Dienstag, 15. März 2011

Kate Morton - Die fernen Stunden


Edie Burchill ist Lektorin in einem kleinen Londoner Verlag. Zu ihren Eltern, vor allem ihrer Mutter meredith, hat sie nicht das beste Verhältnis, ihre Ideen, ihre Veranlagungen, einfach alles ist in komplettem Gegensatz zu dem gutbürgerlichen Leben ihrer Eltern. Erst, als ein fünfzig Jahre alter Brief an ihre Mutter auftaucht, wird sich das ändern. Denn Edie erfährt, dass ihre Mutter 1939 aus London auf das Land evakuiert wurde und dort in Milderhurst Castle untergebracht war. Dort lebte der Schriftsteller Raymond Blythe zusammen mit seinen drei Töchtern. Vor allem Juniper, die jüngste, begabteste aber auch seltsamste der Töchter, wird schnell zu ihrem Bezugspunkt - und damit nimmt eine tragische Geschichte ihren Anfang. Edie, die zufällig bei einer Reise nach Milderhurst gerät, beginnt nachzuforschen - was geschah in dieser tragischen Nacht im Schloss, seit der Juniper geisitg völlig umnachtet ist?

Kate Morton ist eine Spezialistin für nette englische Romane, in denne düstere Familiengeheimnisse bis in die Gegenwart nachwirken. Das gefällt mir auch so gut an ihren Büchern, auch wenn sie nicht unbedingt literarische Creme de la creme darstellen - als literarischer Snack sind sie hervorragend geeignet. Dieses Stöbern in der Vergangenheit macht einfach Spaß, grade dieses abtauchen in die englische Society, die immer so ein kleines bisschen seltsam wirkt. "Die fernen Stunden" ist tatsächlich ungeheuer spannend, denn auch wenn man sehr chnell eine Idee hat, wie der Hase läuft, will man einfach weiter dabei bleiben und seinen Verdacht bestätigt haben. Und landet dann doch bei einem überraschenden Ende, das man einfach nicht wirklich bedacht hat, das aber völlig logisch und konsequent alle Andeutungen im Buch miteinander verbindet.

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