Sonntag, 7. Februar 2016

[Buchgedanken] Agatha Christie - Der Tod auf dem Nil

Ein kleiner Urlaub in Ägypten, eine schicke Nilkreuzfahrt - das Leben von Hercule Poirot könnte so schön sein. Doch sein Dampfer dient ausgerechnet der Millionärserbin Linnet Doyle für ihre Flitterwochen. Doch nicht nur Linnet und ihr Ehemann sind and Bord, sondern auch Jaqueline. Die war eigentlich mit Linnets Mann verlobt und deren beste Freundin - dass hier Ärger in der Luft liegt, ist nur wahrscheinlich. In der Tat fühlt sich Linnet schon bald von allen Seiten bedroht und bittet Poirot um Hilfe. Doch noch bevor dieser weiß, was gespielt wird, wird Linnet erschossen - aber ausgerechnet Jaqueline hat ein felsenfestes Alibi ...

Und schon wieder ein Agatha Christie, diesmal mit überraschendem Spielort. Ägypten und der Nil bieten eine nette Kulisse, die für den Krimi an sich aber nicht wirklich eine Rolle spielt. Ob man jetzt einen Mordversuch in Abu Simbel unternimmt oder in Chestershire - bleibt sich das nicht letztlich gleich? In diesem Fall spiegelt sich die Beliebigkeit des Sets auch irgendwie im Fall wieder. Ich fand, da wurde dieses Mal versucht, mit möglichst vielen verschiedenen Nebenhandlungen vom eigentlichen Fall abzulenken. So treten also noch Trickbetrüger, Anarchisten und Kleptomanen an Bord auf, nahezu jeder scheint ein Geheimnis mit sich herumzuschleppen, das Poirot natürlich ans Licht bringt. Der Fall selbst wird dann zwar nett aufgelöst, aber irgendwie ... das erscheitn mir alles so weit hergeholt. Insbesondere der Schlussakt, den Poirot dann auch noch kommentiert nach dem Motto "es ist besser so" ... also ich weiß nicht. Das ist schon ziemlicher Pathos vor Pyramiden, der mir in diesem Fall geboten wurde, und deshalb nicht unbedingt ein Buch, das ich wiederlesen würde.

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