Freitag, 17. August 2012

Ken Follett - Die Säulen der Erde

Grechtenfrage: Was macht ein Autor, wenn er feststellt, den Höhepunkt seiner Handlung schon nach der Hälfte des Buches erreicht zu haben? Ja, Mr.Follett?
Richtig: er fängt nochmal von vorne an.

Ich mag historische Romane ja wirklich. Aber ich habe mich selten durch ein Buch so durchkämpfen müssen wie bei diesem hier. Das liegt einfach daran, dass der Inhalt des Buchs sich effektiv in vier Sätzen zusammenfassen lässt. "Philip, ein junger Prior, will 1123 eine Kathedrale zu Ehren Gottes errichten lassen. Er heuert den Baumeister Tom Builder an. Der baut eine Kathedrale, die zusammenbricht. Und deshalb bauen sie noch eine." Gut, dazwischen wird noch ein bisshen vergewaltigt, gebrandschatzt, marodiert und geheiratet, aber das alles einfach so ... oberflächlich. Ich habe aus dem Buch kein einziges historisches Detail behalten, bei meinem Elefantengedächtnis will das was heißen. Stattdessen war ich immer mehr genervt von Folletts Schreibweise - was mich dazu gebacht hat, das Buch zu Ende zu lesen? Ich wollte es von der Liste der 100 Büßcher streichen. Kein ehrenwertes Motiv, wenn ihr mich fragt.

1 Kommentar:

  1. Waaaaaaaas? Für mich war "Die Säulen der Erde" ein Buch erster Klasse. Trotz seiner unglaublichen Länge fand ich es von Anfang bis Ende total spannend.
    Aber Meinungen dürfen ja bekanntlich auseinander gehen ;)

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