Sonntag, 5. August 2012

Daphne DuMaurier - Rebecca

Geht es euch auch so, dass ihr manchmla Buchtitel im Kopf habt und theoretisch genau wisst, worum es geht, sie aber noch nie bewusst gelesen habt? "Rebecca" war bei mir sehr lange in dieser Kategorie. Ich kannte es vor allem durch den Anfang des Alfred-Hitchcock-Films, hatte aber weder den zu Ende gesehen noch das Buch jemals in den Fingern. Erst, als ich wieder mal einen Quartalskauf beim Bertelsmann Club machen musste, landete ich bei dem Roman von Daphne DuMaurier.

Eine junge Frau, die als Gesellschafterin einer reichen Dame arbeitet, lernt beim Urlaub in Monte Carlo einen reichen Mann kennen. Maxim de Winter, so sein Name, heiratet sie und zieht mit ihr auf den Familiensitz Manderley. Doch der Traumprinz enbtpuppt sich als ein zum Teil eiskalter und demütigender Charakter, den vor allem die Naivität seiner jungen Ehefrau anzieht. Und Manderley ist beseelt von der Einnerung an Rebecca - Maxims erste Frau, die eines Tages spurlos verschwand. Bis eines Tages ein Boot gefunden wird, in dem die skelettierte Leiche Rebeccas liegt, mit einer Schusswunde ...

Daphne DuMaurier hat inb ihrem Roman Anklänge des Schauerromans variiert. Immer wieder fühlt man sich ins 19.Jahrhundert versetzt, Manderley könnte auch die neue Absteige für Graf Dracula darstellen. Eine unheimliche Atmosphäre wird mit jeder Seite deutlicher, bis ich mich am Ende des Buches frage, ob die Geschichte tatsächlich wahr ist oder die Ich-Erzählerin an einer psychischen Störung leidet und sich alles nur einbildet. Es ist ein ruhiges Buch, das an jeder Stelle Spannung aufbaut gerade durch das, was es nicht sagt - eine große Kunst, die ich mir viel öfter wünschen würde.

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