioniert, das trifft es vielleicht ganz gut. Es ist ja nicht so, dass das Buch nicht spannend ist und die Lösung nicht logisch wäre (ich halte sie sogar für ziemlich konsequent durchgezogen, dem Mörder kein Motiv zu geben, sondern nur Spekulationen zu hinterlassen). Es liegt nicht daran, dass die Figuren unsympathisch wären oder der Stil des Buchs langweilig. Es ist nur einfach bei dieser Mischung aus an und für sich guten Zutaten einfach kein Buch rausgekommen, das mich umgehauen hat, sondern eins, bei dem ich gelegentlich den Faden verloren habe, weil so viele verschiedene Sachen drin vorkommen, und bei dem ich mitunter extrem Passagen nur quergelesen habe, weil ich mir nicht erwartet hatte, da jetzt noch wichtige Informationen zu erhalten. Mir fehlte an dem Buch irgendeine Geheimzutat, die andere Autoren spielend zufügen können. Das Buch ist, glaube ich, eine ideale Verfilmungsmöglichkeit, weil es schöne und schockierende Bilder bietet, aber als Roman hat es mich einfach nicht gefangen.
Freitag, 15. März 2013
Alan Moore/Eddie Campbell - From Hell
Es gibt
Dinge, die werden vermutlich noch in mehreren hundert Jahren die Menschen
beschäftigen. Wie Ludwig II. starb. Oder wer John F. Kennedy erschoss. Und
natürlich: wer er war. Der Schrecken des Londoner East Ends 1889. Der Mann mit
dem Messer. Jack the Ripper.
In „From Hell“
greifen Autor Alan Moore und Zeichner Eddie Campbell eine der ausgefeiltesten
Verschwörungstheorien auf. Jack the Ripper ist niemand anders als William Gull, Chirurg und könglicher Arzt, der sich im Auftrag der Krone durch
Whitechapel schlitzt. Anlass, so die Theorie, ist die Ehe zwischen dem Thronfolger Albert Victor
und der Verkäuferin Annie Crook. Beide heiraten nicht nur, sondern
zeugen mit der kleinen Alice auch noch eine Tochter, die als Erbprinzessin
weitreichende Ansprüche der Königsfamilie gegenüber hätte. Dass Königin
Victoria dagegen einiges hat, kann man sich vorstellen – noch mehr hat sie aber
gegen fünf Freundinnen Annies, die sich als Erpresserinnen betätigen. Ihre
Namen? Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes und
Mary Jane Kelly.
Die Idee der Verschwörungstheorie ist abenteuerlich und so
sehr sie einen Leser auch fesselt, es ist gut, dass sich die beiden Autoren
nicht allein auf die Geschichte verlassen. „From Hell“ ist ein faszinierend
gezeichnetes und erzähltes Werk über das victorianische London, das weit über
Jack the Ripper hinausreicht. Moore und Campbell haben etwa zehn Jahre
recherchiert, was es nur zu recherchieren gab, von Kleidung über
Lebensgewohnheiten und Feindetails. Die Strichführung erinnert mitunter an
Skizzen, dennoch kann man sich in Campbells Bildern verlieren und entdeckt
immer wieder Einzelheiten. Mit dieser Graphic Novel fing bei mir alles an,
meine Eltern haben sie mir zu Weihnachten geschenkt, als ich 16 war. Seitdem
bin ich fasziniert davon, was man erreichen kann durch eine gelungene
Kombination aus Bild und Geschichte – und rate deshalb jedem, der es noch nicht
kennt, einen Blick in dieses Buch zu werfen. Oder vielleicht auch zwei ;-)
Joachim Gaertner - Ich bin voller Hass - und das liebe ich
Bücher über
Amokläufe gibt es sehr viele. Manche schaffen es, einen kleinen Einblick in die
Psyche der Täter zu verschaffen, andere verzichten darauf und schildern nur von
außen. Alle haben gemeinsam, dass man die, die man fragen könnte, sollte und
müsste, nicht mehr da sind und die Frage nach der Motivation in erster Linie
Spekulation bleibt. Joachim Gartner hat deshalb einen anderen Weg beschritten.
Er ist eingetaucht in die Psyche des Täters, oder um genau zu sein, der Täter.
1999, am Tag
des Amoklaufs von Littleton, war ich selbst 16 Jahre alt, nur ein Jahr jünger als Eric Harris
und Dylan Klebold. Ich hatte meine „ich hasse die Welt, das Leben ist scheiße“-Phase der Pubertät
gerade hinter mir gelassen und steckte in einer Beziehung mit meiner
Sandkastenliebe, die eigentlich meistnes im Off steckte, bis wir uns wieder
zusammenrauften. Die Nachricht, dass zwei Jungen an ihrer High School einen
Amoklauf durchgeführt hatten, dann Selbstmord begangen hatten und eigentlich
geplant hatten, die gesamte Schule zu sprengen, war einerseits schockierend,
andererseits verdammt weit weg von meinem Alltag (Erfurt sollte erst 2002,
unmittelbar vor meinem Abitur, stattfinden und diese Taten deutlich näher an
mich heranrücken). Und trotzdem stellte ich mir damals schon immer wieder die
Frage nach dem „Warum?“. Ähnlich muss es Joachim Gartner gegangen sein. Er nahm
Kontakt auf. Nicht zu den Eltern der Täter, nicht zu den Eltern der Opfer, sondern
zur Polizei. Nach der Abschluss der Ermittlungen erhielt er Zugang zu den
Polizeiakten, vor allem aber zu den Tonnen an Beweismaterial, das die Polizei
gesammelt hatte. Notizbücher, Tagebücher, Einkaufszettel, Schulaufsätze – alles
wild durcheinander, unsortiert und ohne Chronologie. Seine Idee: irgendwo darin
steckt sie vielleicht, die Antwort, die Eric und Dylan schuldig geblieben
waren. Er sichtete und suchte, er fand keine direkte Antwort. Aber was er fand,
war ein Zugang in die Gefühlswelt der beiden Täter, die er veröffentlichte.
„Ich bin
voller Hass, und das liebe ich“ ist ein schwieriges Buch. Nicht allein, weil es
einfach nur eine Zusammenstellung von Aufsätzen, Listen, Zitaten aus Filmen,
etc. ist – sondern vor allem, weil es nicht wertet. Weil allein der Leser die
Wertung finden muss. Weil er den Bezug herstellen muss zwischen
Gewaltphantasien in einer postapokalyptischen Welt im Aufsatz des Kurses für
„Kreatives Schreiben“ und einem realen Amoklauf in einer High School. Weil er
erkennen muss, dass die deprimierenden und traurigen Gedichte von denselben
Jungen stammen, die in Kampfmontur durch die Schulgänge ballern. Weil er keine
Antwort geliefert bekommt, sondern sie sich selbst suchen muss. Ich sitze immer
wieder gebannt vor diesem Buch und weiß absolut nicht, wie ich mich dazu äußern
soll. Es ist kein Faszinosum wie ein „True Crime“-Bestseller, sondern vor allem
eine Herausforderung. Und die sollte man annehmen.
Hörbuch: "Kalteis" - Monika Bleibtreu
„Kalteis“
selbst habe ich ja bereits inhaltlich rezensiert, deshalb kann ich mich hier
mal allein auf die Sprecherfigur konzentrieren. Ich muss gestehen, dass ich
Monika Bleibtreu ein paar Mal getroffen habe, kurz vor ihrem Tod, weil sie beim
selben Onkologen war wie die Großmutter meines Mannes. Ich habe mich nie
getraut, sie anzusprechen, aber ich hatte immer wahnsinnigen Respekt, wenn sie
zur Tür hereinkam. Als ich dann neulich die CD im Auto eingelegt habe, war mir
auch klar, woher der Respekt kam. Sie ist bereits durch ihre Stimme sowas von
präsent, dass ich das Gefühl hatte, sie sitzt auf dem Beifahrersitz. Und
während ich zuvor Mavie Hörbinger gelauscht hatte, kam da jetzt ein fast schon
stakkatoartiger Befehlston aus den Lautsprechern, der mit jeder Silbe
einforderte: „Ich bin hier! Hör mir zu!“ Ich schwöre euch, ich saß bei diesem
Hörbuch aufrecht im Auto mit den Händen exakt auf zehn und zwei Uhr!
Dieser Ton
ist aber nicht immer präsent, sondern wechselt natürlich beim Lesen auch. Katis
Geschichte wird von Monika Bleibtreu in einem sehr ruhigen, gediegenen und fast
schon beiläufigen Tonfall erzählt, die Dialogpassagen kraftvoll vorgetragen.
Die Vernehmungsprotokolle von Kalteis sind kleine Highlight in
Personencharakteristik durch Stimme, und in nahezu jedem Satz hört man die
geübte Schauspielerin heraus, die sehr genau weiß, was sie tut. Deshalb folgt
man ihr auch gerne hinein in diese Geschichte. Ich habe immer wieder bedauert,
dass sie schon so relativ früh gestorben ist, aber immerhin haben wir ihre
Stimme erhalten, die dieses Hörbuch wirklich trägt.
Jetzt gibt's was auf die Ohren!!!
Nach langen Rezensionen über Bücher habe ich mich dazu entschieden, für euch eine weitere Kategorie in diesem Blog einzuführen: Hörbücher und Hörspiele.
Ich konsumiere beide eigentlich nur gelegentlich. Allerdings ist mein Mann ein großer Hörbuch-Freund, weil er ungern liest, und deshalb haben wir hier in der Wohnung auch bereits eine nette Abteilung mit Hörbüchern und Hörspielen. Außerdem fällt mir gelegentlich doch gerne eins in die Bücherei-Tasche, wenn ich absehen kann, dass ich in nächster Zeit öfter mal mit dem Auto fahren muss. Da ich früh raus muss, kann ich mir das Totgequatsche von gutgelaunten Radiomoderatoren nicht anhören und zusätzlich zu Reportagen auf Bayern2 oder Dauernachrichten auf Bayern5 sind Hörbücher echt eine Alternative. Also, freut euch, denn das nächste Hörbuch wartet schon auf euch ;-)
Ich konsumiere beide eigentlich nur gelegentlich. Allerdings ist mein Mann ein großer Hörbuch-Freund, weil er ungern liest, und deshalb haben wir hier in der Wohnung auch bereits eine nette Abteilung mit Hörbüchern und Hörspielen. Außerdem fällt mir gelegentlich doch gerne eins in die Bücherei-Tasche, wenn ich absehen kann, dass ich in nächster Zeit öfter mal mit dem Auto fahren muss. Da ich früh raus muss, kann ich mir das Totgequatsche von gutgelaunten Radiomoderatoren nicht anhören und zusätzlich zu Reportagen auf Bayern2 oder Dauernachrichten auf Bayern5 sind Hörbücher echt eine Alternative. Also, freut euch, denn das nächste Hörbuch wartet schon auf euch ;-)
Andrea Maria Schenkel - Kalteis
München,
Anfang der 30er Jahre. Kati ist ein junges Mädchen vom Land, das sich eins
geschworen hat: sie will nicht wie ihre Mutter und ihre Freundinnen auf dem
Dorf versauern. Nein, sie will in der Stadt in Stellung gehen, eine Dame
werden, Großstadtluft schnuppern. Doch der Anfang in München entpuppt sich als
schwerer als gedacht. Ohne Stellung, ohne Wohnung ist sie angewiesen auf die
Hilfe einiger zwielichtiger Freunde, schon bald lernt sie einen netten Herrn
kennen … Zur selben Zeit und immer
wieder findet man in der Münchener Umgebung Frauenleichen. Vergewaltigungen
nehmen zu. Und immer wieder ist die Spur ein Fahrradfahrer, der die Frauen
verfolgt. Bis eines Tages Bruno Kalteis am Tatort verhaftet wird und damit
einer der Serienmörder der deutschen Geschichte vor Gericht gestellt werden
kann.
Wie schon im
Vorgänger „Tannöd“ besticht Andrea Maria Schenkels Buch vor allem durch eine
Komposition verschiedenster literarischer Texte. Da ist die linear erzählte
Geschichte von Kati, die Kalteis erstes Opfer sein wird. Da sind Protokolle von
den Verhören mit Kalteis und den Vernehmungen seiner Ehefrau. Da sind
Zeugenaussagen zu den einzelnen Morden und Vergewaltigungen. Das alles
ineinander verwoben und verstrickt, so dass man immer wieder zwischen den
Zeiten pendelt. Dabei verliert man als Leser eigentlich nie den Überblick,
weiß, wo man ist und welches Ereignis im Vordergrund steht. Deshalb habe ich
das Buch auch schon mehrfach gelesen und jedes Mal gerne gelesen. Was
allerdings wirklich zu bemängeln ist, ist einfach, dass man das Gefühl hat,
schon alles zu kennen. Andrea Maria Schenkel behält einfach das altbewährte
Prinzip aus „Tannöd“ bei. Wie auch dort ist ein realer Kriminalfall die
Grundlage (in diesem Fall Johann Eichhorn), wie auch dort wird teils in Mundart geschrieben,
teils auf hochdeutsch, wird teils linear erzählt, teils kombiniert, wie auch
dort wird ein vor allem zeitgenössisches Colorit verwendet, vor dem die
Geschichte etwas schwimmt und dümpelt. Im Klartext heißt es, dass man als Leser
sehr genau weiß, worauf man sich einlässt und genau das bekommt, was man nach
„Tannöd“ erwartet hat. Wer Innovation will, ist hier nicht unbedingt gut
aufgehoben. Wer einen sehr interessanten, fast schon literarischen Krimi lesen
will, schon eher.
Will Lavender - Der Menschenspieler
1994 wird eine neunköpfige Studentengruppe am Jasper College ausgewählt für ein besonderes literaturwissenschaftliches Seminar. Der Literaturprofessor Richard Aldiss diskutiert mit den Studenten über eines der größten Geheimnisse der Literaturwissenschaft: die Identität des Autors Paul Fallows. Die Diskussion erfolgt per Videoübertragung, denn Aldiss sitzt wegen Mordes an zwei Studentinnen seit zwölf Jahren im Gefängnis. Alex, eine der Studentinnenm glaubt an Aldiss Unschlud und es gelingt ihr auch, sie zu beweisen. Aldiss wird erneut am Jasper College angestellt, die Zeit vergeht. 2009 kehren die Studenten zurück ans College, zur Beerdigung eines ihrer Kollege. Auch er wurde ermordet - und der Verdächtige ist niemand anders als Richard Aldiss ...
Ich habe an dem Buch mehrere Tage gelesen, weil ich es immer wieder zur Seite legen musste. Ich schwankte beim Lesen immer wieder zwischen "Hammer!" und "Häh?" Die Struktur des Buchs ist gelegentlich sehr nervig, weil sowohl die Ereignisse von 1994 als auch die von 2009 parallel erzählt werden und man eigentlich gerne mal eine Lösung hätte. Diese Lösung ist es auch, die mich so irrsinnig zwiespältig zrücklässt. Nicht nur, dass ich bei er 1994-Lösung immer noch frage, was genau mir damit mitgeteilt werden sollte, hat das Buch selbst ein offenes Ende nach der Lösung, das ich, egal wie oft ich darüber nachdenke, einfach nicht verstehe. Ich habe Literaturwissenschaften studiert, aber wissenschaftliche Inerpretation ist mir in manchen Fällen ein Buch mit sieben Siegeln - und das ist aber genau das, was man bei "Der Mesnchenspieler" tun müsste. Dann kann man sicher viel aus dem Buch und seiner Geschichte gewinnen, so ist es aber für mich absolut unbefriedigend geblieben und war zwar spannend, aber wie hinter einer Milchglasscheibe.
Ich habe an dem Buch mehrere Tage gelesen, weil ich es immer wieder zur Seite legen musste. Ich schwankte beim Lesen immer wieder zwischen "Hammer!" und "Häh?" Die Struktur des Buchs ist gelegentlich sehr nervig, weil sowohl die Ereignisse von 1994 als auch die von 2009 parallel erzählt werden und man eigentlich gerne mal eine Lösung hätte. Diese Lösung ist es auch, die mich so irrsinnig zwiespältig zrücklässt. Nicht nur, dass ich bei er 1994-Lösung immer noch frage, was genau mir damit mitgeteilt werden sollte, hat das Buch selbst ein offenes Ende nach der Lösung, das ich, egal wie oft ich darüber nachdenke, einfach nicht verstehe. Ich habe Literaturwissenschaften studiert, aber wissenschaftliche Inerpretation ist mir in manchen Fällen ein Buch mit sieben Siegeln - und das ist aber genau das, was man bei "Der Mesnchenspieler" tun müsste. Dann kann man sicher viel aus dem Buch und seiner Geschichte gewinnen, so ist es aber für mich absolut unbefriedigend geblieben und war zwar spannend, aber wie hinter einer Milchglasscheibe.
Montag, 11. März 2013
52 Wochen, 52 Buchfragen - Woche 11
An welchen Buch hast du ungewöhnlich lange gelesen und Warum?
:-p Nachdem ihr also sehr lange auf den zugehörigen Post warten musstet, gibt es jetzt auch die Antwort dazu. Das Buch, für das ich wirklich ewig gebraucht habe, war:
Woran es lag, kann ich ziemlich genau erklären. Als ich neun Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal "Der kleine Hobbit" gelesen und fand es großartig. Mein Vater, ein erklärter Fan von Tolkien, besitzt natürlich auch die Carroux-Übersetzung des "Herrn der Ringe" und die habe ich ihm damals aus dem Regal gestohlen, weil ich ja wusste, dass es da weitergeht, wo der Hobbit aufhört. Womi es genau weitergeht, habe ich allerdings erst ungefähr sechs Jahre später erfahren. So lange lag das Buch aufgeschlagen auf Seite 48 in meinem Bücherregal und staubte langsam ein. Bis heute öffnet es sich auch noch an dieser Stelle, wenn man es in die Hand nimmt :-) Ich war einfach zu jung für das Buch, und später musste ich feststellen, ich bin auch zu wenig schilderungswütig für dieses Buch. Ich bin Peter Jackson bis heute für die Verfilmung inklusiver sämtlicher Kürzungen etc. ankbar, denn auch, wenn ich mich tapfer durch das Buch gekämpft habe, es zu sehen, war deutlich angenehmer
Montag, 4. März 2013
52 Wochen, 52 Buchfragen - Woche 10
Ein Cover, das du schön findest
Hmmm, für die Frage musste ich ein bisschen überlegen, denn ehrlich gesagt, habe ich mir da noch nie großartig Gedanken gemacht, wie sehr mir ein Cover gefällt oder nicht. Und deshalb habe ich den Sonntag einfach mal genutzt für ein völlig absurdes, angeberisches und unendlich schönes Projekt - alle meine Buchcover auf einmal. Bitte schön! Ich bin wirklich für euch mehrere Stunden lang meine Regale durchgegangen und habe zum Teil Schätze wiederentdeckt, die in den hinteren Reihen ein Schattendasein fristen müssen. Darüber hinaus stelle ich fest, dass mein SUB doch wieder um einiges angewachsen ist, abeer bei weitem nicht mehr zu extrem wie noch vor ein paar Jahren. Was mir noch aufgefallen ist, ich habe zwar sehr viele Krimis, aber es hält sich dann doch die Waage mit anderen Genres. Grade die Kinderbücher, die ich seit Jahren sammele (in der Hoffnung, meine Kinder damit in Bekanntschaft zu bringen) machen einige Regalmeterchen aus.
Auf den Bildern könnt ihr es vermutlich nicht anchvollziehen, aber ich habe zumindest beim Einzug in die Wohnung begonnen, die Regale systematisch zu befüllen. In Ordnung, ich muss zugeben, dass dieses Projekt ziemlich gescheitert ist im Laufe der Zeit, vor allem, weil ich inzwischen Regalbretter doppelt befülle oder Bücher auf die Reihen drauflege. Alles, was ihr hier seht plus noch einige Bücher, die ich nicht aufgenommen habe (die gesammelnte Politikerbiographien meines Mannes, ein großer Teil der SZ-Bibliothek und dem kleinen Regal im Schlafzimmer) finden ihren Platz in dreieinhalb großen Billy-Regalen mit Aufsatz. Wobei, drei Fächer sind reserviert für unsere Weingläser, die Whisky-Sammlung meines Gatten und ein Regalbrett mit Andenken-Schnickschnack.
Je länger ich die Buchcover zusammengestellt habe, desto mehr habe ich mich gefragt, ob es darunter eins gibt, das mir wirklich besonders gefällt. Mit Ja antworten kann ich immer noch nicht - das liegt einfach auch daran, dass ich zwar Bücher sehr oft nach Cover auswähle, es dabei allerdings mehr um die Frage geht, ob mich das Bild spontan anspricht oder nicht. Stehen sie dann im Regal, sieht man ja häufig nur noch den Buchrücken, der nicht allzu viel verrät. Was ich sehr mag, sind Cover, die einen haptischen Effekt haben, also eine rauhe oder besonders glatte Oberfläche haben - das fühlt sich beim Lesen einfach wundervoll an. Die farben sind mir relativ egal, kann man denke ich ganz gut sehen. Ich würde meine Regale sehr gerne nach Farben sortieren, aber die thematische Ordnung ist mir wichtiger. Wenn wir jemals in eine größere Wohnung ziehen, werde ich es wieder so strukturieren - und ein paar zusätzliche Regale anschaffen ;-)
Und, habt ihr Bücher erkannt? Gobt es Sonderwünsche für Rezensionen zu irgendeinem der abgebildeten Schätze aus dem Bücherregal? Eins kann ich euch sagen, mein Vorsatz, alle Bücher bei mir zu rezensieren, wurde heute zwar von der Menge ziemlich erschlagen, aber ich gebe ihn sicher nicht auf - ich kann über viel zu viele dieser Bücher noch immer detaillierte Angaben machen und freue mich drauf, wenn ich wieder mal mehr Zeit habe und das in Angriff nehmen kann :-) Bis das geschieht, kommen aber zumindest alle Neuerwerbungen ganz regelmäßig hier zu Wort und werden brav vorgestellt.


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