Mittwoch, 15. August 2012

Agatha Christie - Mord im Orient-Express

Eins vorneweg, ich lese sehr gerne klassische Whodunit-Krimis, bei denen ich miträtseln kann. Ich lese auch ganz gerne mal Agatha Christie, wobei mich an ihren Bücher eins stört: sie ist eine Meisterin darin, am Ende einen Täter aus dem hut zu zaubern, auf den man einfach deshalb nicht gekommen wäre, weil sie einem einfach Informationen vorenthält. Entweder spekuliert ihr Ermittler dann einfaach munter drauf los und stellt alles als ganz logisch dar, was für mich nicht nachvollziehbar ist, oder er zieht im wahrsten Sinne des Wortes ein Beweisstück aus dem Hut, von dem bisher nicht die Rede war. Deshalb bin ich auf sie immer ein bisschen schlecht zu sprechen, ich mag es nicht, mich ständig wie Dr.Watson fühlen zu müssen, ohne die Chance zu bekommen, mich zu verbessern. Aber nun gut, ich habe mir jetzt endlich den Christie-Klassiker schlechthin vorgenommen: "Mord im Orient-Express".

Ich muss zunächst sagen: bisher habe ich von dem Buch den Inhalt nur grob gekannt. Ich wusste, dass er zurückgeht auf den Fall des Lindbergh-Babys und dass Poirrot der Ermittler ist. Was ich nicht wusste: dieser Roman ist ein absolutes Sinnbild für einen Roman des konstruierten Motivs. Aber sowas von konstruiert. Je länger ich die unglaubliche Aufklärung des Falls gelesen habe, desto mehr habe ich mir gewünscht, das Buch möge schon vorbei sein, damit ich nicht noch mehr Schwachsinn präsentiert bekommen kann. Und dann ging es trotzdem noch weiter. Es ist schwer, etwas zum Buch zu schreiben, ohne ins Spilern zu verfallen, dehslab nur so viel: Ich hatte wirklich körperliche Schmerzen beim Verarbeiten dieser Auflösung und das will etwas heißen!

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