Montag, 11. November 2013

Claudia Frieser - Oskar und das Geheimnis des Klosters

Es sind Ferien und Oskar ist wieder einmal genervt von seinen Eltern. Typisch Archäologen wollen sie diese Zeit in der Klosterruine Maulbronn verbringen und in alten Steinen rumklopfen - inklusive ihres Sohnes.Kurzerhand packt der seine Sachen und entflieht zu seinen Freunden in die Vergangenheit. Bei Katrin, Albrecht und Liss wird er sich erholen und Spaß haben können. Doch schon der erste Schritt aus der magischen Eiche zeigt ihm, dass es im Jahr 1485 nicht unbedingt besser ist als zu Hause: Strömender Regen, verdorbene Ernten, dazu noch aufgeweichte Wege. Und auch hier entgehet er dem Kloster nicht, denn Katrin soll einen kleinen Waisenjungen ins Kloster Maulbronn bringen. Kurzerhand beschließen, Oskar, Albrecht und Liss, mitzukommen. Doch schon bald geraten sie wieder in ein Abenteuer, das sie auf die Suche nach einer wertvollen Ikone tiefer ins Klosterleben eindringen lässt, als Oskar es sich hätte erträumen lassen ...

Als Lehrerin in Franken kommt man an Claudia Frieser kaum vorbei. Die Bambergerin hat inzwischen vier Oskar-Bände geschrieben, die das spätmittelalterliche Nürnberg wieder lebendig werden lassen. Mit Hilfe des Zeitreisenden Oskar können sich Kinder schnell in die ungewohnten Situationen einlassen und durch die sehr nett geschaffenen Figuren von Katrin, der Hebamme, und dem kleinen Albrecht Dürer stehen auch in der Vergangenheit Personen bereit, die dazu einladen, sich zu identifizieren. Die historischen Dimensionen sind für Zehnjährige verständlich geschildert, grade durch die sehr lebensnahe schilderung. Der Alltag eines Novizen lässt das Leben zu Hause plötzlich sehr annehmbar wirken und allein die Schilderung der Reise zeigt, welche Vorteile wir heute im Alltag durch Technik und warme Kleidung zum Teil bereits haben. Allerdings muss ich sagen, dass ich dieses mal ein wenig sehr demonstrativ den "früher war alles schwerer"-Hammer gespürt habe, weshalb ich diesen dritten Band für schwächer als die Vorgänger halte. Besonderns spannend ist es natürlich wieder für Einheimische, die das Nürnberger und Maulbronner Kolorit mitgeliefert bekommen und viele Dinge einfach in der gegenwart wiederfinden. Aber auch für andere ist das ein sehr nettes Buch, das durchaus auch Lust am Lesen weckt .-)

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