Sonntag, 25. Februar 2018

[Rezensionsexemplar] Anna Paredes - Alle Farben des Himmels

New York, 1897. Ein tragisches Unglück beendet jäh die Familienidylle der Malerin Margarita und des Fotografen Daniel. Hals über Kopf muss die junge Frau eine schwere Entscheidung treffen: Nach sieben unbeschwerten Jahren entschließt sie sich, mit ihren beiden kleinen Kindern nach Costa Rica zu reisen, um dort Zuflucht auf der familieneigenen Kaffeeplantage zu suchen. Doch ist hier noch das Zuhause, das Margarita einst so liebte? Sie spürt, sie ist nicht mehr dieselbe, die einst von dort aufbrach, um sich ihren Traum vom Künstlerdasein zu erfüllen. Margarita will einen Neuanfang wagen. Aber darf sie auch auf ein neues Glück hoffen?

Hach ja. Manchmal braucht man sie einfach, diese Bücher, von denen man weiß, dass sie einfach nur plätschern und ungefähr so viel Tiefgang haben wie die Nordsee bei Ebbe. Eben was fürs Herz statt den Verstand, wenn mal alles grade doof läuft oder es so heiß ist, dass schon das Behalten des Namens der Hauptfigur eine Herausforderung darstellt. Und genau deshalb habe ich mir Anna Paredes Roman als Rezensionsexemplar beim bloggerportal gesichert - ich wollte unterhalten werden und dabei keine großen Anstrengungen unternehmen müssen. Mit dieser Voraussetzung konnte nichts schiefgehen, auch wenn ich anfangs ein bisschen Muffensausen hatte, als ich gelesen habe, dass das hier Band 4 einer Reihe ist. Diese Reihe ist allerdings eher eine lose Familiensaga und man kann das Buch hervorragend ohne Vorwissen lesen.

Insgesamt hatte ich vom ersten Satz an ein beruhigendes Plätschern im Gefühl. Die Story fließt dahin und die Schicksalsschläge sind schlagend, aber natürlich wächst Margarita daran und eigentlich ist alles gut. Costa Rica ist ein netter, angemessen exotischer Schauplatz und die Geschichte ist schön zeitlos, weil eigentlich alle Figuren die typischen Eigenschaften besitzen, die sie für das Voranschreiten der Geschichte brauchen. Ansonsten sind sie wenig im gedächtnis bleibend, es ist halt das sehr typische "starke Frau findet ihren Weg"-Ding, das hier an einem eher selten verwendeten Schauplatz zur Anwendung kommt. Ruhige Sprache, wenig Überraschungen und ein angehmes Lesegefühl - ein nettes Buch, das nicht wehtut, aber ehrlich auch nicht groß im Gedächtnis bleibt.

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