Dienstag, 8. Februar 2011

Meine Gemüsekiste

Grade hat es an der Tür geklingelt und ein freundlicher älterer Herr hat mir meine Gemüsekiste in die Hand gedrückt. Ich habe seit mehreren Monaten ein Gemüse-Abo, was absurd klingt, aber echt toll ist ;-)



"Gemüsekiste" bedeutet, dass ich einmal die Woche diese formschöne grüne Kiste ins Haus geliefert bekomme. Gefüllt ist sie mit einer Wochenration für ein bis zwei Personen an aktuellem Obst und Gemüse, das entweder direkt von einem Bio-Bauernhof stammt oder - wie die Bananen, die heute drin waren - aus kontrolliertem Anbau sind. Der Bauernhof liegt ungefähr sechzig Kilometer entfernt, deshalb gibt es für jedes Ausliefergebiet einen festen Ausliefertag, an dem dann jeder Abonnement seine Kiste zugestellt bekommt. Ich bin Dienstag früh immer zu Hause, kann sie mir aber auch einfach in den Garten oder hinters Haus stellen lassen ;-)
Der Inhalt der Kiste wechselt jede Woche ein bisschen. Im Moment ist Winter, d.h. es gibt viel Kohl und Wintermöhren - also etwas kleinere Möhren - aber auch Géwächshaussalat. Hier mal ein Eindruck von dieser Woche:



Eine große Paprika, Weißkraut, gelbe Rüben in rauhen Mengen, Feldsalat (in der weißen Tüte), Schwarzwurzeln (in der braunen Tüte), Orangen, Bananen, Äpfel. Grade das Gemüse finde ich toll, weil da immer was dabei ist, was ich roh verknabbern kann, und was dann einfach geschält in der Lunchbox landet. Alles andere wrid im Laufe der Woche verkocht, meistens für mich allein, weil mein Freund mittags im Büro oder der Mensa isst und abends dann nur noch kalte Küche haben will. Ich esse meisntens mittags kalt - hab ja meine Lunchbox ;-) - und dafür dann abends warm.

Ich liese diese Kiste, ehrlich. Nicht nur, weil das Gemüse wirklich anders schmeckt, sondern weil ich so viele verschiedene Sachen kriege. Ich habe noch nie zuvor Mangold gegessen, ich wusste, dass er existiert, aber irgendwie habe ich es nie für nötig gehalten, ihn zu kaufen. Oder den Wirsing von letzter Woche, den ich schon seit Jahren nicht mehr auf dem Speiseplan hatte. Oder Schwarzwurzeln, eine leckere Variante zur Kartoffel ;-) Jede Woche kriege ich immer noch ein Rezept mitgeliefert für mindestens eine der Gemüsesorten, das ich meistens auch ausprobiere.

Also, wer ein bisschen merh Geld ausgeben möchte für Gemüse als bei Aldi, wer regionales Gemüse schätzt (die Kiste gibt es auch in einer strengen Regional-Variante und in einigen anderen Sortimenten ;-) ) kann ja mal schauen, ob es die auch in seiner Nähe gibt.

Montag, 7. Februar 2011

James Ellroy - L.A.Confidential

Ich habe mich die letzten eineinhalb Monate durch ein Buch gekämpft. Ein besseres VErb beschreibt es nicht, denn ich hatte noch nie ein Buch, das ich so wenig weiterlesen wollte aber wie durch einen inneren Drang einfach weiterlesen musste, um zu wissen, wie es ausgeht. "L.A.Confidential" (oder "Stadt der Teufel", wie es auch hieß) ist eine ganz klassische hardboiled detective story. Also nicht dieses possierliche Monsieur-Poirot-Idyll, sondern das genaue Gegenteil. Alle sind Schweine. Alle. Es gibt keine Helden - es gibt nur Männer, die versehentlich doch mal das Richtige tun oder deren eigene Interessen zufälligerweise übereinstimmen mit dem, was man als Leser für das Richtige hält. Es geht also, alles in allem, richtig zur Sache und das ganze ist eine so verschachtelte Geschichte, dass ich mir schwertue, es zu erzählen...

Hauptfiguren sind drei sehr unterschiedliche Polizisten des LAPD. Ed Exley, der Sohn eines Ex-Polizisten und jetzigen Bauunternehmers, ist ein karrieregeiler Endzwanziger, der auch mal zum Kameradenverräter wird, wenn es ihm eine Beförderung einbringt. Bud White dagegen ist gradeheraus, jähzornig und gewalttätig, versucht aber zumindest, eine Form von Gerechtigkeit herzustellen. Er ist extrem loyal gegenüber seinen Freunden, was ihn immer wieder vor Probleme stellt. Und dann ist da noch Jack Vincennes, ein ehemaliger Junkie, der als Berater für eine Polizeiserie arbeitet und sich sein gehalt gleichzeitig damit aufbessert, dass er einem Klatschmagazin hin und wieder Tips gibt, wo der nächste Hollywoodstar mit Drogen hops genommen wird. Die drei arbeiten in unterschiedlichen Abteilungen - Jack bei der Sitte, wo er rausfinden soll, wer für die neuaufgetauchten Pornos verantwortlich ist, in denen unter anderem retuschierte Fotos mit abgetrennten Gliedmaßen und dergleichen zu sehen sind. Bud ist bei einer neugegründeten Abteilung, deren Chef vor allem die Straßen von sämtlichen Ganovern reinigen will, und Ed schlägt sich bei der Mordkommission durch. Eines Nachts stürmen drei Unbekannte ein Nacxhtcafé und richten ein Blutbad unter den Gästen an. Ed und Bud mischen bei der Ermittlung mit und beide haben nach einiger zeit den Verdacht, dass es um mehr geht, als nur um die paar Dollar, die aus der Kasse gestohlen wurden. Dass unter den Toten zufälligerweise eine Prostituierte ist und es Gerüchte gibt, die einen anderen Toten mti seinem Pornofall in Verbindung bringen, führt Jack zum Trio dazu. Alle ermitteln für sich, jeder misstraut jedem, und am Ende wird zwar der Fall gelöst, aber wirklich glücklich ist niemand damit...

Diese charmant-lebensbejahende Geschichte ist in einem Stil geschrieben, der einen beim Lesen vom Hocker haut. Ellroy verwendet kein, aber auch wirklich kein Wort zuviel des Guten. Das Ganze ist präzise getimt, die Sprache ist genauso rauh und gewalttätig wie die Portagonisten. Es finden sich kaum Anmerkungen zu den Empfindungen der Personen, maximal wird geschrieben, was sie tun und warum sie es tun, aber du als Leser musst damit selbst klarkommen. Zum Beispiel, dass Ed einerseits von "absoluter Gerechtigkeit" als seinem Ziel spricht, und auf der anderen Seite nicht davor zurückschreckt, drei Gangster abzuknallen, obwohl alles für ihre Unschuld spricht. Das fordert heraus an dem Buch und erklärt auch, warum es mir so schwer fiel, es zügig zu lesen. Dir werden Fakten vor den Kopf geknallt und du musst damit leben - that's life in L.A. Und nun leb damit, oder verzieh dich, etwas anderes bleibt dir nícht übrig.

Faszinierenderweise schafft Ellroys es auch in diesem Buch, immer wieder reale Kriminalfälle einzubeziehen. Denn die gesamte Geschichte ist eingebettet in den bandenkrieg, der nach der Verhaftung des Obergangster Mickes Cohen begann, als jeder ein Stück vom Cohen-Imperium abhaben wollte. Es begegnen einem illustre Persönlichkeiten wie eben jener Mickey Cohen oder sein Bodyguard und Mädchen für Alles: Johnny Stompanato. Den Namen hatte ich irgendwo schonmal gehört, hab gestern gesucht und siehe da: Johnny Stompanato war der charmante Herr, der von Lana Turners 14jähriger Tochter erstochen wurde, weil er angeblich ihre Mutter geschlagen hatte. Außerdem wird Walt Disney zumindest in sehr großen Zügen erkennbar, und selbst für Jack Vincennes gibt es ein reales Vorbild, wenn auch ohne Drogen. Es ist absolut faszinierend, diesen Mikrokosmos vor sich aufgebreitet zu bekommen, auch wenn ich ungefähr hundert Seiten gebraucht habe, um die Leute voneinander unterscheiden zu können. Die story hat tempo und bremst dann wieder abrupt ab, so wie Ermittlungen es eben manchmal tun. Und genau deshalb sage ich: lesen!

Samstag, 29. Januar 2011

Sträuße mal anders

Ich habe grade etwas unglaublich schönes aber irgendwie auch seltsames, weil so komplett anders, gefunden. Ich lenke mich heute vom Lernen ab, indem ich mich auf die Suche nach Brautsträußen begebe. Bei etsy - einer Art amerikanisches dawanda - bin ich auf Stäuße gestoßen, die genäht werden. Sie bestehen aus Bändern, Borten, Tüll, Satin, Spitze, Knöpfen und anderen Dingen, die man nie in einem Brautstrauss vermuten würde:






Ich bin so unsicher - kann ich das wirklich nehmen? Den letzten und ersten finde ich toll!

Sonntag, 23. Januar 2011

Mein eigenes Album




1 - Go to wikipedia and hit random. The first random wikipedia article you get is the name of your band.
2 - Go to quotationspage.com and hit random. The last four or five words of the very last quote of the page is the title of your first album.
3 - Go to flickr and click on “explore the last seven days”. Third picture no matter what .....................it is, will be your album cover.
4 - Use photoshop or similar (picnik.com is a free online photo editor) to put it all together.
5 - Post it with this text in the "caption" and TAG the friends you want to join in.

Samstag, 22. Januar 2011

Die Kunst, zu dekorieren

Gensteern Nachmittag habe ich meinen Freund geschnappt und bin mit meiner Mutter, meiner Nichte und meiner Tante in einen Laden gefahren, der sich auf Restaurant-Dekoration eingeschworen hat. Deshalb brauche ich auch meine Tante, die hat nämlich ein Wirtshaus und deshalb auch die benötigte Kundenkarte.
Wow, ich wusste gar nicht, wieviel Dekorationsmöglichkeiten es gibt. Wir wollten eigentlich nur Probematerial kaufen, um zu Hause mal einen isch einzudecken und zu schauen, wie das alles aussieht. Den Rest werden wir erst später einkaufen, mir graut ja jetz schon ein bisschn vor der Rechnung. Aber zumindest sind wir fündig geworden:

F+r die Tische bekommen wir von meiner Tante weiße Tischtücher geliehen. Auf die wird in der Mitte einfach nur ein Stoffläufer aus sehr dünn gewebtem Baumwollstoff in sonnenblumengelb gelegt. Weiterer Tischschmuck sind pro Tisch jeweils zwei Windgläser mit weißen Steinen und einer Kerze, sowie drei eierschalenfarbene Blecheimerchen, in die wir Blumengestecke mit gelben Rosen und noch ein bisschen was stecken. Das ganze eher ein bisschen buschig und nicht zu hoch. Auf den Läufer wird dann entweder Efeu gelegt oder Streudeko, nämlich Holzblumen in Grün, hellem Gelb und Eierschalfarbe. Die Servietten für die Kaffeetafel sind - wenn wir sie kriegen - ein ziemlich kräftiges, helles Grün, was aber auf weißem Porzellan wirklich toll aussieht. Und die Serviettenringe bestehen einfach nur aus einem Band (gelb-grün), das wir einmal um die Serviette legen, mit der Heißklebepistole im Knoten fixieren und über den Knoten eine weitere der Streudeko-Blumen kleben. Das ganze sieht einfach wunderschön luftig und frisch aus und wird in einem grünen Garten perfekt wirken. Jetzt darf es nur nicht regenen an dem Tag :-D

Freitag, 14. Januar 2011

Ein Lob der Lunchbox

Heute schreib ich kurz etwas zu dem, was ich voller Stolz in der Uni trage, egal, wie peinlich es wirken mag. Denn dieses Etwas hilft mir dabei, meine Weight-Watcher-Nahrumgsumstellung tatsächlich durchzuziehen. Liebe Leser, ich präsentiere: meine Lunchbox.

Meine Lunchbos habe ich in England bei paperchase gekauft. Der Laden ist unglaublich. Es gibt jede Menge kitschig-niedliche Papierwaren, aber eben auch Taschen, Lunchboxen und alles, was man braucht, um sich eine echt coole Lunchbox zuzubereiten. Wenn ich wieder mal etwas Geld übrig habe, werd ich mir noch das ein oder andere bestellen ;-) Im Moment besitze ich:
* Plastikbesteck (nicht in pink, sondenr in weiß mit gestreiftem Stiel), d.h. Gabel, Messer und Löffel,
* diverse kleine und größere Döschen, in denen ich kekse, Müsli, Obst und Gemüse befördern kann,
* eine große und eine mittelgroße Brotbox, die kleine ist auch für Salat geeignet
* Servietten (IKEA lässt grüßen ;-)
In die Lunchbox passt eine Tagesration an Frühstück und Mittagessen, je nachdem, was man nöchte und wie gut man packen kann. Außerdem mindestens eine Banane und eine Mandarine, damti ich meine Tagesprotion Obst nicht erst abends essen muss. Heute hatte ich z.B. Joghurt dabei und etwas Müsli in einer extra Dose, damit es nicht durchweicht. Außerdem ein Brot mit Lachsschinken, Kresse und Salatblättern, klein geschnittene Paprika und zwei Kekse. Die Box nehme ich einfahc mit in die Cafeteria, hol mir da noch was zu trinken, und statt irgendwas zum Mittagessen zu kaufen, hab ich meins halt schon dabei. In England habe ich mir außerdem einen Stapel Bücher gekauft, die alle "Healthy Lunchbox"-Rezepte beinhalten. Größtenteils sind die für Kinder gedacht, denn in England nimmt man traditionell eine ziemlich gut gefüllte Lunchbox mit in die Schule. Die Rezepte sind wirklich großartig und ich stell mich am Abend vorher auch gerne noch kurz in die Küche, um alles vorzubereiten. Das Coole ist nämlich, dass ich mir große Mühe damit gebe, dass mein Essen in der Lunchbox nicht os aussieht wie das in der Mensa, sondern stattdessen niedlich, lecker und appetit anregend. Und ich glaube, es funktioniert ;-)

Mein Ausflug zu IKEA

Ich liebe Ikea und der Brautkleid-Einkaufstag war natürlich ideale Gelegenheit für einen Abstecher nach Fürth. Was soll ich sagen? Ich bin fündig geworden ;-)

Unser Bad ist ziemlich groß, rein weiß gekachelt und wirkte immer ziemlich steril, weil wir auch nur weiße Badmöbel haben. Die konnten wir von den Vormietern übernehmen, allerdings waren sie deutlich zu klein, um zum Beispiel meinen riesigen Make-up-Vorrat unterzubringen. Also hatte ich das alles im Schlafzimmer, da sah es aber auch nicht wirklich schön aus.
Bis ich dann letzten Samstag ein Benno-CD-Regal gekauft habe. Es passt genau in die Lücke zwischen Waschbecken und Fenster und bietet genug Stauraum für Nagellackfläschchen, Lidschatten und Co. Ich finde, es passt perfekt zu unserem restlichen Bad und ich hatte mir ja immer schon gewünscht, mich im Bad schminken zu können, ohne erst alles dorthin tragen zu müssen.
Außerdem habe ich ein kleines bisschen Deko entstaubt und neu aufgestellt. Zusätzlich zu zwei neune Pflanzen ist meine Quietscheentchensammlung in ein Regalfach umgezogen. Ich weiß nicht mehr, wann ich die erste bekommen habe, aber die letzte war zu Weihnachten. Hier sind jetzt vier davon, die anderen liegen zum Teil zur Zeit in einem Karton auf dem dachboden oder stehen in meinem Schlafzimmer ;-)

Samstag, 8. Januar 2011

Und es wird noch ernster

Heute war ich Brautkleid kaufen. Da ich unbedingt zu Lilly Brautmoden wollte, war klar, dass meine Mutter und meine Schwester mich morgens abholen und wir dann gemeinsam nach Nürnberg zum Laden fahren. Um viertel vor zehn waren die beiden dann auch bei mir, mit dem riesigen Lieferwagen meines Vaters und meiner fünf Jahre alten Nichte im Schlepptau. Denn wenn man schon fährt, kann man auf dem Rückweg ja noch bei IKEA vorbeischauen und Nichtchens neues Kinderzimmer vollständig ausstatten. Weshalb ich noch schnell mein Bad ausgemessen habe - aber dazu später noch was ;-)

Angekommen in Nürnberg haben sich unsere Wege erstmal getrennt. Meine Schwester und Kind sind zum Essen gegangen, während ich und meine Mutter den Laden betreten haben. Man, war da was los. Drei Bräute samt Anhang haben grade geschaut, der Laden war proppevoll. Wir wurden allerdings gleich von meiner Verkäuferin begrüßt und eine Kabine freigeräumt. Und dann ging es los. "Was haben Sie denn für Vorstellungen?"
Naja, meine Vorstellungen waren kurz und knapp:
* schön soll es sein
* nicht zu protzig oder aufwendig
* keine Schleppe, weil wir im Garten feiern
* eher fürs standesamt geeignet als für die Kirche

Nachdem das geklärt war, wurde der Katalog herausgeholt und ich durfte nochmal in Ruhe stöbern und alle zeigen, die mir gefallen. Parallel hat die Verkäuferin die Kleider geholt, selbst noch Vorschläge gemacht, meine Mutter hat etwas gefunden... Insgesamt stand ich dann mit einem kurzen und neun langen Kleidern in der Kabine. Und natürlich mit Schuhen, um die Länge zu testen ;-)
Wow, es war heftig. Rein in den Unterrock, rein in die Corsage, rein ins Kleid. Etliche hatten eine Schnürung und wurden dann von meiner Verkäuferin per Hand geschnürt - und das, wo ich einfach nicht still stehen kann!

Das dritte Kleid war wunderschön. Es war das mit dem Ärmelansatz, das ich hier mal gepostet hatte. Es war genau meins (Bild morgen, meine Mutter hat die Kamera eingesteckt) und ichw ar bis kur vor Ende überzeugt, ich würde es nehmen. Auch wenn es doch eine Spur zu festlich war. Aber dann kam es ganz anders ;-)

Ich wollte nur ein kurzes Kleid probieren. Es sah grauenvoll aus, hat überall aufgetragen, wo es nicht sollte und ich hab mir nur mühsam das Heulen verkniffen. Das zweite kurze Kleid wollte ich schon gar nicht mehr anziehen, aber meine Verkäuferin hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Sie ist nochmal raus und kam zurück mit einem weiteren kurzen Kleid. Es war auch noch eine Größe kleiner als die, die ich bisher anprobiert hatte, ich dachte also nicht, dass es was wird, hab aber gute Mine zum bösen Spiel gemacht (ich hatte ja soweiso schon Kleid Nummer drei fest in meinem Kopf :-D ) Und dann? Dann kam ich aus der Kabine raus, sah mich im Spiegel - und das war es. Genau das war es. Es sitzt oben herum perfekt. An der Hüfte muss ich abnehmen, jetzt noch mehr als sonst - aber dann sitzt es hervorragend. Es geht bis knapp über die Knie, ist unglaublich schlicht, rein weiß, und hat nur eine etwas schräg genähte Tüll-Oberlage, auf der hier und da winzige Perlen angebracht sind. Es ist einfach Ich.

Also haben wir die Accessoires gesucht. So viele sollten es gar nicht sein. Eine weiße Tasche suche ich mir wo anders aus, da hat mir keine gefallen. Aber dafür habe ich Schuhe (so sündhaft teure Schuhe, dass ich gar nicht sagen mag, welche), eine wunderschöne Kette, die mir meine Mutter geschenkt hat (obwohl ich mir ihre Hochzeitskette als Teenager unter den Nagel gerissen habe) und die hervorragend dazu passt. Es ist ein relativ großer Anhänger in Blumenform mit Perlen und Stoff, der an einem organza-Band hängt. In der Schachte sieht er nicht allzu hübsch aus, aber zum Kleid passt er perfekt. Ja, und dann habe ich meinen Kopfschmuck gefunden. Ich wollte keinen Schleier, sondern etwas zum Stecken oder einen Haarreif. Die Verkäuferin kam mit einem unglaublichen Gebilde: Federn, Blumen und Tüllstoff mit großen Löchern - ich bin vor Schreck fast von meinem Podest gefallen :-D Aber auf dem Kopf sieht er toll aus.

bezhalt war es schneller als gedacht und dann habe ich mein Kleid auch direkt mitgenommen. Weil ich meine Abnhemerfolge natürlich sofort im Kleid spüren will :-D

Freitag, 7. Januar 2011

Es wird ernst

Ich habe heute morgen beim Standesamt angerufen und den Termin für das Anmeldungsgespräch ausgemacht. Am 14.Februar 2011 wird die ganze Sache über die Bühne gebracht und das tolle ist: jetzt gibt es keinen Zweifel mehr über unseren Trauort.

Wenn ich vorstellen darf: die Eremitage in Bayreuth. 1715 wird das alte Schloss vom Markgraf Georg Wilhelm als idyllisches Sommerschloss errichtet. Aber erst unter Markgräfing Wilhelmine wird die Eremitage ab 1735 um- und ausgebaut zu einer barocken Schönheit. Ein großer Garten, der allerding suntypischerweise keine Achsen aufweist, an den das Neue Schloss und eine große Parkanlage mit Felsgrotten, Ruinenbauten und Wasserspielen.



Mein Freund und ich werden nur standesamtlich heiraten. Eben deshalb wollte ich von Anfang an zumindest einen Trauungsort haben, der trotz allem feierlich ist und diesem Rechtsakt das verleiht, was ich bei einer Hochzeit eben auch haben will: ein schönes Gefühl und eine feierlichen Rahmen. Und ganz abgesehen davon werden die Hochzeitsfotos vermutlich die schönsten sein, die je von uns gemacht wurden ;-) Ich freu mich so!

Samstag, 1. Januar 2011

Happy New Year



Es wird ernst, das Jahr 2011 ist angebrochen. Wir haben mit Freunden in Stuttgart gefeiert, Raclette gegessen und ein bisschen geknallt, ansonsten war es sehr ruhig dieses Jahr ;-) Ich wünsche euch ein schönes neues Jahr und freu mich auf alles, was es bringt. Morgen den 30. meines Freundes - er jammert jetzt schon, dass er alt ist.