
Jede Woche wird eine neue Top Ten Liste zusammengestellt, die Infos und die Themen dazu findet ihr *
hier*
Die Aufgabe für diese Woche heißt:
Zeige 10 Bücher mit weißem Cover.
Ich stehe grade, während ich das tippe, vor meinem Bücheregal und starre auf eine Wand aus Farben. Nur weiß fällt mir kaum ins Auge, das sollte sich mal wieder ändern. Aber zum Glück habe ich Durchhaltevermögen und stelle fest, dass meine weißen Bücher mehrheitlich irgendwie so hochliterarisch sind. Ich freue mich richtig drauf, bei euch nachher zu stöbern und herauszufinden, welche weißen Bücher es noch so gibt
Emma Donoghue: "Raum"
Ihr wollt ein Buch lesen, das so richtig mitnimmt und noch mehrere Monate beschäftigt? Dann lest auf jeden Fall "Raum", die Geschichte einer jungen Frau und ihres Sohnes, die in "Raum" leben. Einem versteckten Zimmer, das die einzige Welt für den fünfjährigen Jack darstellt, die er kennt - denn seine Mutter wurde vor sechs Jahren von einem Verrückten entführt und wird seitdem gefangen gehalten. Ehrlich, dieses Buch ist unglaublich, es ist eines meiner ewigen und dauerhaften Highlights.
Ulla Hahn: "Das verborgene Wort"
Ulla Hahns biografischer Roman über die kleine Hilla, die in den Fünfziger Jahren im Kölner Areitermilieu aufwächst und durch ihre Intelligenz und Leselust aus dieser Welt herauswächst. Was jetzt irgendwie wenig spannend klingt, ist ein fantastisch geschriebenes Buch, in dem die Liebe zum Wort gefeiert wird - und jede Menge Kölsch gesprochen wird. Lommer john, wie Hillas Opa immer sagt, lass uns mal losgehen und Hilla auf dem Weg begleiten :-)
John Irving: "Das Hotel New Hampshire"
Mein erster Irving - und ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich beim Lesen ständig schwankte zwischen "was ist das denn?" und "wie gut ist das denn!" Die Geschichte einer Familie, die sich in den Kopf setzt, ein Hotel in New Hampshire zu führen, die Geschichte eines Wiener Hurenhauses und eines Bärenzähmers, die Geschichte von Kindern, die erwachsen werden - Irving packt alles rein, so genießerisch erzählt und ausgebaut, dass man drin versinken möchte.
Bernhard Schlink: "Der Vorleser"
Eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust und mit Schuld, und das alles fängt an mit einer Liebesbeziehung zwischen einem Fünfzehnjährigen und einer Mitvierzigerin. Schlinks Romn ist inzwischen ein Klassiker geworden, den ich damals im Deutsch-LK gelesen habe und seitdem immer bei allen Umzügen mitnehme, um es wieder zu lesen. Inklusive aller klugen Anmerkungen mit Bleistift am Rand ...
Oscar Wilde: "De profundis"
Wenn ich mich entscheiden müsste, welches Buch mein liebstes von Oscar Wilde ist, dann lande ich bei diesem. "De profundis" ist kein Roman, sondern ein offener Brief Wildes an seinen ehemaligen Geliebten, den er aus dem Gefängnis heraus schreibt. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Frage nach Schuld, Sühne und Gerechtigkeit, immer elegant, immer geschliffen, und immer faszinierend. Wilde versteht es, selbst im Elend noch Inspiration zu finden, und dabei Größe zu zeigen.
Stewart O'Nan: "alle, alle lieben dich"
Und noch ein absolutes Dauer-Highlight. O'Nan muss man einfach mal gelesen haben, finde ich, und bei diesem Buch hat er einfach jeden I-Punkt richtig gesetzt, so stimmig und gut ist es.
Simon Beckett: "Die Chemie des Todes"
Hier steht Forensik im Mittelpunkt, was bei Thrillern für mich immer ein Pluspunkt ist. Die Reihe wurde danach nicht grade besser, aber der erste Band hatte es wirklich in sich.
Malcolm Gaskill: "Witchfinders"

Und noch ein bisschen Schbuch für zwischendurch. Hier geht es um die Hexenjagd in England, die kurzzeitig, dfür aber ebefalls sehr heftig war. Ich fand es sehr interessant, manchmal aber ein wenig trocken.
Tom Rob Smith: "Kind 44"

Ein Thriller, der von einem wahren Fall inspriert wurde, gleichzeitig aber auch ziemlich abedreht und blutig wird. Ich fand die Beschreibung des Lebens in der Sowjetunion sehr anschaulich und faszinierend.
Bill Bryon: "Shakespeare - Wie ich ihn sehe"

Ein toller Bryson, wenn auch sehr kurz, bei dem er die Shakespearforschung und das Leben in der englischen Rennaissance darstellt, versucht, Fakten über Shakespeare zu finden und jede Menge Wissen vermittelt.
Und, wie sieht es bei euch aus? Habt irh ein Faible für weiße Cover oder muss es bei euch möglichst bunt zugehen? Welche Bücher kennt ihr, mögt ihr, fandet ihr furchtbar?