Donnerstag, 16. Dezember 2010

Stephen Fry - Moab is my washpot


Ich bin einfach nicht in der Lage, objektiv zu urteilen, wenn es um Mr. Stephen Fry geht. Hackt mir meine Füße ab und blendet mich - das Ergebnis ändert sich immer noch nicht: ich finde ihn einfahc nur geil. Ich liebe seine Bücher. Ich liebe sein Englisch, das mich jedesmal nicht nur neidisch werden lässt, sondenr mir das Gefühl gibt, keine Ahnung von der Sprache zu haben. Und ich liebe ihn selbst, einfach weil er der wohl beste schreibende, darstellende Regisseru mit Unterrichtserfahrung ist, den england je hervorgebracht hat ;-)
Ja, ich bin ein Fan - nur fürs Protokoll. Deshalb habe ich auch zugeschlagen, als ich in England "Moab is my washpot" für 3,- entdeckt habe. Bislang stand das Buch dann doch im Regal, aber der schöne orangerote Einband hat sich einfach angeboten.
"Moab is my washpot" - auf Deutsch unter dem Titel "Kolumbus war ein Engländer" erhältlich - ist eine Art Autobiographie. Eine Art deshalb, weil sie erstens nur die ersten zwanzig Jahre von Stephen Fry abdeckt und zweitens eingentlich eher ein 400 Seiten langer Monolog mit dem Leser ist, den Stephen Fry über sein Leben, seine Lieben, seine Stephenesque und den Rest, der sonst noch so auf der Strecke liegt, führt. Stephen Fry führt das traditionelle Leben der englischen Upperclass, mit sieben auf dem ersten Internat, Ferien mit den Eltern, das restliche Jahr über zusammen mit hunderten von Jungen irgendwo außerhalb sämtlicher schädlichen städtischen Einflüsse. Er stiehlt, er lügt, er macht alles das, was niemand tun sollte - und was trotzdem immer wieder Erinnerungen an die eigenen Kinderzeit und vor allem Pubertät wachruft. Kamen wir uns nicht alle irgendwie viel erwachsener, viel reifer und vor allem viel wichtiger vor als der Rest der Welt, Eltern eingeschlossen? Wenn dein IQ dann tatsächlich höher ist als der aller anderen um dich herum - wieviel lässt du dir dann noch sagen? Mit 18 ist es soweit, Stephen Fry landet wegen mehrfachen Diebstahls und Kreditkartenbetrugs vor Gericht - und ergreift letztendlich doch die Chance, endlich seinen Schulabschluss zu machen und sich nach Cambridge aufzumachen. Zum Glück - denn dort entdeckt er nicht nur die Camebridge Footlights, sondern vor allem auch einen kongenialen Partner, mit dem er fortan einen Teil seiner Karriere fortsetzt ;-)
Um das zu verdeutlichen mal ein Ausschnitt aus "A bit of Fry and Laurie". Übrigens merkt man hire eins ganz deutlich, um auch mal das Buch zu zitieren: "Hugh Laurie is able to play every instrument you throw at him, that son of a son of a son of a son of a bitch. The sound of Stephen Fry singing makes people to jump out of the closest window or throw themselves in front of the next bus just to end the pain."

Damit bricht das Buch allerding schon ab, was wirklich schade ist, denn jetzt geht es doch eignetlich erst los. Aber das Schöne ist: die Fortsetzung "The Fry Chronicles" steht auch schon in meinem Regal ;-)

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