Freitag, 27. Mai 2011

Freitagsfüller



1. Eigentlich solle ich ja aufräumen und nicht CityVille spielen.

2. Morgen wird ein schöner Tag, denn ich erwarte Sonnenschein und angenehme Gesellschaft.

3. Vor vielen Jahren lebte eine kleine Meerjungfrau in einem Aquarium. Doch sie wuchs und wurde erwachsen. Da merkte sie, dass der Ozean in Wahrheit ein Ozean war.

4. Wenn ich nicht kochen würde, dann gäbe es doch wieder nur Obst zum Abendessen.

5. Ich weiß genau, wo ich meine Prioritäten setzen muss - auch wenn das komisch wirken kann.

6. Houston, wir haben ein Problem.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen schönen Sonnenuntergang, morgen habe ich einen Ausflug zum Weißbierfest geplant und Sonntag möchte ich mit jemandem ganz bestimmten zum Waldhaus fahren!

Dienstag, 24. Mai 2011

Jed Rubenfeld - The Interpretation of Murder

New York, im Jahr 1909. Dr.Siegmund Freud reist von Wien nach Amerika, um seine bahnbrechenden Theorien zur Psychoanalyse auch in der neuen Welt bekannt zu machen. Dort angekommen, wird er vom Bürgermeister der Stadt gebeten, der Polizei in einem brisanten Fall beizustehen: Nora, eine siebzehnjährige Debütantin der High Society, wurde im Hause ihrer Eltern überfallen und in einem sadistischen Ritual ausgepeitscht, der Täter flüchtete jedoch, bevor er sie - wie kurz zuvor ein anderes Mädchen - erwürgen konnte. Nora hat ihre Stimme, vor allem aber ihr Gedächtnis verloren - wäre das nicht die Gelegenheit, die Hilfe der Psychoanalyse zu bestätigen? Freud überlässt den Fall seinem amerikanischen Schüler Stratham Younger, der schon bald in die sado-masochistischen Abgründer der Upper Class eintaucht...
Freud war 1909 tatsächlich in den USA und, was ich an dem Buch großartig finde, Rubenfeld gelingt es einfach immer wieer, die tatsächlichen Ereignisse (die Anfeindungen gegen Freund von amerikanischen Psychiatern, die allmähliche Entfremdung zwischen Freud und seinem großen Schüler Carl Jung, reale Morde und Aufreger in New York) mit seinem erfunden Fall zu kombinieren und zu verketten, dass man als Leser immer am Ball bleibt, selbst dann, wenn er einfach nur über Brückenkonstruktionen spricht. Hier gelingt ihm nicht nur ein Zeitgemälde, sondern auch ein Sittengemälde, das seinen Höhepunkt in der überrasachenden, dennoch überzeugenden Auflösung findet.
Hier allerdings muss ich ein klein wenig Abzüge in der B-Note verteilen. Ja, Krimis haben immer das Problem, dass der Autor den Täter ja von Anfang an kennt und dann konsequent die Hinweise auf den Mörder einfließen lassen kann. Aber dadurch, dass wir hier ein Buch haben, dass sich zur Aufgabe gemacht hat, psychoanalytische Theorien - Ödipus-Komplex und Kastrationsangst - zum Aufklärungs- und Antriebsmotor zu machen, tappt man als Leser wirklich nicht im Dunkeln. Gut, ein bisschen was ist anders, als man vermutet, aber letztlich ist keine der Schlussfolgerungen überraschend für den Leser, wenn er erst kurz vorher die Theorie geleden hat und dann eine 1:1-Übersetzung der Theorie hat ohne jede Abweichung. Wir haben es hier quasi mit einer klinischen Studie zu tun, die ind er Realität sicher nicht so schwarz-weiß wäre.
Das wird aber wettgemacht von den Personen, die sich im Buch tummeln. Historische Romane laufen ja oft Gefahr, nur noch Name-Dropping zu betreiben - nach dem Motto "Ach, der hat damals auch gelebt, den nehm ich jetzt noch mit rein" - aber Rubenfeld vermeidet das sehr gut. Er hat genau so viele historische Figuren wie notwendig sind, um ein reales Umfeld zu schaffen und gleichzeitig so viele erfundene Charaktere, dass man nicht Gefahr läuft, das ganze mit einem Sachbuch zu verwechseln.

Fazit: ein gelungenes Buch, das eine interessante Einführung in die Geschichte und Theorie der Psychoanalyse bietet und genug Spannung beinhaltet, um nicht abschalten zu lassen ;-)

Tracy Chevalier - Remarkable Creatures

Nein, ich lese nicht nur englisch, aber im Moment hab ich es einfach geschafft, endlich mal einen Teil meiner Mitbringsel von W.H.Smith abzubauen - es ist aber auch fies, 2für3-Angebote an eine wehrlose Leseratte zu machen :-D
Tracy Cevallier dürfte vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff sein als Autorin des wundervollen Buches "Das Mädchen mit dem Perlenohrring". Ich bin ein echter Fan von ihr, weil sie es erstaunlicherweise immer wieder schafft, in ihren Büchern Zeitdokumente zu schaffen und die Figuren trotz allem so warmherzig zu gestalten. Eigentlich sind ihre Bücher eher Herbstbücher zum Seelenwärmen, aber "Remarkable Creatures" ist auch grade auf Deutsch erschienen.

Das Buch ist die Lebensgeschichte von zwei sehr bemerkenswerten Damen: Elizabeth Philpot und Mary Anning. Beide sind heute leider kaum noch ein Begriff, dabei wäre die Erforschung der Fossilien ohne diese beiden sicher nicht dort, wo sie heute ist.
Mary Anning lebte in dem kleinen Dorf Lyme Regis, das sich an der heute so genannten Fossilienküste von Dorset befindet. In den Kreidefelsen dort befinden sich auch heute noch eine Vielzahl an Fossilien. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihnen begann etwa zur Zeit von Mary Geburt Anfang des 19.Jahrhunderts. Marys Familie lebte davon, interessante Funde an Suchende zu verkaufen, aber das änderte sich, als sie 12 Jahre alt ist. In diesem Jahr findet Mary ein völlig neues Exemplar, nämlich das vollständige Skelett eines Ichtyosauriers, das man auch heute noch im Natural History Museum in London bestaunen kann (ein Ausflug, der sich jederzeit lohnt, ich hätte es auch nicht gedacht, aber das Museum ist einfach fantastisch!). Bis zum Ende ihres Lebens wird sie noch mehrere Saurier-Skelette finden und allmählich in die Korrespondenz mit führenden Wissenschaftlern ihrer Zeit treten - bemerkenswert, wenn man sich vorstellt, dass sie in dieser Hinsicht ein absoluter Autodidakt ist.
Tracy Chevalier kombiniert diese wunderbare Lebensgeschichte mit den Augenzeugnissen von Elizabeth Philpot. Sie ist eine aus London verzogene ältere Jungfer, die sich vor allem für Fischversteinerungen interessiert und mit Mary Bekanntschaft schließt. Beide verlieben sich in denselben Mann, der aber weder die eine noch die andere zu heiraten gedenkt. Aber Elizabeth und Mary beginnen sich zu entfremden und es bleibt die Frage, ob sich beide wieder gemeinsam ihren Fossilien widmen wollen und können.

Nein, das Buch hätte alle Voraussetzungen, um eine schnulzige, seichte Story zu werden, die man sofort wieder vergisst. Aber das geschieht nicht - das Buch tanzt zwar scharf am Rand des Kitsches, stürzt aber nie hinein in diesen Abgrund, sondern bewegt sich konstant auf den den gesellscahftlichen Konventionen entsprechenden Wegen. Und das ist wirklich gut so, denn dadurch geraten die beiden Frauen wirklich erst in das Fadenkreuz der Aufmerksamkeit und stehen, im Gegensatz zur Realität, hinter ihren Entdeckungen nicht zurück. Sie sind in der Tat bemerkenswert in ihrem Tun, in ihren Denkweisen und in ihrem Dasein, so bemerkenswert, wie es auch ein Plesiosaurus nur sein kann.

Montag, 23. Mai 2011

Endlich mal wieder ein bisschen Deko ;-)

Gestern war ich nach einem langen, arbeitsreichen Tag bei meinen Eltern noch schnell im Einkaufszentrum. Eigentlich wollte ich ja nur mal schnell zu Thalia reinschauen, aber dann habe ich dieses riesige, gelb-rote Schild gesehen. "Cult at Home", ein Deko-Laden, der wahnsinnig hübsche Sachen hat, schließt endgültig bei uns und haut deshalb seine gesamte Ware zum halben Preis raus. Tja, was soll ich sagen, ich konnte einfach nicht anders - ich hab einige sehr schöne Dinge für unsere Hochzeit gefunden, die mir sonst zu teuer gewesen wären, jetzt aber zum halben Preis durchaus okay sind ;-)


Wir dürfen zwar keine Blumen und Reis bei der Trauung streuen, aber da meine Nichte und meine Großcousine sich so darauf gefreut haben, bekommen sie als Blumenmädchen trotzdem Körbchen, in denen dann aber Seifenblasen liegen werden ;-)


Teelichthalter fürs Buffet, allerdings sind die, die ich gekauft habe, nicht mit durchsichtigen Gläsern, sondern mit hellgrünen, was zu unserem Grün-Gelb-Thema ganz gut passt. Zusätzlich habe ich diese Halter auch noch als Aufhänger gefunden, so das wir damit vermutlich unsere Grillhütte im Garten dekorieren werden.

Freitag, 20. Mai 2011

Elizabeth Kostova - Der Historiker


"Ah, Vampire..." Der Blick, den mir meine Schwester zugeworfen hat, als ich das Buch im Zug auspackte, schwankte irgendwo zwischen "Arme Irre" und "Igitt". Ich muss ja selbst sagen, seit Stephanie Meyer sind Vampirromane für mich eher ein Grund, das Buch nicht zu lesen (es sei denn, es handelt sich um die von Markus Heitz, aber das ist eine andere Sache...), und "Der Historiker" sieht im englischen Original als Taschenbuch auch genau in die Twilight-Richtung, selbst die Blutstropfen auf dem Einband dürfen nicht fehlen. Aber da ich bei Bücher zumindest immer erst den Klappentext lese, bevor ich sie endgültig verbanne, hatte ich zumindest die Hoffnung, ein gutes Buch zu finden.

Eine junge Frau findet in der Bibliothek ihres Vaters ein altes Buch und eine Reihe rätselhafter Briefe. Als sie ihren Vater darauf anspricht, erzählt dieser ihr eine ebenso unglaubliche wie schreckliche Geschichte. Die Briefe stammen von seinem ehemaligen Mentor Professor Rossi, der vor etwa zwanzig Jahren Nachforschungen über den berüchtigten rumänischen Fürsten Vlad der Pfähler angestellt hat. Rossi hatte damals eine erstaunliche Entdeckung gemacht, denn seine Recherchen wiesen darauf hin, dass Vlad noch immer am Leben sein könnte. Bei dem Versuch, Vlads wahres Grab zu finden, verschwand der Professor jedoch spurlos. Gemeinsam mit Rossis Tochter Helen begab sich Paul auf die Suche nach seinem Mentor. Weitere zwanzig Jahre später scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Als ihr Vater Paul auf mysteriöse Weise verschwindet, begibt sich nunmehr die Erzählerin auf die Suche nach ihm und nach der Wahrheit hinter dem Mythos Dracula.

Klingt spannend? Ist es auch. Allerdings nicht auf die "Blut spritzt, Knochen knacken"-Weise. Stattdessen ist "Der Historiker" streckenweise sehr zäh, denn Kostova geht tatsächlch wie ein Historiker vor: jedes Detail wird bewiesen, wird mit Aktenmaterial belegt und genau untersucht. Aber genau das ist auch das Spannende an dem uch, denn Kostova, die für den Roman einen enormen Recherche-Aufwand über die Geschichte von Vlad Dracul betrieben hat, verknüpft diese Fakten so geschickt, dass man einfach nicht mehr weiß, was man glauben soll. Dazu wechselt sie immer wieder die Zeitebenen, aber nie so, dass man den Überblick verliert - vielmehr ist man eher überrascht, wieder eine Zeitebene höher zu klettern und aus den fesselnden Erinnerungen nach oben zu gelangen.

Ein fesselnder Roman, der jeden Leser verdient hat ;-)

Jussi Adler Olsen - Schändung


Sagte ich, "Erbarmen" wäre ein großartiges Buch?
Da hatte ich "Schändung" noch nicht gelesen.

Auch hier treten wieder Morck und el-Assad auf, die es diesmal mit einem eigentlich gelösten Fall zu tun bekommen. Vor zwanzig Jahren wurde ein Geschwisterpaar in einem Ferienhaus brutal ermordet. Nach fünf Jahren stellte sich der Täter, ein Jugendlicher aus einem exklusiven Privatinternat, in dem die dänische High Society von morgen ausgebildet wird. Morcks Spürsinn wird erst dann wirklich aktiv, als er von oberster Stelle ein Ermittlungsverbot erhält - irgendetwas stimmt da nicht. Und in der Tat stößt er bei seinen Ermittlungen in ein Wespennest aus Gewalt, Überheblichkeit und Vertuschung, wie es ein Mankell nicht besser hinkriegen könnte.

Was ich an dem Buch toll fand, war Adler Olsens Steuerung des Lesers. Das ganze Buch über liegt die Lösung deutlich da, aber man ergreift sie nicht, weil man von ihm sehr kunstvoll andere Sichtweisen und Verdächtige geliefert bekommt. Wirklich toll, wirklich empfehlenswert - und ich will, dass Band 3 bald herauskommt!!!

Jussi Adler Olsen - Erbarmen



Ich hab mich lange nicht getraut, die Bücher von Jussi Adler Olsen zu lesen. Skandinavische Krimis sind eigentlich nicht so mein Ding, Mankell ist mir zu trostlos, Stig Larssen war nicht so wirklich mein Thema, und so weiter. Aber andererseits klang der Klappentext von "Erbarmen" einfach immer zu spannend, um einen Bogen drum zu machen, und vor zwei Monaten hab ich mir den ersten Band dann einfach für eine langweilige Zugfahrt gekauft. Es hat sich gelohnt ;-)

Carl Morck von der Kriminalpolizei in Kopenhagen ist ein Bulle, wie er im Buche steht. Seit er aber vor kurzem erleben musste, wie sein bester Freund und Kollege so schwer verletzt wurde, dass er seitdem vom Hals abwrts querschnittsgelähmt ist, und er selbst nur deshalb entkam, weil er sich - in seinen Augen wie ein feiger Hund - auf dem Boden unter einer Leiche versteckte, ist bei Carl irgendwie die Luft raus. Sein Chef will den unliebsamen Bullen aufs Abstellgleich befördern und richtet, extra für ihn, das Sonderdezernat Q ein. Carl soll sich fortan um ungelöste, aber dennoch brisante Fälle kümmern, da kann er keinen Mist bauen und ist trotzdem weg vom Fenster. Zur Seite steht ihm dabei Hafez el-Assad, ein syrischer Immigrant, der zwar kein echter Polizist ist, dafür aber sehr viele ungeahnte Quellen auftun kann, wenn es darum geht, Informationen zu bekommen. Das ungleiche Team macht sich in "Erbarmen" daran, ihren ersten Fall zu lösen: vor fünf Jahren verschwand die Nachwuchspolitikerin Merete Lynggaard spurlos von einer Fähre. Was der Leser, im Gegensatz zu Morck und el-Assad, von Anfang an weiß: Merete lebt. Sie ist in den Händen eines Unbekannten, der von ihr eine Antwort verlangt: warum halten wir dich hier fest?

Dieses Buch sit ein astreiner Page-Turner im besten Sinn. Es ist spannend aber auch gesellschaftskritisch - ganz ohne können skandinavische Krimis einfach nicht - es hat einige sehr lustige Details (Carls Lebensverhältnisse sind selbst für das liberale Dänemark, sagen wir mal, ungewöhnlich :-D ) und es ist wirklich sehr, sehr, sehr gut. Ich hab es mehr als nur gerne gelesen und mich dann natürlich gleich an Band 2 gemacht ;-)

Freitagsfüller



1. Heute könnte ich nur essen, essen, essen.

2. Selbstgebackener Zitronenkuchen ist das beste, was ich in der letzten Zeit gegessen habe.

3. Wenn ich so neben mich schaue, sehe ich einen Mann, der liest!!! Unglaublich, aber wahr, mein "ich mag lesen einfach nicht"-Freund verschlingt im Moment schon das fünfte Buch in diesem Jahr.

4. Dass die Sprechstundehilfe die Impfnadel schon gesetzt hatte, hab ich erst gemerkt, als es vorbei war.

5. Es gibt Leute , die es schaffen, mich innerhalb von zehn Sekunden gegen sich einzunehmen.

6. Im Fernsehen läuft "A Bit of Fry and Laurie" - ich finde das immer zu komisch.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf warme Nudelsuppe , morgen habe ich einen arbeitsreichen Vormittag und viel Erholung am Nachmittag geplant und Sonntag möchte ich ins Kino gehen!

Mittwoch, 18. Mai 2011

Last Chance to see - Mark Carwardine/Stephen Fry


Letztes Jahr habe ich in England meiner Freundin einen ziemlichen Schrecken eingejagt, als wir an einem Billig-Buchladen vorbeigingen und ich plötzlich mit den Worten "Stephen Fry für 3,99, ich MUSS da rein!!!" mich aus unserem Gespräch ausklinkte und einfach nach rechts in einen Laden abbog. Ja, okay, ich reagiere bei Mr. Fry ein klitzekleines bisschen über, ich geb es zu, und wenn er auf dem Titelbild wieder mal grinst wie ein bekiffter Teddybär, dann muss ich es doch einfach mitnehmen ...

Jetzt hatte ich endlich Zeit, mich dem betreffendne Buch näher zu widmen. Es handelt sich dabei um das Begleitbuch zu der BBC-Reihe "Last Chance to see". Moment, da war doch was, oder?

Richtig. Vor zwanzig Jahren gingen der Autor Douglas Adams und der Tierfotograf und Zoologe Mark Carwardine gemeinsam auf eine Reise rund um die Welt, um vom Aussterben bedrohte Tierarten zu finden. Carwardine machte jeweils eine Fotoserie, Adams schrieb eine Radioreportage für die BBC über hre Erlebnisse, die dazu führte, dass Tiere wie der Kakapo oder das Aye-Aye in der Öffentlichkeit überhaupt bekannt wurden. In dem umwerfenden, komischen, traurigen und aufrüttelnden Buch "Die letzten ihrer Art" wurden die Reportagen schließlich veröffentlicht. Zwanzig Jahre später war Douglas Adams leider viel zu früh an einem Herzinfarkt verstorben (was zumindest für ihn ein klitzekleines Glück war, weil er nicht mehr erleben musste, dass zwei der von ihm portraitierten Tierarten inzwischen tatschlich ausgerottet sind), aber die BBC hatte die geniale Idee, die Reise zu wiederholen. Mark Carwardine war sehr schnell bereit, auf Tour zu gehen, denn nicht zuletzt seit dieser Reise ist er ein sehr engagierter Artenschützer. Und letzten Ende wurde ein Ersatz für Douglas Adams gefunden, der besser nicht hätte sein können: Stephen Fry.

Das Buch ist von Carwardine geschrieben, Frys - man muss es so sagen - brillante englische Wirtspielereien finden sich nur im Vorwort. Aber dafür ist das uch dennoch hochinteressant, unglaublich lustig (allein die Beschreibungen Carwardines des im Dschungel von Madagaskar hilflos nach einem Empfang für sein Iphone suchenden Stephen! :-D ), berührend, wunderbar bebildert, faszinierend, wissenschafltich fundiert, nicht langweilig und einfach unglaublich toll. Selbst nicht-englisch-Leser sind hier absolut gut aufgehoben!

Um mal einen kurzen EInblick in Themen und ein bisschen auch den Stil des Buches zu geben, habe ich hier den Trailer für die BBC-Serie, die übrigens vor drei Wochen auch auf Arte lief. Leider in einer fürchterlichen Synchronisation (Dokumentationen sind die einzigen Dinge im Fernsehen, bei denen ich Synchronisation nicht leiden kann!), aber amazon hat ja auch die DVDs im Angebot ;-)

Dienstag, 17. Mai 2011

Und wo treibst du dich diese Woche so rum?

Seit letztem Jahr bin ich Assistentin einer Grundschul-Theatergruppe. Die Leiterin hatte an unserem Didaktik-Lehrstuhl einen Hilferuf ausgehängt, sie bruchte vor allem eine tatkräftige, einigermaßen technik-affine (d.h. CD-Player bedienen können :-D ) Hilfskraft, die gern mit Kindern arbeitet. Tja, das bin ich ;-)

Seit Sptember sind wir an einer anderen Schule, aber das macht nichts, die Arbeit ist dieselbe. Und sie ist immer wieder toll. Die Kinder sind in der 3. und 4. Klasse, es gibt talentierte und unbegbte, aber alle haben einen riesign Spaß daran, auf der Bühne zu stehen. Und deshalb st es nur natürlich, dass die Gruppe auch in diesem Jahr bei den Schultheater-Tagen teilnimmt. Drei Tage lang spielen Theatergruppen aus allen Schulen hier ihre Stücke oder zmindest Auszüge aus ihren Stücken. Der Eitritt ist dabei gratis, die Bandbreite der Stücke reicht jedes Jahr vm Klassiker bis zum selbstgeschriebenen Stück. Heute Nachmittag ist Generalprobe, Donnerstag um 9.00 Uhr ist es dann so weit - meine Kinderchen stehen auf der Bühne ;-)