Mittwoch, 4. Januar 2012

Anthony Horowitz - Das Geheimnis des weißen Bandes

Sherlock Holmes wird vermutlich nie zu einer ausgestorbene literarischen Figur werden - diese einfache Feststellung lässt sich schon daran sehen, dass die BBC es meisterhaft geschafft hat, eine Serie zu etablieren, die Holmes ins 21.Jahrhundert versetzt und wunderbar funktioniert. Ich habe auch meinen Teil daran, denn ich lese Sherlock-Holmes-Geschichten sehr, sehr gerne. Das hat meinen Mann dazu animiert, mir dieses Weihnachten ein Buch zu schenken, das sich als "der neue Sherlock-Holmes-Roman" verkauft.

Erst war ich ein wenig skeptisch - Holmes nachschreiben? Wer wagt so ein Sakrileg? Und wie gut kann es werden? Nun, nachdem ich das Buch innerhalb eines Tages verschlungen habe, kann ich dazu folgende Antwort geben:

Herr Horowitz, Chapeau!

Anthony Horowitz ist selbst großer Holmes-Fan und hat mti seinem Roman mehr geschaffen als einfach nur nette Fan-Fiction für zwischendurch. Sie Buch fügt sich literarische meisterhaft in Arthur Conan Doyles Werk ein, gleichzeitig präsentiert er einen relativ modernen Fall, der auf den Leser des 21.Jahrhunderts vermutlich ähnliche Auswirkungen hat wie die Originale auf die Engländer Queen Victorias: du willst einfach wissen, wer es war.

"Das Geheimnis des weißen Bandes" ist ei Abenteuer, das der alternde Doktor Watson schreibt, weil er sich jahrelang nicht dazu durchringen konnte, von diesem Fall zu schreiben. Das merkt man ein wenig, das "Sprachalter" des Romans wirkt älter und ergeht sich zum Teil in großväterlichen Betrachtungen über Elend und Leid, was Doyle vielleicht nicht unbedingt so mit aufgenommen hätte. Aber worum geht es?

1890 erhält Sherlock Holmes den Besuch eines Kunsthändlers, der sich und seine junge Ehefrau von einer Person aus seiner Vergangenheit bedroht sieht. Bei den Ermittlungen stoßen Holmes und Watson in ein Wespennest, der berühmte Detektiv wird wegen Mordverdachts verhaftet und schon bald muss man erkennen, dass dieser Fall sich zum gefährlichsten des Sherlock Holmes entwickeln wird...

Ich habe mich sehr gut unterhalten beim Lesen des Buchs. Es war spannend, es gab herrliche Dialogpassagen (allein die Begüßungszeremonie zwischen Holmes und Mycroft ist so unglaublich gelungen :-D ) und der Fall hatte genug Spannung, um über 400 Seiten aufrecht erhalten zu werden. Sicher, nur dem Meisterdetektiv war es möglich, diese Schlüsse zu ziehen - der arme Dr.Watson hat eignetlich nie eine Chance, aber er nimmt es gelassen hin - aber für den Leser ist das Rätselraten amüsant und, das vor allem, autenthisch Holmes. Wenn er auch bei Horowitz ein wenig mehr Gefühl zeigen darf als üblich, ist hier wirklich Holmes wiedererweckt worden und muss sich nicht hinter seinem Vorbild verstecken. Und das ist mehr, als man verlangen kann.

Dienstag, 3. Januar 2012

Okay, ich hab ein bisschen übertrieben...



Dank meines Stammforums habe ich es 2011 auch mal gewagt und alle meine gelesenen Bücher in einer Collage festgehalten. Es sieht ein bisschen viel aus...

Tana French - Totengleich

Obwohl Cassie Maddox Detective bei der Dubliner Sitte ist, wird sie eines Tages zu einem Mordschauplatz gerufen. Denn das Opfer, eine junge Studentin, hat eine erschreckende Ähnlichkeit mit ihr. Cassie, die ihre Karriere als Undercover-Ermittler begonnen hat, wird von ihrem alten Chef darum gebeten, in die Rolle des Mordopfers zu schlüpfen, denn er glaubt, in ihrer seltsamen WG mit vier anderen Studenten den Mörder finden zu können…

Es gibt Krimis, die sind einfach zu lang – und genau dieses Problem hat „Totengleich“, ein Wälzer von 778 Seiten. Denn während bis Seite 500 eine spannende Story mit durchaus gelungener Erzählkunst präsentiert wird und man als Leser fieberhaft umblättert, verliert die Geschichte ab den fünfhunderter Seiten immer mehr an Fahrt und vor allem auch an Glaubwürdigkeit. Wobei, es ist jetzt ja nicht so, dass der Ausgangsplot sonderlich realistisch ist - aber trotz allem findet man es interessant und bewundert es fast schon, dass sich Tana French so viel Zeit lässt mit ihrem Plotaufbau. Bis etwa Seite 500 also schluckt man alles, was Tana French präsentiert, aber ab einem gewissen Zeitpunkt kann oder will man es auch nicht mehr mitmachen. Ab da schlägt es um, wird das Buch zäh, die Autorin ergeht sich immer länger in eloquenten Passagen, in denen nichts passiert, und ich gestehe, dass ich immer mehr quer gelesen habe, um endlich, endlich den Täter präsentiert zu bekommen und die kryptischen Andeutungen Caddies nicht mehr ertragen zu müssen. Das ist verdammt schade, denn bis dato wäre es ein echter fünf Sterne Krimi gewesen – aber danach schwächt er so ab, dass ich ihn maximal Durchschnitt finde. Gut geschrieben, aber viel zu wenig Spannung - leider.

Montag, 2. Januar 2012

Ursula Poznanski - Erebos

Das neue Jahr ist grade mal einen Tag alt und schon habe ich das erste Buch durch. Ja, ich habe es geschafft, ein Buch innerhalb grade mal acht Stunden zu lesen, okay, sagen wir die Wahrheit, es aufzusaugen. Gestern Abend in der Badewanne habe ich angefangen und plötzlich war ich total aufgeweicht und das Wasser kalt – zweieinhalb Stunden habe ich einfach nur gelesen.

Du hast nur eine Chance, es zu spielen…
An Nicks Schule in London geht etwas vor sich. Immer mehr Schüler werden in den Bann eines Computerspiels namens „Erebos“ gezogen, das sehr schnell süchtig macht. Als auch Nick endlich eine der begehrten CDs erhält, gelangt auch er schnell in die Fantasywelt des Spieles, erschafft sich einen Avatar und akzeptiert die Regeln: mit niemandem darüber zu sprechen, dann zu spielen, wenn das Spiel es vorschreibt, sich nicht als Spieler zu outen und alles zu tun, was das Spiel möchte, um weiter aufzusteigen. Aber das Spiel scheint mächtiger zu sein als alles, was man sich vorstellen kann – und es verlangt Gegenleistungen.

Wow, ich bin beeindruckt. Ich hatte schon fast Angst, dass es sich bei „Erebos“ um ein Werk handelt, bei dem das Ende dann entweder komplett abdriftet in die Richtung „Das Böhöhöhse ist dort draußen“ oder mit einer dummen Auflösung enttäuscht. Beides war nicht der Fall. Das Buch ist intelligent in seiner Story, gut erfunden und behält einen Zug bei, der absolut süchtig macht. Das liegt einerseits an der Action in der Geschichte selbst, andererseits aber auch eindeutig an der Beschreibung der Welt von „Erebos“, die irgendwie an WoW erinnert, gleichzeitig aber viel schöner wirkt. Die Figuren sind gut gezeichnet, die Ideen sehr gut ausgestaltet . das ist mal wieder ein Jugendbuch, das seine Auszeichnungen verdient!

Frohes neues Jahr

Ein neues Jahr und viele ungelesene Seiten liegen vor mir – und der feste Wille, jetzt auch mal regelmäßig zu posten und mich mit dem Layout meines Blogs näher zu beschäftigen. Bis es so weit ist, probiere ich wenigstens mal aus, wie es funktioniert, über Word zu bloggen ;-)

Sonntag, 11. Dezember 2011

Cody McFadyen - Ausgelöscht

Kennt ihr das? Ihr bekommt ein Buch empfohlen. Und dann empfiehlt ein anderer dasselbe Buch. Und noch eine Empfehlung für dieses Buch von einer weiteren Person. Und irgendwann kauft ihr das Buch und lest es. Und seid enttäuscht.

Genau so geht es mir mit der wirklich viel gelobten "Smoky Barret"-Reihe von Cody McFadyen. Und bevor ich jetzt weiterspreche, möchte ich folgendes hervorheben:
ACHTUNG!!!! HIER FOLGEN SPOILER FÜR EINEN KRIMI!!!! WEITERLESEN AUF EIGNE GEFAHR!!!!











Okay, das hat, hoffe ich geholfen. Wer jetzt weiterliest, ist selbst Schuld. Denn ich möchte auseinandersetzen, warum ich das Buch einfach nicht gut fand, und dazu muss ich leider auch ins Ende ausholen.

Fangen wir mal mit dem Fall an sich an. Der ist eignetlich echt gut aufgebaut. Ein Entführungsopfer taucht nach sieben Jahren wieder auf, kann aber nicht sagen, was genau passiert ist. Smoky und ihr Team kommen einem Serientäter auf die Spur, der es darauf abgeserhen hat, Ex-Ehemännern ihre "Last" von der Schulter zu nehmen.
Das ist spannend und das Ende ist, sagen wir mal, durchaus überraschend. Die Idee ist gut, gefällt mir, ist interessant. Aber - und jetzt geht es los mit einem großen, allmächtigen ABER - da wird so viel verschenkt, was die Story hergibt. Das ganze wird ohne falsche Fährten, ohne Irrtümer einfach runtererzählt. Dadurch, tut mir Leid, wirkt der ganze Fall einfach unglaubwürdig konstruiert. Die simple Gleichung "Wenn A, dann B" ist einfach kein Patentrezept, um einen spannenden Thriller zu schreiben. Ich bin als Leser seltsam distanziert zum ganzen Fall, ich komm nicht rein, sondern bin immer nur dazu gezwungen, den Erklärungen der Ermittler zu vertrauen. Das nervt. Und das Ende ist, na sagen wir mal, ein bisschen unglaubwürdig gestrickt. Obwohl, das ist unzutreffend. Das Ende - das mit einer echten Überraschung aufwartet, denn der gesuchte Mörder ist eigentlich eine Frau - ist einfach runtergerotzt und unrealistisch. Entschuldigung: Smoky Barrett auf Rachefeldzug, wie sie zu dritt in das Haus der Täterin eindringen, die Smoky im Alleingang identifiziert - verdammt, ich kam mir vor wie in einer schlechten Parodie auf Thriller. Meint der Autor das echt Ernst????

Damit sind wir bei Punkt zwei, was mich gestört hat. Die Figuren. Sorry, aber ich werde mit keienr der Figuren warm. Ich finde sie alle einfahc nur platt und wie ein hundertmal begrabbeltes Abziehbild. Da wären: der Vamp. Das introvertierte Genie. Der alternde Cop. Und natürlich nicht zu vergessen: die Mary-Jane. Eine Mary-Jane ist eine Figur, die alles weiß, alles kann, voll sympathisch ist und alles Leben mit einer Leichtigkeit wuppt. Und genau so eine Mary-Jane ist Smoky Barrett. Mal zusammengefasst: Smoky wurde allein in diesem Buch entführt, gefoltert, psychisch gequält, hat von einer Schwangerschaft erfahren und weiß, dass ihre Adoptivtochter eine Katze einfach so erschossen hat. Nimmt irgendwas davon sie wirklich mit? Führt irgendwas davon zu einer tatscählichen, realistischen Reaktion? Nein. Den Smoky wuppt das alles. Ich nehme ihr ihre Pseudo-"hach, wie schrecklich"-Sätze einfach nicht ab, die wirken wie hingeklatscht, damit diese leblose Figur angeblich menschliche Emotionen zeigt. Sorry, aber selbst die angebliche "Killer-Maschine", die mir am Ende als Mörder präsentiert wird, wirkt auf mich menschlicher und emotionaler als Smoky. Ich hab das Gefühl, hier soll krampfhaft gezeigt werden "Sieh, was der Mensch ertragen kann, ist sie nicht heldenhaft?" und ich muss eindeutig sagen: nein, ist sie nicht. Nur stinklangweilig und vorhersehbar. Es ist so ... belanglos, von ihr zu lesen. Es berührt mich einfach nicht. Ich ledie nicht mit. Und genau deshalb stehe ich auch vor dem Ende und denk mir nur: "Was? Wie bist du denn drauf? Was soll das denn jetzt?" Es passt nicht zum Rest von ihr - aber Hauptsache, wir haben so ein inzwischen zum Klischee gewordenen "der Cop, der sich den dunklen Dämonen stellen muss"-Ende.

Echt, das Buch hätte toll sein können. Aber irgendwie ... ist es das einfach nicht.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Türchen Nummer 4

Ich bin ziemlich verrückt nach Büchern und nehme mir, wenn ich Zug fahre, mindestens eins mit. Das heißt auch, dass ich einen ziemlichen Verschleiß an Lesezeichen habe und inzwischen dazu übergegangen bin, Fahrkarten und anderes zweckzuentfremden. Meistens vergesse ich das betreffende Objekt im Buch und bin dann völlig verwirrt, wenn ich nach einigen Jahren ein Buch zur Hand nehme und dort ein Lesezeichen, egal welcher Art, entdecke.

Da ich seit zwei Jahren auch wieder ein regelmäßiger Besucher der Stadtbibliothek bin, habe ich inzwischen dazu angefangen, in den Büchern kleine Zettel zu hinterlassen, in denen ich dem nachfolgenden Leser entweder viel Vergnügen mit dem Buch wünsche oder ihn auch mal beglückwünsche, dass er so weit gekommen ist. Ich gebe zwei, drei Gedanken zum Buch zum Besten und dann lasse ich das Buch auch schon in Ruhe. Wie ich darauf gekommen bin? Einfach so - weil ich es schön finde, mit Lesern in Kontakt zu kommen und sei es nur, dass er erfährt, dass das Buch gelesen wurde. ;-)

Samstag, 3. Dezember 2011

Türchen Nummer 3 - Früher

Diesen Tag habe ich bei Nat entdeckt und fühle mich direkt animiert, ihn auch auszufüllen ;-)

1. SOS - die geliebte Kassette hat Bandsalat - Lösung?
Drehen, drehen, drehen. Wobei ich sagen muss, dass ich vor allem Schallplatten hatte, die ich geliebt habe. Ich habe mit meiner Schwester immer Playbacktheater zu den Schallplatten gespielt, für unsere Zwei-Personen-Dramatisierung von "Die drei Musketiere" hätten wir Eintritt verlangen sollen!

2. Endlich das erste eigene Haustier - Was war’s denn & wie hieß es?
Das erste Haustier, an das ich mich erinne, war unser Kater Willi. Das erste Haustier, das nur mir gehörte, war Mucki, mein Zwergkaninchen. Mucki hat uns leider nach knapp drei Jahren krankheitsbedingt verlassen - aber Willi hat das selbst für katzen sagenhafte Alter von 22 erreicht.

3. Telefonzelle lässt grüßen – Dein erstes eigenes Handy?
Im Jahr 2000 habe ich es von meinen Eltern zu Weihnachten gekriegt, weil ich da dann auch den Führerschein hatte, und sie Angst hatten, dass ich irgendwann im Graben lande und niemanden informieren kann. Es war dieses Schmuckstück:


4. Seepferdchen, Freischwimmer? – Wie weit hast du’s gebracht?

Ich gestehe: Ich habe noch nichtmal das Seepferdchen. Ich hatte in der Grundschule keinen Schwimmunterricht und am Gymnasium war ich dann os schlecht, dass ich das Interesse an Schwimmen (außer an Planschen im Meer) einfach verloren hatte.

5. Pferde, Delphine, Rennautos - Welches Motiv hatte dein erster Schulranzen?
Gar keines, es war einfach nur ein knallpinker Scout-Ranzen.

6. Mama! Das mag ich nicht – Dein am meisten verhasstes Essen?
Angebratene Zwiebeln und Käsespätzle

7. Aber höchstens eine Stunde! – Was hast du im Fernsehen geguckt?
Das Kinderprogramm des Öffentlich-Rechtlichen, weil wir keine Schüssel hatten. Ich fand "Nesthäkchen" und "Der Trotzkopf" ganz toll, außerdem die ganzen Weihnachtsserien. Oh, und heimlich bei meinen Großeltern am Freitag Abend die ZDF-Krimiserien.

8. Barbie, Lego, Gameboy - Womit hast du am liebsten gespielt?
Mit Barbie und Playmobil. Lego hab ich vor allem aufgebaut und danachdirekt wieder abgerissen.

9. Schule ist scheiße – dein Hassfach?
Ind er Grundschule eignetlich keins, ich hab nur die Schönschreibnote gehasst. Aber im Gymnasium dann sehr schnell Mathe und Sport.

10. Vorbilder & Schwärmerei - Welche Poster hingen bei dir im Zimmer?
Verdammt viele - aber nicht, weil ich Fan war, sondenr weil ich die hässliche Tapete mit Elefanten überdecken wollte.

11. Weißt du noch wie Gänseblümchen schmecken?
Nein, ich hab sie nie probiert.

12.Wenn ich groß bin! - Was wolltest du werden?
In dieser Reihenfolge: Lehrerin - Tierärztin - Archäologien - Bibliothekarin

13. Kassetten sind ‚out’, CDs sind ‚in’ – Welche war deine erste?
Die "Bravo-Hits 95", glaube ich.

14. Scheiß auf Technik, ich geh klettern! - Warst du lieber drinnen oder draußen unterwegs?
Eidneutig drinnen. Ich fand die Versuche meiner Mutter, mich zum Rausgehen zu bewegen, immer doof und hab mich maximal auf ein "Okay, ich les auf dem Balkon" runterhandeln lassen.

15. Oma & Opa kommen zu Besuch – Was haben sie dir mitgebracht?
Geld :-) Meine Oma steckt mir auch heute noch heimlich 10,-€ in die Hand beim Verabschieden ;-)

16. Muschi, Mäuschen, Muckel? Wie wurdest du genannt?
"Mauserl" von meiner Patentante

17. Mein Teddy ist der Beste - Wie hieß euer Stofffreund?
Also, ich hatte Quentin, den Hund; Gina, die Giraffe; Nicole, die rothaarige Puppe; Steffi, den Steiff-Bären; und Dudu, den abgewetzten Teddy.

18. Regenwürmer schmecken doch! Was hast du ekliges gegessen?
Eine Schnecke - weil die in Frankreich sie ja auch essen. Ich war fünf, das Argument hat mich überzeugt :-)

19. Bist du auch gerne mal zu spät nach Hause gekommen?
Nein. Ich bin im Dorf aufgewachsen, da gab es irgendwie nicht so viel, ich war außerdem gerne zu Hause.

20. Aufgeschlagene Knie sind langweilig! - Was war deine verrückteste Verletzung?
Ein aufgeschlagenes Knie - ich bin ungefähr drei Meter auf einem Knie über die Aschenbahn auf dem Sportplatz gerutscht.

21. Kreatives Chaos – Was hast du angestellt?
Ich war viel zu brav. Ich hab nur beim Weihnachtsspiel meinen Gegenüber versehentlich von der Bühne geschubst.

22. Hat man dich auch mit Jazzdance & Töpferkursen gequält?
Leider nicht - es gab bei uns kaum Angebote. Ich glaube, ich hätte gern Ballett gemacht oder rhythmische Sportgymnastik, aber ich wusste nichtmal, dass es das gibt.

23. Rabengruppe, Mäusegruppe, grüne Geister? – Wie hieß deine Kindergartengruppe?
Die "obere Gruppe". Es gab nur zwei Gruppen, die eine war im erste Stock, die andere im Erdgeschoss ;-)

24. Habt ihr auch Fencheltee mit Milch getrunken?
Ich hab noch nichtmal Fenscheltee ohne Milch getrunken

25. Fahrrad, Bus, Muddi, Vaddi - Wie bist du zur Schule gekommen?
Mit dem Schulbus. Morgens um halb acht, als ich in die Grundschule gegangen bin. Mrogens um halb sieben, als ih aufs Gymnasium gekommen bin.

26. Hat deine Mama auch mal deine Aufsätze geschrieben?
Nein, aber meine Handarbeitsprojekte gehäkelt und gestrickt.

27. Kennen vielleicht nicht alle! Mitmach-Zirkus - Was wart ihr?
In der Tat, das kenn ich nicht ;-)

28. Wer schlau ist hat frei! Was hast du versucht um nicht zur Schule zu müssen?
Das Übliche: ich hatte ganz starke Kopfschmerzen!

29. Geil! Taschengeld! – Was hast du als erstes gekauft?
Bücher ;-)

30. Mein erstes Wort war ‚Ameise’ und deins?
Angeblich "Tannenbaum"

Freitag, 2. Dezember 2011

Türchen Nummer 2

Und auch heute geht es wieter mit schönen Büchern, die die Weihnachtszeit verkürzen. Heute möchte ich euch vorstellen:



Jill Smolinski - Die Wunschliste

June führt ein durchschnittliches Leben als graue Maus, die ihr Leben gerne ordnen möchte, es aber einfach nicht so schafft. Das ändert sich, als sie einen Autounfall hat und ihre Beifahrerin Melissa dabei ums Leben kommt. Denn in Melissas Handtasche, die ihr versehentlich übergeben wird, findet sie eine Liste mit Dingen, die Melissa bis zu ihrem 25.Geburtstag tun wollte. June, die unter starken Depressionen und ihren übergroßen Schldgefühlen leidet, beschließt, dass das fortan ihre aufgabe wird: sie wird bis zu Melissas 25.Geburtstag diese Wünsche stellverttretend erfüllen. Einen Sonnenaufgang sehen, mit einem fremden Mann knutschen - eignetlichs cheint alles leicht. Aber wo nimmt man eine Person her, deren Leben man verändern kann?

Ich bin ja eignetlich kein Chick-Lit-Fan. Aber irgendwie passt in die Weihnachtszeit genau diese Art von Büchern: Bücher, die einfahc nur nett sein wollen, unterhalten wollen und eine positive Gesschichte erzählen. Egal, wie realitätsfern sie manchmal ist (oder wie absurd-lustig die Ideen wirken mögen), sie macht einfach warm ums Herz und das braucht man doch auch hin und wieder. Und genau deshalb empfehle ich heute Chick-Lit für den Hausgebrauch und gegen den vorwihnachtlichen Stress ;-)

Türchen Nummer 1

Dieses Jahr gibt es an jedem Tag ein kleines literarisches Highlight des Jahres, das ich euch etwas näher vorstellen möchte. Ich beginne mit einem Buch, das ich erst vorgestern beendet habe:



Kate Atkinson - "Familienalbum"

Familienalbum ist eine echte Leseherausforderung. Hundert Jahre Geschichte komprimiert in 400 Seiten, die parallel zueinander laufen. Die Geschichte beginnt mit Ruby, der jüngsten Frau der Familie. Um genau zu sein, die Geschichte beginnt mit Rubys Zeugung, die von ihr beschrieben wird - um dann zurück ins Jahr 1888 zu springe, wo Rubys Urgroßmutter Alice beschließt, ihre Familie zu verlassen und mit einem reisenden Fotografen durchbrennt. Das Kaleidoskop der Familiengeschichte springt weiter zu Rubys Junged, der Kindheit ihrer Mutter, der Vernunftehe ihrer Großmutter und vielen anderen Familiengeschichten. Insgesamt liest sich das Buch wie das Blättern eines Fotoalbums, man schweift ab, schwelgt im "Ach weißt du noch.." und "Das ist doch die, die damals ..." Darüber hinaus ist das Buch eine wunderschöne Darstellung der englsichen Alltagsgeschichte der letzten 100 Jahre und bereits von daher interessant. Aber eben auch und gerade durch die unglaubliche Erzählweise des Buches ;-)