Donnerstag, 19. Dezember 2013

J.R.R. Tolkien - Der kleine Hobbit

In einem Dorf neben einem Berg, da lebte ein Mädchen. Es war ein kleines Dorf, in dem sich die Menschen kannten, und das Mädchen wusste eines genau: da draußen gibt es noch anderes. Warum es das wusste? Weil es las. Es las sich fest an Büchern, die es in fremde Welten entführten, ihm Gestalten zeigten, die nie jemand sich hätte vorstellen können. In einem dieser Bücher fand es eine Höhle mit einer runden Tür. Es war eine gemütliche Höhle und in ihr wohnte ein Hobbit. In diesen Hobbit verliebte sich das kleine Mädchen und wäre am liebsten immer bei ihm geblieben. Doch je älter es wurde, desto seltener suchte es den Hobbit auf, weil es immer mehr dieser fremden Welten fand und immer seltener das Buch des Hobbits zur Hand nahm.
Doch dann, eines Dezembertags entschied das Mädchen, das inzwischen eine Frau geworden war, dass es dem Hobbit einen Besuch abstatten musste. Und kaum hatte sie das Buch betreten, da fühlte sie sich wie ein Kind und entdeckte in dem alten Buch so viele neue Dinge, dass es beschloss, von nun an wieder ganz regelmäßig einen Tee mit Bilbo Beutlin zu trinken. Das war der Name des Hobbits.

Ich kann nicht objektiv sein, wie ihr seht. Dieses Buch ist Schuld daran, dass ich lese. Und auch, wenn ich heute sagen würde, dass es gelegentlich ein wenig zu kurz ist, dass so viele Dinge nur angedeutet sind - das würde ich nie laut sagen. Ich kann immer noch - so wie zweimal letzte Woche - ins Kino gehen und mir "Smaugs Einöde" ansehen (der nebenbei, ganz subjektiv, großartig ist und den ich immer und immer sehen will!), wenn ich noch mehr Details haben möchte. Ich danke Peter Jackson, dass er Tolkiens Werk mit meinen Bildern gefüllt hat, und ich danke Tolkien selbst, dass er geschrieben hat und mir ermöglich hat, in diese Welt zu gleiten. Wenn ich jemals als Romanfigur geboren werden sollte - dann bitte im Auenland, lässt sich das einrichten?

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